67. Bremer Literaturpreis für Marion Poschmann

Marion Poschmann erhält den mit 25.000 € dotierten Bremer Literaturpreis im Jahr 2021 und Jana Volkmann wurde der Förderpreis zum Bremer Literaturpreis von der Jury zugesprochen, der mit 6.000 € dotiert ist.

Die Schriftstellerin Marion Poschmann erhält den 67. Bremer Literaturpreis für ihren im Suhrkamp Verlag erschienenen Gedichtband Nimbus.
Die Jurybegründung zur Vergabe lautet: „Der Gedichtband Nimbus überführt mit großem Formbewusstsein die Tradition der Naturlyrik in das Zeitalter von Klimawandel und Artensterben. Ihre Gedichte fügen Kindheitserinnerungen, präzise Gegenwartsbeobachtung und historische Wissensspeicher zu Naturbildern zusammen, die durch ihren Reichtum an Details bestechen.“

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik in Bonn und Berlin. An der Berliner Hochschule der Künste studierte sie Szenisches Schreiben. Heute lebt Marion Poschmann in Berlin. 2018 wurde sie ausgezeichnet mit dem Klopstock- Preis für ihren Roman Die Kieferninseln (2017), der auch auf den Shortlists sowohl für den Deutschen Buchpreis 2017 als auch in der englischen Fassung (The Pine Islands) für den Man Booker Prize 2019 stand.

Im Jahr 2021 wird der Förderpreis zum Bremer Literaturpreis der Autorin Jana Volkmann für ihren im Verbrecher Verlag erschienenen Roman Auwald verliehen. Der Förderpreis wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentliche Versicherungen Bremen – finanziert.
Die Jury begründet die Vergabe: „Der Roman Auwald demonstriert ihr beeindruckendes Talent für eine dichte Wahrnehmungsprosa und sie verwandelt auf originelle Weise ein Katastrophengeschehen in die Möglichkeit, sich einer privaten Krise zu stellen.“

Jana Volkmann, geboren 1983 in Kassel, studierte in Berlin Europäische Literaturen und arbeitet derzeit an einer Dissertation über Hotels in der Gegenwartsliteratur. Sie lebt als freie Autorin und Journalistin in Wien.

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2021 tagte unter dem Vorsitz von Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung) mit den Mitgliedern:
Richard Kämmerlings (Die Welt), Barbara Lison (Stiftung Bremer Literaturpreis), Dr. Wiebke Porombka (Deutschlandradio Kultur), Michael Sieber (Stiftung Bremer Literaturpreis), Tonio Schachinger (Förderpreisträger 2020, Österreich), Dr. Daniela Strigl (Österreich), Dr. Stefan Zweifel (Schweiz).

Preisverleihung:
Es ist vorgesehen, die Preise am 18. Januar 2021, um 12.00 Uhr im Bremer Rathaus zu verleihen. Am Vorabend der Preisverleihung soll eine moderierte Lesung der beiden Preisträger um 18.00 Uhr in der Glocke stattfinden.

Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten Literaturpreise der Bundesrepublik.     Er wurde erstmals 1954 vergeben. Zusätzlich wird ab 1977 ein Förderpreis verliehen, der seit 2005 von    der ÖVB – Öffentliche Versicherungen Bremen – finanziert wird.

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