Erinnerungen an die Gegenwart – Erzählungen

Vom 11.06.2014 in

Moritz Rinke kauft sich einen Hochzeitsanzug und macht in Istanbul Revolution. Er besucht mit Christian Wulff einen Therapeuten fürs Karriereende, schreibt für Seehofer Briefe an dessen Ex-Freundin und analysiert das Regierungsinstrument namens SMS. Er durchstreift unsere Gegenwart, wird zu ihrem Chronisten und entdeckt die Farce als höhere Gesellschaftsform. Er trifft den zweiten Mann auf dem Mond, vergnügt sich mit Max Frisch im Stundenhotel, sieht Hölderlin in deutschen Talk-Shows und schiebt Mozart in die iCloud. Zuletzt steht er mit der allgegenwärtigen Krise vor dem Kanzleramt im Schnee. Klug und wortgewandt, witzig und anrührend nimmt Moritz Rinke in seinen Texten die Wirklichkeit in den Blick, findet überall die Tyrannei des Augenblicks und nur in der Fiktion den feinen Moment des Innehaltens und Überdauerns.