Demian Lienhard

Foto: © Laura J Gerlach

Zu Gast bei der Literarischen Woche 2020.

Demian Lienhard, geboren 1987 in Baden/Schweiz, hat in Klassischer Archäologie promoviert und arbeitete danach als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise mit unveröffentlichten Texten, darunter das „Schwazer Stadtschreiber“-Stipendium, war Finalist beim 24. und 26. „open mike“ in Berlin und gewann den 2. Preis beim „Literaturwettbewerb Prenzlauer Berg“ 2018. „Ich bin die, vor der mich meine Mutter gewarnt hat“ ist sein Romandebüt.


Bücher

Ich bin die, vor der mich meine Mutter gewarnt hat

Roman, 2019
Frankfurter Verlagsanstalt, ISBN: 9783627002602
360 Seiten, €24,00

Außer der Hochbrücke ist nichts besonders an der kleinen Stadt, in der Alba lebt – die 25 Meter fällt man bei Windstille in 2,28 Sekunden, die Straße darunter ist statistisch gesehen die tödlichste der Schweiz. Das Schuljahr ist noch nicht vorbei, und schon hat Alba auf diese Weise drei Mitschüler verloren. In Zürich gehen die Jugendlichen auf die Barrikaden, sie kämpfen für kulturellen Freiraum, gegen Wohnungsnot, Drogenelend, Überwachung. „Macht aus dem Staat Gurkensalat!“, lautet die Parole. Alba ist mittendrin und hat dazu noch ihre ganz eigenen Probleme. Eines davon: Jack. Eigentlich heißt er René, aber Jack ist einfach passender. Kurz nach Albas „Unfall“ werden sie ein Paar. Einmal ist Alba glücklich, aber keiner weiß besser als sie, dass alles einen Haken hat – gerade das Glück. Und wenn man erst auf die schiefe Bahn gerät, geht es rasant bergab … oder?