Raubkind. Von der SS nach Deutschland verschleppt

Vom 21.08.2018 in

Mit Mitte Siebzig gerät das Leben von Klaus B. aus den Fugen: Da erfährt er, dass er mitnichten ein Waisenkind aus Dresden ist, sondern 1943 aus Polen verschleppt wurde, um aus ihm „einen guten Deutschen“ zu machen. Dazu wurden sein Name und seine Herkunft gefälscht, dazu musste er seine Muttersprache vergessen, dazu wurde er bei einer deutschen SS-Familie untergebracht, bei der er aufwuchs. Ein Schicksal, das Klaus B. mit zehntausenden Kindern aus Polen und anderen osteuropäischen Staaten teilt. Nur wenigen ist eine vollständige Aufklärung vergönnt, viele wissen bis heute nichts von ihrem Schicksal oder ihrer Herkunftsfamilie. Klaus B. hatte Glück und kann Geschwister in die Arme schließen.