Dogan Akhanli

Zu Gast bei der Globale 2018.

Dogan Akhanli wurde 1957 in der Türkei geboren und lebt seit 1992 als Autor in Köln. Er hat zahlreiche Romane und ein Theaterstück verfasst. In seinem Roman »Die Richter des jüngsten Gerichts« (dt. 2007) thematisiert er den Völkermord an den Armeniern 1915. 2013 erhielt er in Köln den Pfarrer-Georg- Fritze-Preis.


Bücher

Verhaftung in Granada

Erinnerungen, 2018
Kiepenheuer&Witsch, ISBN: 978-3-462-05183-4
224 Seiten, €9,99

oder Treibt die Türkei in die Diktatur? 19. August 2017: Spanische Polizisten verhaften Doğan Akhanlı, einen deutschen Staatsbürger, in Granada. Die Türkei hatte ihn über Interpol zur Festnahme ausgeschrieben. Die Tür seiner Zelle schließt sich hinter ihm – wieder einmal: Wie in einer Zeitkrümmung durchlebt er erneut die Monate und Jahre, die er in der Türkei als politischer Häftling verbracht hat – 1975, 1985–1987 und ab August 2010.

Die Tage ohne Vater

Roman, 2016
kitab, ISBN: 978-3902878656
193 Seiten, €18,50

Gleichsam mit dem letzten Atemzug findet der Vater die Formel, welche die Zahlen und die Liebe miteinander verbindet. Im ausgehenden 20. Jahrhundert flieht der Musiker Mehmet Nazim aus seinem Heimatland ins politische Asyl nach Köln. Die Erinnerungen an seinen Vater, den genialen Mathematiker, und an seine Kindheit begleiten Mehmet Nazim. Dabei werden politischen Kämpfe in der Türkei der 70er Jahre lebendig. Ihm eröffnet sich die Welt durch die Musik, mit ihr offenbaren sich die Spuren der Geschichte, seiner eigenen, seines Landes, seiner Liebe, der katastrophischen politischen Ereignisse.

Die Richter des jüngsten Gerichts

Roman, 2007
kitab, ISBN: 978-3902005984
240 Seiten, €18,00

Ein „Zeitreisender“, der weise Ümit Bey aus Izmir, steht im Zentrum. Zu den Zeitsprüngen kommen verschiedene Identitätswechsel: Ümit erlebt sich zeitweise als Armenier und Angehöriger der Opfer. Zugleich fordern Ümit Beys Identitätswechsel, aber auch die Schicksalsläufe einiger armenischer Protagonisten das Selbstverständnis einer Gesellschaft heraus, die sich nie in vollem Umfang ihrer nationalen Vergangenheit und noch nicht allzu weit entfernten Präsenz der Opfer bewusst werden konnte.