Alexis Jenni

Foto: Catherine Hélie

Zu Gast bei der Globale 2018

Alexis Jenni wurde 1963 in Lyon geboren, wo er heute am Lycée Saint-Marc Biologie und Naturkunde unterrichtet. Für seinen Roman „Die französische Kunst des Krieges“ (2011, dt. 2014) wurde er für den Prix Fémina und den Prix Médicis nominiert und am 2. November 2011 mit dem Prix Goncourt, dem höchsten französischen Literaturpreis ausgezeichnet.


Bücher

Die französische Kunst des Krieges

Roman, 2014
btb, ISBN: 978-3-442-74770-2
768 Seiten, €14,99

Als 1991 der erste Golfkrieg ausbricht, ist er für den jungen Erzähler nicht viel mehr als ein paar harmlose Bilder im Fernsehen – ein Geschehen, weit weg, das sein Dasein nicht berührt. Er lässt sich treiben wie immer, als ginge ihn das alles nichts an. Bis er eines Tages in einem Bistro Victor Salagnon kennenlernt, einen Greis, der als junger Mann in der Résistance gegen die Deutschen kämpfte und später in Indochina und Algerien in Frankreichs schmutzigen Kolonialkriegen diente. Salagnon ist ein begnadeter Tuschezeichner, aber er kennt auch das wahre Gesicht des Krieges: Er hat noch die Kunst des Tötens gelernt und ausgeübt.