Jürgen Dierking bleibt unvergessen

Das Literaturhaus Bremen trauert um sein ehemaliges Gründungsmitglied Jürgen Dierking. Der Autor und Übersetzer starb am 14. Juni in Bremen.
Jürgen Dierking-2-Druck_600Jürgen Dierking, Jahrgang 1946, stammt aus Bremen, wo er Kindheit wie Jugend verbrachte und seit 1979 wieder lebte. Nach dem Zivilen Ersatzdienst in Tübingen studierte er dort Germanistik, Geschichte und Philosophie (1966-69). Wieder in Bremen recherchierte er als Kulturpädagoge zur Geschichte des Bremer Literaturpreises (1984-86) und gestaltete das Literaturprogramm der „Breminale“ (1987-92), bevor er nachhaltig das Profil des Bremer Literaturkontors prägte (1992-2006). Ebenso lange war er Redakteur und schließlich Mitherausgeber von STINT – Zeitschrift für Literatur, lieferte aber immer wieder auch Arbeiten für die horen (von Band 149 / 1988 bis Band 259 / 2015).
Den „ÜbersetzerInnen-Treff Bremen & umzu“ rief er 1994 ins Leben, und im Jahr darauf initiierte er die Friedo-Lampe-Gesellschaft (1995-2012), der er mehrfach vorsaß. Er gehörte (1996 und ’97 in Berlin) zu den Anregern des DÜF (Deutscher Übersetzerfonds) und war 2004 Mitglied im Gründungsvorstand des (virtuellen) Bremer Literaturhauses.
Überdies genoß er einen sehr guten Ruf als Vorleser. Gebannt hingen Zuhörerinnen und Zuhörer an den Lippen eines Menschen, der ihnen klassische Literatur vorlas. In Bremen geschah das seit vielen Jahren regelmäßig mehrfach pro Woche. Der Vorleser war Jürgen Dierking – ein „homme de lettre“ und „ein wandelndes Literatur-Lexikon“, wie ihn der Schriftsteller und Radio Bremen-Kultur-Redakteur Michael Augustin gern nannte.

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