Heinz Helle

Förderpreis des Bremer Literaturpreises 2019
Foto: Suhrkamp Verlag

Heinz Helle wurde 1978 in München geboren, studierte Philosophie in München und New York und ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts. Er lebt heute mit Frau und Kind in Zürich. Sein Romandebüt Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin stand auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2014. Sein zweiter Roman, Eigentlich müssten wir tanzen, war für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert.


Bücher

Die Überwindung der Schwerkraft

Roman, 2018
Suhrkamp, ISBN: 978-3-518-42823-8
208 Seiten, €20,00

Zwei Bier, und dann noch zwei – mehr braucht es nicht für etwas Nähe. Doch dass die Wärme des Alkohols nicht wirklich gegen die Kälte hilft, die draußen herrscht, wissen auch die beiden Brüder, die von Kneipe zu Kneipe ziehen. Der ältere trinkt längst ohne jeden Anlass, aus Trauer oder Wut angesichts einer Welt, die von Schmerzen und Leid, von Kriegen und Gewalt bestimmt ist. Und doch erzählt er dem jüngeren an diesem Abend nicht nur von Stalingrad und Marc Dutroux, sondern auch von seinem baldigen Vaterglück. Was beide nicht wissen: Es wird danach kein Wiedersehen geben. Nur einmal telefonieren sie noch miteinander. Der nächste Anruf, neun Monate später, ist die Nachricht vom Tod des älteren Bruders. Was bleibt, sind die Erinnerungen an ihn und Fragen: Warum das Ganze? Was wollen wir auf der Welt? Und was genau soll das überhaupt sein, leben und sterben?

Eigentlich müssten wir tanzen

Roman, 2015
Suhrkamp, ISBN: 978-3-518-46786-2
172 Seiten, €10,00

Eine Gruppe junger Männer verbringt ein Wochenende auf einer Berghütte. Als sie ins Tal zurückkehren, sind die Ortschaften verwüstet. Die Menschen sind tot oder geflohen, die Häuser und Geschäfte geplündert, die Autos ausgebrannt. Zu Fuß versuchen sie, sich in ihre Heimatstadt durchzuschlagen. Sie funktionieren, so gut sie können. Tagsüber streifen sie durch das zerstörte Land, nachts durch ihre Erinnerung. Auf der Suche nach einem Grund, am Leben zu bleiben.

Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin

Roman, 2014
Suhrkamp, ISBN: 978-3-518-42398-1
159 Seiten, €18,95

Ein Philosoph scheitert bei dem Versuch, seine Theorie von Erleben mit seinem Erleben in Einklang zu bringen. Ein Mann scheitert bei dem Versuch, eine Frau zu lieben. Einem Menschen gelingt es, in eine Kneipe zu gehen und sich ein Fußballspiel anzuschauen. Es geht um den Geschmack von Kaffee am frühen Morgen und um das Problem des Bewusstseins. Es geht um einen deutschen Studenten in New York, um einen Mann und eine Frau. Es geht um ein Kind, das nicht zur Welt kommt. Es geht um Liebe und ihr Verschwinden. Es geht um Wichtiges und Unwichtiges und um die Frage, wie man das eine vom anderen unterscheidet. Es geht um Philosophie. Und um Fußball. „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ ist ein Roman über Glück.

Veranstaltungen


workshop: literatur bremen für OberstufenschülerInnen (Lesung)

  • Wie können SchülerInnen aktuelle Gegenwartsliteratur besser kennenlernen als durch einen Autor selbst, vor allem wenn er sich, sein Schreiben und seine Texte in einer Lesung persönlich vorstellt?
  • Wer wäre besser für kreative Schreibworkshops mit Schülern geeignet als die aktuelle, junge Schriftstellergeneration, die über Lust und Frust am Schreibtisch erzählt sowie über die Begeisterung des Lesens und Schreibens?

workshop literatur bremen bietet Bremer OberstufenschülerInnen eine Fülle von Möglichkeiten, sich jenseits des Deutschunterrichts mit Gegenwartsliteratur vertraut zu machen. Ob in öffentlichen Lesungen oder im kleinen Kreis individueller Schreibworkshops, die Teilnehmer

  • erleben Gegenwartsautoren im persönlichen Gespräch,
  • machen sich individuell mit zeitgenössischer Gegenwartsliteratur vertraut,
  • erlernen kreatives Schreiben unter Anleitung eines Profis,
  • stellen ihre eigenen Texte vor und können diese besprechen.

workshop literatur bremen organisiert seit 2005 literarische Projekte mit Bremer Schulen. In den Workshops haben u.a. Olga Grjasnowa, Nino Haratischwili, Joachim Meyerhoff, Saša Stanišić und Thomas Melle SchülerInnen zum kreativen Schreiben angeleitet. Hier wird der diesjährige Förderpreisträger, Heinz Helle, den Workshop leiten.

workshop literatur bremen kooperiert mit zahlreichen Einrichtungen des Bremer Literaturbetriebs und ist der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung angegliedert.


Ansprechpartnerin: Dr. Stephanie Schaefers
Die Teilnahme ist kostenlos, wie immer!
Anmeldung bitte per Mail: redaktion@workshop-literatur.de

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 29.01.2019
11:00

Ort
ÖVB - Öffentliche Versicherungen Bremen

Kategorie(n)


workshop: literatur bremen für OberstufenschülerInnen

  • Wie können SchülerInnen aktuelle Gegenwartsliteratur besser kennenlernen als durch einen Autor selbst, vor allem wenn er sich, sein Schreiben und seine Texte in einer Lesung persönlich vorstellt?
  • Wer wäre besser für kreative Schreibworkshops mit Schülern geeignet als die aktuelle, junge Schriftstellergeneration, die über Lust und Frust am Schreibtisch erzählt sowie über die Begeisterung des Lesens und Schreibens?

workshop literatur bremen bietet Bremer OberstufenschülerInnen eine Fülle von Möglichkeiten, sich jenseits des Deutschunterrichts mit Gegenwartsliteratur vertraut zu machen. Ob in öffentlichen Lesungen oder im kleinen Kreis individueller Schreibworkshops, die Teilnehmer

  • erleben Gegenwartsautoren im persönlichen Gespräch,
  • machen sich individuell mit zeitgenössischer Gegenwartsliteratur vertraut,
  • erlernen kreatives Schreiben unter Anleitung eines Profis,
  • stellen ihre eigenen Texte vor und können diese besprechen.

workshop literatur bremen organisiert seit 2005 literarische Projekte mit Bremer Schulen. In den Workshops haben u.a. Olga Grjasnowa, Nino Haratischwili, Joachim Meyerhoff, Saša Stanišić und Thomas Melle SchülerInnen zum kreativen Schreiben angeleitet. Hier wird der diesjährige Förderpreisträger, Heinz Helle, den Workshop leiten.

workshop literatur bremen kooperiert mit zahlreichen Einrichtungen des Bremer Literaturbetriebs und ist der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung angegliedert.


Ansprechpartnerin: Dr. Stephanie Schaefers
Die Teilnahme ist kostenlos, wie immer!
Anmeldung bitte per Mail: redaktion@workshop-literatur.de
Ort: Workshop im Wall-Saal der Zentralbibliothek

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 25.01.2019
10:00 - 13:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

Kategorie(n)


Preisträgerlesung mit Arno Geiger und Heinz Helle

Arno Geiger, Preisträger des Bremer Literaturpreises 2019, liest aus seinem 2018 im Hanser-Verlag erschienenen Roman „Unter der Drachenwand“, der Förderpreisträger Heinz Helle aus seinem 2018 im Suhrkamp Verlag erschienenen Roman „Die Überwindung der Schwerkraft“.


Arno Geiger wurde 1968 in Bregenz, Vorarlberg, Österreich, geboren. Er lebt seit 1993 als freier Schriftsteller in Wien und Wolfurt. 1997 erschien sein Debütroman „Kleine Schule des Karussellfahrens“.

„Unter der Drachenwand“: Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom „Brasilianer“, der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.


Heinz Helle wurde 1978 in München geboren, studierte Philosophie in München und New York und ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts. Er lebt heute mit Frau und Kind in Zürich.

„Die Überwindung der Schwerkraft“: Zwei Bier, und dann noch zwei – mehr braucht es nicht für etwas Nähe. Doch dass die Wärme des Alkohols nicht wirklich gegen die Kälte hilft, die draußen herrscht, wissen auch die beiden Brüder, die von Kneipe zu Kneipe ziehen. Der ältere trinkt längst ohne jeden Anlass, aus Trauer oder Wut angesichts einer Welt, die von Schmerzen und Leid, von Kriegen und Gewalt bestimmt ist. Und doch erzählt er dem jüngeren an diesem Abend nicht nur von Stalingrad und Marc Dutroux, sondern auch von seinem baldigen Vaterglück. Was beide nicht wissen: Es wird danach kein Wiedersehen geben. Nur einmal telefonieren sie noch miteinander. Der nächste Anruf, neun Monate später, ist die Nachricht vom Tod des älteren Bruders. Was bleibt, sind die Erinnerungen an ihn und Fragen: Warum das Ganze? Was wollen wir auf der Welt? Und was genau soll das überhaupt sein, leben und sterben?


Eintritt frei
Moderation: Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung, Vorsitzender der Jury des Bremer

Literaturpreises 2019)
Die Veranstaltung findet im kleinen Saal statt.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 27.01.2019
18:00

Ort
Konzerthaus Glocke

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Verleihung des 65. Bremer Literaturpreises

Feierliche Verleihung des mit 25.000 EUR dotierten 65. Bremer Literaturpreises an Arno Geiger für seinen Roman „Unter der Drachenwand“ und des Förderpreises an Heinz Helle für seinen Roman „Die Überwindung der Schwerkraft“ durch den Vorsitzenden der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber.

Bild: Heribert Corn


Arno Geiger wurde 1968 in Bregenz, Vorarlberg, Österreich, geboren. Er lebt seit 1993 als freier Schriftsteller in Wien und Wolfurt. 1997 erschien sein Debütroman „Kleine Schule des Karussellfahrens“.

„Unter der Drachenwand“: Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom „Brasilianer“, der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.


Bild: Suhrkamp Verlag

Heinz Helle wurde 1978 in München geboren, studierte Philosophie in München und New York und ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts. Er lebt heute mit Frau und Kind in Zürich.

„Die Überwindung der Schwerkraft“: Zwei Bier, und dann noch zwei – mehr braucht es nicht für etwas Nähe. Doch dass die Wärme des Alkohols nicht wirklich gegen die Kälte hilft, die draußen herrscht, wissen auch die beiden Brüder, die von Kneipe zu Kneipe ziehen. Der ältere trinkt längst ohne jeden Anlass, aus Trauer oder Wut. Und doch erzählt er dem jüngeren an diesem Abend nicht nur von Stalingrad und Marc Dutroux, sondern auch von seinem baldigen Vaterglück. Was beide nicht wissen: Es wird danach kein Wiedersehen geben. Was bleibt, sind die Erinnerungen an ihn und Fragen: Warum das Ganze? Was wollen wir auf der Welt? Und was genau soll das überhaupt sein, leben und sterben?


Begrüßung: Der Senator für Kultur, Bürgermeister Carsten Sieling
Musik: Håkon Kornstad (u.a. Saxophon)
Mit freundlicher Unterstützung von jazzahead!

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 28.01.2019
12:00

Ort
Bremer Rathaus

Kategorie(n)