The Best of McSweeny’s, Erzählungen 2008

Vom 24.07.2008 in

Zadie Smith, David Foster Wallace, A.M. Homes, Rick Moody, Jonathan Lethem – kaum zu glauben, dass es eine Zeit gab, in der die Erzählungen dieser Autoren niemanden interessierten. Bis Dave Eggers das Literaturmagazin »McSweeney’s« gründete. Heute, zehn Jahre später, zählen diese Autoren zu den wichtigsten englischsprachigen Erzählern der Gegenwart. Benannt wurde das Magazin nach Timothy McSweeney, einem mysteriösen Unbekannten, der vorgab, Dave Eggers‘ verschollener Onkel zu sein. Er wurde nie in die Familie aufgenommen. Und damit erging es ihm so ähnlich wie jenen Autoren, die am Anfang ihres Schaffens von allen möglichen Magazinen die immer gleichen Absagen erhielten: Ihre Erzählungen seien zu schräg, zu lang, zu kurz, zu zeitlos oder nicht zeitlos genug. Zadie Smith schrieb über Mädchen, die Mädchen lieben, David Foster Wallace über die unheimlichen Auswirkungen von Schönheitsoperationen. Rick Moody erzählte die Geschichte einer Familie, die im Mittleren Westen der USA eine Straußenfarm betreibt. Jonathan Lethem schrieb eine Hommage an Kafka, William T. Vollmann über den Tod und Arthur Bradford über eine sehr große, glänzende Schnecke. Dave Eggers liebte diese Erzählungen, ihre krude Mischung aus Fakten und Fiktion, Humor und Tragik, Experiment und klassischem Erzählen. Und er schuf ihnen ein Forum, in dem sie sich ohne Rücksicht auf Konventionen entfalten konnten. Seit zehn Jahren macht McSweeney’s nun aus den Außenseitern der Literaturbranche die Stil-Ikonen einer ganzen Generation.