Das Gewächshaus, Erzählung 2007

Vom 23.07.2007 in

Als Studentin stieß Sophia abermals auf das Bild des Malers G. F. Watts: „Hope“. Es stand gar nicht im Mittelpunkt der Vorlesung. Eher zufällig, während sie in einer Dokumentation blätterte, traf sie darauf. Aber sofort überfiel sie eine tiefe Trauer, aus der furchtbare Erinnerungen wie Lava herausquollen. Und jetzt erst, nach all den Jahren, begann sie darüber zu weinen. Da machte sie sich auf die Suche nach sich selbst, „in jenen Tagen, als die grauen Hände nach ihr griffen…“
In dieser romanhaften Erzählung um eine Magersüchtige geraten in traumhaft schönen Sprachbildern das rätselhafte Zusammenspiel von Eros und ICH, von befremdlicher Distanz und unstillbarer Sehnsucht nach Nähe zu einem denkwürdigen Gleichnis von hohem poetischem Rang.