Martina Burandt

„Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind, und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umringt.“ Prospero in William Shakespeares “Der Sturm”
Foto: Privat

Martina Burandt, geboren am 4. Mai 1960 in Duisburg-Rheinhausen, aufgewachsen im linksrheinischen Krefeld; lebt seit 1989 in Bremen: verheiratet, zwei Töchter, ein großer schwarzer Hund.

* 1988: Abschluss des Studiums der Pädagogik/MA (Nebenfächern Publizistik und Sportwissenschaften) an der Georg-August-Universität Göttingen.
* 1988-1997: Mitarbeit bei der Max und Moritz-Bühne (gegründet 1928), in den Bereichen Darstellung, Regie, Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit und Organisation. (1. und 2. Preis beim Bremer Kinder- und Jugendtheaterfestival 1994)
* 1989-1990: Redaktionsvolontariat, seitdem freiberufliche journalistische Arbeit in den Themenbereichen Sozialpolitik, Kultur, Portrait für verschiedene regionale und überregionale Zeitungen und Zeitschriften wie beispielsweise TAZ, Frankfurter Rundschau, Diabolo-OL, EMMA, M-Menschen machen Medien/Verdi, Weser Kurier, Stimme – Zeitschrift des Dachverbandes für Ausländerkultur, Bremen und zeitweise für Radio Bremen („Bücherjournal“ und „Daheim in der Fremde“).
* 1991: Mitbegründung des ID: Informationsdienst Netzwerk Alternative Publizistik e. V., Zweigstelle Bremen.
* Seit 2003: freie Autorinnentätigkeit
* Seit 2012: Mitglied im Verband Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (seit 2018 im Vorstand des VS Niedersachsen/Bremen) und im Bremer Literaturkontor
* Seit 2012: Ausübung des japanischen Ausdruckstanzes Butoh und Beschäftigung mit seiner Wirkung auf den Ausdruck innerhalb der bildenden Kunst
* April/Mai 2015: Ausstellung (und Lesung) „Wenn im Schlafe Schafe blöken… aber sinnvoll ist es nicht.“ In der Galerie am schwarzen meer und raum2, Bremen

Literarische Arbeit:
* seit 2004: Die Organisation und Durchführung sowie Teilnahme an jährlich 1-3 Leseprojekten in Bremen, v.a. in Zusammenarbeit mit Ursula Pickener, mit der sie 2006 die Gruppe „Wortpilotinnen“ gründete. Diverse Lesungen mit der Gruppe „Die Wortpilotinnen“ im Raum Bremen seit 2009.
* 2011 und 2012: u.a. Teilnahme am Bremer Lyrikprojekt „zwiesprache lyrik“
* seit 2012: Lyriklotsin bei „zwiesprache lyrik“
* 2012 und 2013: Teilnahme als Autorin mit Lesungen auf den Niedersächsischen Literaturtagen vom Verband deutscher Schriftsteller in Georgsmarienhütte und Braunschweig (Worte gegen Rechts)
* Oktober 2013: Teilnahme an der Lesung zur Buchvorstellung „Mit Sprache über Sprache“ (s.u.) auf der Frankfurter Buchmesse

Autorentätigkeit im Bereich Kinder- und Jugendtheater:
* Mitarbeit an der Verfassung von Theaterstücken für die Max und Moritz-Bühne, u.a. Bühnenfassungen von „Der kleine Prinz“, „Die Schneekönigin“ und „Der Froschkönig“, die im Zeitraum von 1988-1996 auf unterschiedlichen Bühnen in ganz Deutschland aufgeführt wurden.
* 2008 und 2009: eigenständige Realisierung von schulischen Bühnenprojekten; 2008: „Die Mondtücher“ nach F.K. Wächter; 2009: mit Förderung der swb-Bildungsinitiative für das altersübergreifende Theaterprojekt „Ein Sommernachts-Alp-Traum“, Text: Martina Burandt, frei nach W. Shakespeare, uraufgeführt im Sommer 2009 mit SchülerInnen im Alter von 10 bis 17 Jahren im Alten Gymnasium, Bremen.

Literarische Veröffentlichungen (Lyrik und Prosa) in:
1)
Von Bruchpiloten und anderen Helden, Anthologie, Lyrik und Prosa, MontAurum Verlag, Bremen, 2004

2) Wasser und Salz, Lyrikanthologie, HW-Verlag, Dorsten, 2004

3) Bremer Texte 1, Anthologie, Edition Temmen, Bremen, 2004

4) Bremer Texte 2, Anthologie,  Edition Temmen, Bremen, 2005

5) „Früher war alles viel besser…? Teil 3, Hrsg. J. Stiel, K. Pütz, Aachen 2012 (2 Prosatexte)

6.) „Mit Sprache über Sprache“ – Beiträge zum Landschreiber Wettbewerb, Leipzig 2013; Hrsg. Klaus Siewert, Jochen P. Becker; Verlag auf der Warft in Verbindung mit der Gesellschaft für deutsche Sprache, Münster 2013 (4 Gedichte)

7.) Veröffentlichunen in der Zeitschrift KulturNetz / Zeitschrift vom Verband Deutscher Schriftsteller/Verdi

8.) „Mein durstiges Wort gegen die flüchtige Liebe“, Lyrik-Anthologie, ELIF VERLAG, Nettetal, 2016.

9.) Gedichtauswahl in der Anthologie des Feldkircher-Lyrikwettbewerbs/Österreich, Edition Art Science 2016.

10.) Gedichtauswahl in der Anthologie „Schlafende Hunde 5 – politische Lyrik“, Leipzig, 2017.

11.) Gedicht in Poesiealbum neu „Glück“, Leipzig 2018.

12.) „Ihr seidenen Flügel an Wäscheleinen“ – vom Kommen – Bleiben – Gehen, Gedichte, Omnini Verlag, Berlin, 2018.

Journalistische Veröffentlichungen:
In Print (und Radio) seit 1989 bis heute

http://www.martinaburandt.de/


Bücher

Ihre seidenen Flügel an Wäscheleinen

Lyrik, 2018
Omnino Verlag, ISBN: 978-3958940963
170 Seiten, €16,99

Leben verstehen
Ich versuche, das Leben zu verstehen
und tauche zuweilen in mein Selbst;
ich tusche Kinderbücher ein
und zerschneide Kuscheltiere;
ich nähe mir durch harte Leinwände
die Finger blutig,
Gedichte schreibe ich auch,
seit immer und immer,
auch ich

Am Ende erkennt man doch – schaut man tiefer –, dass es immer auf die gleichen Urbedürfnisse, Sehnsüchte und Ängste hinausläuft. Gedichte über den Zyklus des Lebens, in dem das Verständnis von der Philosophie des Yoga durchscheint; der Idee vom Mikrokosmos im Makrokosmos und von einem Lebensfluss, in dem alles miteinander verbunden ist. Gedichte für mehr Gelassenheit und Freiheit. Zum In-sich-Kehren. Zur Meditation. Zur Erkundung.

Schlafende Hunde V: Politische Lyrik

Anthologie, 2017
Edition Ost, ISBN: 978-3945187869
200 Seiten, €14,99

44 Autoren, die einen Blick auf die Welt werfen, drei Frauen nur darunter. Im nunmehr fünften Band in der von Thomas Bachmann kreierten und herausgegebenen Reihe politischer Lyrik die erste Anthologie kam 2004 erscheint die Welt anders als vor über zehn Jahren. Damals trug der Band noch die Unterzeile »Politische Lyrik in der Spaßgesellschaft«. Der »Spaß« ist der Gesellschaft inzwischen abhanden gekommen. Nicht nur wegen des Terrorismus , der inzwischen die westlichen Gesellschaften überzieht, und der damit einhergehenden Angst. Der Terror ist nichts anderes als das brutale Echo einer vom Westen praktizierten brutalen Politik, die meint, nur willfährige Regimes erhalten zu müssen. Jene, die sich widersetzen, werden mit Putsch und Krieg überzogen. Und das wiederum hat Not und Elend im Gefolge, dem zu entrinnen sich weltweit Menschen in Marsch gesetzt haben. Inzwischen sind etwa 65 Millionen auf der Flucht, viele davon sind in Europa gestrandet. Unter diesen Umständen ist Schluss mit lustig und Nachdenken angesagt.

Feldkircher Lyrikpreis 2016

Lyrik, 2016
Edition Art Science, ISBN: 978-3-902864-65-9
220 Seiten, €15,00

Mit dem seit 2003 stattfindenden Feldkircher Lyrikpreis, international ausgeschrieben, wird deutschsprachige Lyrik ausgezeichnet. Der Satz „von der kante des kalenders stürzt die zeit“ – eine Zeile aus dem letztjährigen Preisträgergedicht von Susanne Eules – war Vorgabe für die teilnehmenden Autorinnen und Autoren, dieses Zitat in die eigene lyrische Arbeit aufzunehmen. Danke allen Lyrikerinnen und Lyrikern, welche den künstlerischen Mehraufwand nicht gescheut haben, das lyrische Schaffen unter ein vorgegebenes Thema zu stellen. Die Jury, dieses Jahr bestehend aus Marie-Rose Rodewald-Cerha, Regina Hilber, Julian Schutting und der Vorjahrespreisträgerin Susanne Eules, hatte es wiederum nicht leicht aus den vielen Einsendungen, welche beim Theater am Saumarkt eingelangt sind, eine Preisträgerin/einen Preisträger zu ermitteln: Mit Arnold Maxwill und Hartwig Mauritz wurden würdige Vertreter für einen ersten und zweiten Preis gefunden. Arnold Maxwill überraschte die Jury, indem er sich des Date Painting-Konzepts des japanischen Künstlers On Kawara bediente, Hartwig Mauritz‘ Gedichte überzeugten mit ungewöhnlichen Wortverbindungen und Bildern, welche über die Sprache hinaus wirken.

Mein durstiges Wort gegen die flüchtige Liebe

Lyrik, 2016
Elif Verlag, ISBN: 978-3981750973
104 Seiten, €14,95

Die dritte Lyrikanthologie vom ELIF VERLAG mit Gedichten von:
Nora Gomringer, Crauss, Stefan Heuer, Thomas Kade, Günter Abramowski, Jonis Hartmann, Martina Burandt, Werner Weimar Mazur, Marina Büttner, Sonja Enste, Stan Lafleur, Alexander Weinstock, Wolfgang Rödig, Giuliano Fransesco Spagnolo, Deniz Pasaoglu, Simone Scharbert, José Oliver, Birgit Bodden, Bettina Hesse, Werner Muth, Maja Loewe, Anke Glasmacher, David Krause, Arndt Kremer, Gültekin Kaynak, Jürgen Sanders, Amir Shaheen, Christoph Danne, Ulrike Gau, Klara Hurkova, Dieter Hans, Marlene Olbrich, Matthias Engels, Wilfriede Weise Ney, Angelika Janz, Marco Grosse, Willi Achten, Silke Vogten, Zacharias Stegmaier, Safak Saricicek, Gerrit Wustmann, Sina Klein, Mario Osterland, Udo Kawasser, Dominik Dombrowski, Max Czollek, Thorsten Krämer, Konstantin Ames, Ron Winkler, Eric Cohnen, Hung-min Krämer, Martin Piekar, Tim Holland und Safiye Can

Früher war alles viel besser...? Teil 3: Als Sex noch eine Sünde war

2012
Shaker Media, ISBN: 978-3868587920
120 Seiten, €12,90

Die beiden ersten Bände von „Früher war alles besser …?“ enthalten vor allem Beschreibungen aus dem praktische Alltagsleben. Der vorliegende dritte Band behandelt überwiegend die Befindlichkeit dieser Zeit, die von den engen Moralvorstellungen der beiden christlichen Kirchen geprägt war. Alles, was mit Sexualität zu tun hatte, stand unter Generalverdacht, aufgeklärt wurde so gut wie gar nicht, Sexualität vor der Ehe war genauso verboten wie jede Form von Empfängnisverhütung. Es gab noch den sogenannten Kuppeleiparagraphen und uneheliche Kinder wurden mitsamt ihren Müttern geächtet. Die Werbung unterstützte das Idealbild der Hausfrau und Mutter, Hausarbeit wurde durch eine Vielzahl von elektrischen Geräten versüßt. Die Erziehung war fraglos autoritär, die Schlager dieser Zeit waren romantischer Edelkitsch. Doch langsam begehrte die Jugend auf, fand Gefallen an der wilden Rock’n Roll Musik und versammelte sich auf der Kirmes an der Raupenbahn …

Bremer Texte 2

Anthologie, 2005
Edition Temmen, ISBN: 978-3861081920
240 Seiten, €5,00

Die gesammelten Texte, Erzählungen und Gedichte der »Bremer Texte 2« handeln von der Sprachlosigkeit zwischen Liebenden, von erwachenden Gefühlen, von der Hilflosigkeit der Verlassenen, von sexuellen Erfahrungen, von der Liebe in all ihren Varianten. Voll Phantasie und Kreativität widmen sich die Autorinnen und Autoren diesem ältesten literarischen Sujet. Wie im Vorjahr ist ein Literaturwettbewerb die Grundlage des Buches. Die Beiträge wurden von einer fachkundigen Jury aus mehreren hundert Einsendungen ausgewählt. Mitglieder der Jury waren: Prof. Dr. Inge Buck, Prof. Dr. Wolfgang Emmerich, Prof. Dr. Hans-Wolf Jäger, Helga Lühmann, Christine Mattner, Thomas Schiestl, Anja Schubert, Jana Sonntag und Dr. Ian Watson.

Bremer Texte 1

Anthologie, 2004
Edition Temmen, ISBN: 978-3861081869
170 Seiten, €5,00

WASSER/ENERGIE/NATUR ist das Thema der neuen Anthologie mit Texten Bremer Autorinnen und Autoren. Über hundert Beiträge wurden von einer fachkundigen Jury für diese Veröffentlichung ausgewählt: Erzählungen und Gedichte, voller Individualität, Fantasie und literarischer Kreativität, die auf vielfältige Weise die Welt erschließen. Ein spannender Querschnitt durch die Bremer Literaturszene. Neben deutschsprachigen und plattdeutschen Texten sind zum ersten Mal auch englische Texte vertreten.
– Mit Kurzbiografien der Autorinnen und Autoren.

Von Bruchpiloten und anderen Helden

Anthologie der Gruppe WORTPILOTEN, 2004
MontAurum Verlag, Bremen, ISBN: 3-937729-01-1
172 Seiten, €15,00

Hrsg.: Stephanie Bergold

Wieso ist ein Bruchpilot ein Held?
14 Autorinnen und Autoren gehen dieser Frage nach – sei es mit nur wenigen Worten in kurzen Gedichten, in ausführlichen Schilderungen der Gedanken eines Menschen oder in kleinen Anekdoten über die Heimtücken des Alltags und deren Meisterung. Die Texte dieses Buches geben vielfältige Einblicke in das ganz normale menschliche Heldendasein: in Beziehungen, im Beruf, im täglichen Leben oder in der Phantasie.

Veranstaltungen

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Martina Burandt: „Der Wolf ist tot“

 

Foto: privat

Lyriklesung zur Finissage der gleichnamigen Ausstellung von Martina Burandt und Rainer Kosubek.

Martina Burandt, geboren am 4. Mai 1960 in Duisburg-Rheinhausen, aufgewachsen im linksrheinischen Krefeld; lebt seit 1989 in Bremen: verheiratet, zwei Töchter, ein großer schwarzer Hund. Veröffentlichungen von Lyrik und im Bereich Kinder- und Jugendtheater.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 05.05.2018
15:30

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Multimediale Lesung: Sehnsucht Europa

Die Villa Sponte lädt zu einer multimedialen, interaktiven Lesung zum Thema
„Sehnsucht Europa“ ein. Das multimediale und interdisziplinäre besteht darin, dass drei begeisterte Generationen ihre verschiedenen Künste zusammenbringen.

Der rote Faden des Programms besteht aus drei miteinander verbundenen Fluchtgeschichten aus dem Buch „Muslime in Alltag und Beruf“ von Béatrice Hecht-El Minshawi, die von Leser/innen vorgetragen werden. In diese Berichte werden mehrere lyrische Texte von anderen Künstler/innen integriert und rezitiert. Parallel zum Lesen werden diverse Textstellen mit Gitarrenmusik hinterlegt. Die Musik wird die Länderzugehörigkeit der Flüchtlinge und den jeweiligen Fluchtweg (über Wasser, über Land) aufnehmen, bis sie nach Europa (Deutschland) kamen. Darüber hinaus wird eine Tänzerin in Lesepausen das, was sie gehört hat, tänzerisch und in Stille umsetzen und beim Abschlusstext wieder einsteigen und die Präsentation ‚zu Ende tanzen’. Außerdem werden Malerinnen ihre Gefühle und Gedanken, inspiriert durch Texte, Musik und Körperausdruck, zu Papier bringen. Das gesamte Programm wird von einer Videokünstlerin dokumentiert.

Beteiligte Personen und Künste
Fluchtgeschichten von Béatrice Hecht-El Minshawi und lyrische Texte von Rudolph Bauer, Inge Buck und Martina Burandt.

Leser/innen: Frank Dopp, Christiane Hahn-Büthe, Majd Saleh, Gerhard Mannaße
Musik: Aladdin Haddad (klassische Gitarre)
Tänzerin: Franca Burandt
Maler/innen: Ida Büssing, Ilona Tessmer
Video: Carolina Burandt
Idee, Konzept, Organisation, Regie: Dr. Béatrice Hecht-El Minshawi


Eine Idee
Mit anderen für Andere
Idee – Vision – Intuition – Inspiration
Energie im Raum
Austausch – Kreativität – Gemeinsames – Freude
Nicht nur
Konzept entwickeln – Mitwirkende integrieren – Ablauf anpassen

Eine Idee
Mit Texten und Musik gestalten
Mit Tanz und Malerei und Film und uns allen
Kompetent und professionell
Ergibt ein Miteinander
Sie wird blühen
Die Idee in der Villa Sponte
Voller Kraft und Begeisterung
Wird sie sich Gästen präsentieren

Eine Idee
Für uns in Europa
Verschiedene Bilder und Wünsche
Wunde Heimaten
Verwundete Heimatlose
Flucht – große Nöte
Miteinander sein
Hier und jetzt

Eine Idee
Sicherheit des Friedens
Europa darf nicht scheitern.

– Béatrice Hecht-El Minshawi

 

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 19.09.2018
19:00

Ort
Villa Sponte

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Bremer BuchPremiere mit Martina Burandt: „Ihre seidenen Flügel an Wäscheleinen“ (Lyrik)

Martina Burandt, geboren am 4. Mai 1960 in Duisburg-Rheinhausen, aufgewachsen im linksrheinischen Krefeld; lebt seit 1989 in Bremen: verheiratet, zwei Töchter, ein großer schwarzer Hund.

Leben verstehen
Ich versuche, das Leben zu verstehen
und tauche zuweilen in mein Selbst;
ich tusche Kinderbücher ein
und zerschneide Kuscheltiere;
ich nähe mir durch harte Leinwände
die Finger blutig,
Gedichte schreibe ich auch,
seit immer und immer,
auch ich

Am Ende erkennt man doch – schaut man tiefer –, dass es immer auf die gleichen Urbedürfnisse, Sehnsüchte und Ängste hinausläuft. Gedichte über den Zyklus des Lebens, in dem das Verständnis von der Philosophie des Yoga durchscheint; der Idee vom Mikrokosmos im Makrokosmos und von einem Lebensfluss, in dem alles miteinander verbunden ist. Gedichte für mehr Gelassenheit und Freiheit. Zum In-sich-Kehren. Zur Meditation. Zur Erkundung.


Musik: Jürgen Hamelmann (Gitarre)
Bremer BuchPremiere – eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Bremer Literaturkontor und Stadtbibliothek Bremen 

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 07.11.2018
19:00

Ort
Buchhandlung Leuwer

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In die Ferne schweifen… Reisen beglückt! Oder?

Musikalische Matinée mit poetischen und prosaischen Texten

Man reist nicht, um anzukommen,
sondern um zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)

Reisen heißt to rise und handelt vom Aufstehen, sich erheben. R e i s e n … wir hören die Zeit, die es braucht, langsam zu sprechen, um es zu verstehen. Reisen bedeutet immer wieder Aufbruch, benötigt Tatkraft, braucht Achtsamkeit und kann schließlich zu Veränderungen führen. Reisen heißt sich aufmachen, aufbrechen, zurückschauen, Grenzen überwinden, sich Neuem öffnen. Innehalten auf Reisen, wenn wir in die Ferne schweifen, ist wichtig. Reisen will gelernt sein. Viele werden durch die Sehnsucht getrieben, entweder auf ihrer inneren Landkarte zu reisen oder wirklich neue Wege zu suchen, zu erkunden, zu bereisen. Reisen und Schreiben haben ähnliche Wurzeln. Auch im Schreiben liegt die Sehnsucht etwas Neues zu entdecken: Neue Lebensfragen und Antworten zu finden, andere Motive, Perspektiven zu erkennen und vielleicht einen neuen Lebensstil. Leben ist Reisen und Reisen ist Leben. Reiseleben und Lebensreise, Vergangenes mit Gegenwärtigem zu verknüpfen. So ist Reisen gleichsam ein Blick in die Vergangenheit, ein uns selbst näher kommen und verstehen können früherer Lebensphasen, um die Zukunft zu erspüren. Jedes Land, ja jede Region, jeder Ort und jede Landschaft präsentieren eine spezifische Schönheit, die auf uns einwirkt, und hält überraschende Möglichkeiten vor, wenn wir sie entdecken. Das können Bilder und Gerüche sein, die uns entweder neu vorkommen oder die wir von woanders her schon kennen, oder Geräusche und auch das Klima. Baustile überraschen bisweilen oder die Stoffe, aus denen die traditionellen Kleider der Leute gefertigt werden. Grenzen überschreiten bedeutet, einer Fremdheit zu begegnen und mit Unterschieden umgehen zu müssen. Es wird sie immer geben, die Grenzen, die Überschreitungen, die Fremden und das Fremde, die Unterschiede, die sich manchmal unverhofft zeigen.

Bremer/innen des VS*-Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Béatrice Hecht-El Minshawi, Rudolph Bauer, Inge Buck, Martina Burandt lesen eigene Texte über das Reisen: über
• Sehnsucht, Aufbruch und Grenzüberschreitung
• Städtebilder und Landschaften
• Lebensreise und Ankunft

Vivienne und Band spielen dazu Bossa, Soul, Jazz, Worldmusic.


*Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 09.12.2018
11:30

Ort
Villa Sponte

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Texte und Töne zum 70. Internationalen Tag der Menschenrechte

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ (UNO)

Menschenrechte sind „angeborene“ Rechte einer jeden Person und bilden die rechtlichen und moralischen Grundpfeiler der Menschheit. Dies bedeutet, dass ein Land sie nicht seinen Bürgern verleihen, sondern sie anerkennen muss.

Ungleichberechtigung von Frau und Mann, religiöse Verfolgung oder Sklavenarbeit sind wichtige Themen in der Arbeit von Menschenrechtsorganisationen.  Zu einer Verletzung der UN-Menschenrechte kommt es beispielsweise durch Diskriminierung, Intoleranz, Rassismus oder Freiheitsberaubung. Außerdem sollte sich jeder informieren, wie in anderen Teilen der Welt mit den Menschenrechten umgegangen wird.

Wer sich mit Fluchtgründen auseinandersetzt und sich mit Migration in Deutschland, Europa oder in anderen Ländern beschäftigt, kommt nicht an dem Thema „gerechtere Gesellschaftsordnung“ vorbei. Dazu beizutragen, ist das Ziel vieler Initiativen, die sich auf demokratischem Wege zur Achtung der Menschenrechte und Solidarität und zur Zivilgesellschaft hier und in anderen Ländern einsetzen. Es gäbe viel weniger Flüchtlinge, wenn es gelänge, die Kluft zwischen Rechtlosen und Privilegierten, zwischen Armen und Reichen abzubauen und so Kriege zu verhindern.

Der rote Faden besteht aus drei miteinander verbundenen Fluchtgeschichten aus dem Buch „Muslime in Beruf und Alltag“, die von Leser/innen vorgetragen werden. In diesen Berichten werden mehrere lyrische Texte von bremischen Künstler/innen integriert und rezitiert.


Texte: Fluchtgeschichten von Béatrice Hecht-El Minshawi und lyrische Texte von Rudolph Bauer, Inge Buck, Martina Burandt
Leser/innen: Frank Dopp, Christiane Hahn-Büthe, Majd Saleh, Gerhard Mannaße
Töne: Behzad Rooshanpour (Santur, Setar und Tonbak)

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 10.12.2018
18:00

Ort
Ausspann

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