Phantomschmerz – Roman 2005

Vom 22.09.2014 in

Robert Mehlman, Mitte dreißig, ist Schriftsteller und Lebemann. Er hat drei Musen, zwischen denen er sich durchlaviert und die er schreibend porträtiert: Da ist jene sinnliche Puertoricanerin, die ihm im Café den leckersten Cappuccino serviert. Und seine Ehefrau, die mittlerweile keine Märchenprinzessin mehr ist: Du bist wie ein Stein, den ich jeden Tag wieder den Berg hochrollen muss, hat er erst neulich zu ihr gesagt. Und schließlich ist da noch Rebecca: eine Femme fatale in Ausbildung, doch hatte der Ausbilder ein paar Lektionen übersprungen, wodurch ich nun mit einer verhinderten Femme fatale am Tisch saß, die zur Hälfte noch ein kleiner Troll war. Ein Mann zwischen drei Frauen, allein mit seinen Illusionen, seinen Träumen – aber mit dem nötigen Wahnwitz, das Leben als Rausch zu begreifen: Robert Mehlman befindet sich in diesem wunderbaren New-York-Roman auf dem Highway der Gefühle. In einer Limousine mit Wasserbett rast er dem Leben hinterher, will es einholen, überholen, dem Alltag entfliehen – und bremst dabei sich selber aus …

Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten