Rena Dumont erhält das Prager Literaturstipendium 2015

Das virtuelle Literaturhaus Bremen und das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren vergeben zum fünften Mal das „Prager Literaturstipendium 2.0“. Diesjährige Preisträgerin ist die Schriftstellerin und Schauspielerin Rena Dumont.

Die Jury des Prager Literaturhauses Deutschsprachiger Autoren war „von der bildhaften und glaubwürdigen Beschreibung des Alltags in der Tschechoslowakei vor 1989 beeindruckt. Die Realität wird hierbei weder beschönigt noch dämonisiert, sondern sachlich sowie mit großem Sinn fürs Detail, und doch nicht ohne Emotionen beschrieben.“ Und weiter: „Die Folgen der Emigration, die die Autorin in ihren Texten behandelt, haben nichts von ihrer Aktualität eingebüßt – im Gegenteil.“
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Rena Dumont (Foto: Christian Hartmann), geboren 1969 im mährischen Städtchen Prostejov, flüchtete als Siebzehnjährige mit ihrer Mutter nach Deutschland. Es folgten acht abenteuerliche Monate im Asylbewerberheim Königssee, dann zog sie nach München und vier Jahre später zum Schauspielstudium nach Hannover. Seit 1995 tritt sie an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen auf. Sie spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen und schreibt Drehbücher und Kurzgeschichten. Ihr erster Jugendroman Paradiessucher ist 2013 bei Hanser erschienen. Rena Dumont lebt in München.

Mehr zur Preisträgerin:
http://www.renadumont.de/

Ab dem 15. September wird die Preisträgerin via Netz-Tagebuch über ihren Aufenthalt aus der tschechischen Hauptstadt berichten.
Die „Prager Literaturstipendium 2.0“ ist mit 1.500 Euro dotiert. Neben dem Preisgeld erhält die Preisträgerin einen sechswöchigen Aufenthalt in einer Wohnung in der Altstadt von Prag von Mitte September bis Ende Oktober 2015.


Das „Prager Literaturstipendium 2.0“ wird realisiert vom virtuellen Literaturhaus Bremen, dem Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren, der Agentur pro-tisk und dem Verein Porta Bohemica.

Bisherige Preisträger waren Akos Doma (2014), Volker Harry Altwasser (2012), Christiane Neudecker (2011) und Susanne Berkenheger (2010).

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