Winterreise, Anthologie 2011

Vom 22.05.2013 in

Herausgegeben von Reinhard Rakow

Im Herbst 1827 vollendete Schubert die ‚Winterreise‘. Wie viele Schriften bis heute, 184 Jahre später, zu ihr entstanden sein mögen? Wie viele Regalmeter diese wohl füllen? Wie viele Gebäude? Das vorliegende Buch erweist der ‚Winterreise‘ (und dem ‚Winter‘, und dem ‚Reisen‘) facettenreich Referenz, indem es oft genug neue Sichten eröffnet, ungewöhnliche Töne anschlägt, und so Seite für Seite von der Aktualität des Themas kündet. Es belegt und es birgt die Gedanken und die Sprache unserer Zeit. Die eine andere ist als die Schuberts, auch die Sprache hat sich verändert und das Denken. Aber die Frage nach dem In-die-Welt-Geworfen-Sein und nach dessen Sinn ist geblieben. Dass dieses Buch die Rätsel der ‚Winterreise‘ nicht würde lösen können, war von vornherein klar. Dieses nicht und gewiss auch keines der Bücher, die in den kommenden 184 Jahren womöglich noch geschrieben werden. Das Mysterium bleibt und die Größe der Fragen und die Intensität des Nachdenkens. Schubert sei Dank.