Im Weg, Dialoge 2008

Vom 31.07.2013 in

30 Tage –
42 Seiten Tagebuch, 20 Seiten Zeichnungen in Schwarz-Weiß von unterwegs, 6 Gedichte, dazu einige bunte Ölkreide-Skizzen und Aquarelle,
also ein schönes Buch, das mit Aufmerksamkeit gestaltet werden will.
Das Tagebuch sollte nicht im Vordergrund stehen, sondern wie ein roter Faden die Lesenden begleiten, die über Bilder und Gedichte sich einlassen auf die Meditation des Weges.

Die Sprache des Tagebuchs ist lakonisch knapp, aber immer konkret.
Der Weg – Mitte Juli bis Mitte August 2007 – führt durch Deutschland, da wo es am stärksten durch Industrie und Straßen verdichtet ist, gleichwohl durch Landschaft.
Die Autorin, die allein wandert, berichtet von den Mitteilungen ihrer Gastgeber, der Schilder am Straßenrand aber auch des eigenen Körpers, des inneren Stimme. Sehenswürdigkeiten sind Bäume und Glockenblumen, die Schleifen der großen Ausfallstraßen in Dortmund, das Skulpturenprojekt in Münster. Sie verknüpft assoziativ, so wie sich Gedanken verknüpfen beim Gehen. So entseht ein liebevoll-kritisches Bild von dem deutschen Landstrich, den sie durchwandert. Dem Gewohnten setzt sie eine ungewohnte Lebensweise entgegen, das Auf-dem-Weg-sein. Dass sie im Vertrauen auf Gott geht, spürt man. Gleichwohl ist die Auseinandersetzung mit den Glaubensaussagen der Kirchen eigenwillig.