Prager Stipendium für Juliana Kálnay

Das Prager Literaturstipendium geht in diesem Jahr an die 1988 geborene Autorin Juliana Kálnay. Ab dem 1. September wird die Preisträgerin via Blog-Tagebuch über ihren Aufenthalt aus der tschechischen Hauptstadt berichten und dort im Rahmen des Festivals „Literatur im Park“ lesen.

Juliana Kálnay (Foto: Mathias Prinz) hat mit ihrem 2017 bei Wagenbach erschienenen Buch „Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“ ein hochgelobtes Romandebüt vorgelegt, das bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Juliana Kálnay wuchs in Köln und Málaga als Tochter argentinischer Eltern auf. Sie studierte Literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim und lebt heute in Kiel. Aktuell hat die Schriftstellerin die Übersetzung ihres ersten Romans in die spanische Sprache fertig gestellt.

Zur Begründung der Jury: „Der eingereichte Prosatext  – Erkundung flusswärts – von Juliana Kálnay erzählt von einer Stadterkundung, die nach scheinbar festen Spielregeln verläuft und dabei doch ins Offene führt. In ihrer Annäherung an Prag verzichtet die Autorin gänzlich auf die üblichen, klischeehaften Ortsbegehungen. Juliana Kálnay zeigt sich mit ihrem Text als Meisterin der einfachen Sprache, die viele Leerstellen lässt.
Wie schon in ihrem Erstlingswerk blitzt auch in diesem Text die Charakteristik des Geheimnisvollen auf. Ihre skizzenhaft hingeworfene Prosa erlaubt es, dem eigenen Vorstellungsvermögen freien Lauf zu lassen.“

Das Prager Literaturstipendium ist mit 1.000 Euro dotiert. Neben dem Preisgeld erhält die Preisträgerin einen vierwöchigen Aufenthalt in einer Wohnung in der Altstadt von Prag.
Die deutsch-tschechische Autorenförderung wird realisiert vom virtuellen Literaturhaus Bremen, dem Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren und dem Verein Porta Bohemica.

Bisherige Preisträger waren Inge Buck (2017), Gesa Olkusz (2016), Rena Dumont (2015), Akos Doma (2014), Volker Harry Altwasser (2012), Christiane Neudecker (2011) und Susanne Berkenheger (2010).

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