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Heins, Katrin "Wenn ich schreibe, entsteht in meinem Kopf diese merkwürdige & sehr wohltuende Empfindung für etwas, das ich schreiben will; meine eigene Sicht der Dinge." (Virginia Woolf / 8. April 1921) Vor dem Text ist die Gestalt, flüchtig wie ein Flaschengeist oder dicht wie ein Schatten. Sie zieht ein in Denken und Träumen. Ihre Sinne werden es, durch die die Autorin Welt wahrnimmt. Ein zweites tritt hinzu, ein weiteres, Orte etwa, Gesten, Handlungen. Bald darauf oder Jahre später: Ein erster Satz, dem weitere folgen. Ein Text wächst, Wort für Wort, Satz für Satz, Gedanke für Gedanke, Sprung für Sprung. Die Autorin hat gelernt, auf die Worte, die Sprünge zu vertrauen. Mit dem letzten Wort hat sich die Gestalt gleichzeitig verflüchtigt und materialisiert. Gestalt ist zu Text geworden, ähnlich oder anders. Und so ist mein Schreiben. Und auch ganz anders. Die Autorin erfindet sich in jedem Satz, in jeder Figur und in sich selbst. | ||||||||
Vita
Katrin Heins, Jahrgang 1969, ausgebildete Schifffahrtskauffrau und Germanistin ohne Abschluss, lebt und schreibt in Bremen. Zur Zeit arbeitet sie an einem Roman.
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Veröffentlichungen (Auswahl)
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