Isabel Fargo Cole

Foto: Simona Lexau

Zu Gast beim Literarischen Herbst Bremerhaven 2018.

Isabel Fargo Cole, geboren 1973 in Galena, Illinois, USA, wuchs in New York City auf. Sie studierte Literatur, Geschichte und Philosophie an der University of Chicago sowie Russisch und Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1995 lebt sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin. Sie hat u. a. Wolfgang Hilbig und Franz Fühmann ins Englische übersetzt. „Die grüne Grenze“ ist ihr erster Roman. Er wurde für den Klaus-Michael Kühne-Preis für das beste deutschsprachige Romandebüt 2017 und für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 nominiert.

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Bücher

Die grüne Grenze

Roman, 2017
Edition Nautilus, ISBN: 978-3-96054-049-6
496 Seiten, €26,00

Ein junges Künstlerpaar zieht von Berlin aufs Land. Ein Kind ist unterwegs – ungeplant. Die Ehe – unbedacht. Es ist 1973, das Dorf heißt Sorge und liegt in der Sperrzone der DDR im Harz. Editha ist Bildhauerin mit staatlichen Aufträgen, Thomas ist Schriftsteller und will nun den Roman über die Grenze schreiben. Hat nicht schon Honecker verkündet, in der Literatur gebe es keine Tabus mehr? Ein historischer Roman bietet sich an, denn der Harz ist schon immer Grenze gewesen, verstrickt zwischen religiösen und politischen Machtsphären, Germanen und Slawen, Mensch und Natur. Thomas kämpft noch mit dem Material, doch 1976 schon ist das „Tauwetter“ vorbei. Die kleine Tochter Eli lernt sprechen in einer Welt, in der das Sagen und das Nicht-Sagen-Dürfen, das Wissen und das Wahrnehmen eine hohe Kunst sind. Thomas’ Spiele in imaginären Welten mit dem phantasiebegabten Kind sind höchst gefährlich. Als Thomas und Editha kurz vor der „Wende“ von einer verdrängten Vergangenheit heimgesucht werden, flüchtet Eli in den Wald – und über mehr als eine Grenze.

Ungesichertes Gelände

Novelle, 2013
mikrotext, ISBN: 978-3-944543-65-9
84 Seiten, €9,99

Liebesbriefe, heute: Die Autorin und Übersetzerin Isabel Fargo Cole nimmt sich des traditionellen Genres der Briefnovelle an und verlegt es in einen Überwachungsstaat im 21. Jahrhundert. Und die Gefühle sind kämpferisch.