Jeanette Schocken Preis - Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur e.V.

Jeanette Schocken Preis – Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur e.V.

Kontakt:
>> kulturamt@magistrat.bremerhaven.de
>> www.jeanette-schocken-preis.de
Tel.: 0471 – 590 28 49 / 0471 – 391 99 20
Fax: 0471 – 590 28 78 / 0471 – 391 99 99

Der „Jeanette Schocken Preis – Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur“ ist ein Literaturpreis, dessen Preissumme von 7.500 € (seit 1999) nicht durch die Öffentliche Hand, sondern durch Spenden Bremerhavener Bürgerinnen und Bürger aufgebracht wird. Der Preis, der 1991 erstmals vergeben wurde, wird im zweijährigen Turnus verliehen.

Dafür ist eine unabhängige Jury verantwortlich, der Carola Stern, Zsuzsanna Gahse, Hugo Dittberner, Wolfgang Emmerich und Wend Kässens angehören. Nach dem Tod von Wolfgang Promies und Elsbeth Wolffheim im Jahr 2002 sind Wend Kässens und Zsuzsanna Gahse als neue Mitglieder berufen worden.

In der Präambel des Statuts für den Preis heißt es: „Am 06. Mai 1933, vier Tage früher als im übrigen nationalsozialistischen Deutschen Reich, wurden auf dem Marktplatz in Bremerhaven unter öffentlichem Beifall Bücher verbrannt. Dieses Tages soll durch die Stiftung eines Literaturpreises gedacht werden.
Er erhält den Namen „Jeanette Schocken Preis – Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur“. Mit der Namensgebung wollen die Initiatoren, ein gemeinnütziger Verein, und die Stadt Bremerhaven nicht nur an die Bücherverbrennung und die Vernichtung des Geisteslebens durch den Nationalsozialismus, sondern auch an das Schicksal all jener Menschen, die vor der Barbarei der Nationalsozialisten flohen oder ihr zum Opfer fielen, erinnern.

Die Hafenstadt Bremerhaven war für viele Verfolgte die letzte Station in Deutschland auf der Flucht ins Exil. Die Bremerhavener Kaufmannsfamilie Schocken bot, solange sie konnte, den Verfolgten Zuflucht. Jeanette Schocken wollte mit ihrer kranken Tochter nicht fliehen. Beide wurden am 17. November 1941 gemeinsam mit anderen Bremerhavener Bürgern jüdischen Glaubens nach Minsk deportiert und dort ermordet.

So heißt es im Statut: „Der Literaturpreis, der ihren Namen trägt, soll ein Zeichen setzen gegen Unrecht und Gewalt, gegen Haß und Intoleranz. Mit dem Bekenntnis zur verbotenen und verbrannten, zur unterdrückten und ausgegrenzten Literatur verbindet der Preis die Ermutigung an alle schreibenden Künstler, deren Literatur für dieses Bekenntnis steht, und die deshalb der Förderung, Hilfe und Anerkennung bedürfen.“

Ansprechpartner:
Dr. Gisela Lehrke
Dr. Manfred Ernst (Vorsitzender des Vereins)

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Adresse
Stadthaus 1 27524 Bremerhaven Deutschland

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