Jeanette-Schocken-Preis 2017 für Aris Fioretos

Der schwedische Schriftsteller griechischer Herkunft Aris Fioretos erhält den diesjährigen Bremerhavener Jeanette-Schocken-Preis. Fioretos wird für seinen 2015 erschienen Roman „Mary“ ausgezeichnet. Er erzählt von einer jungen Frau unter der griechischen Militärdiktatur der siebziger Jahre.

Fioretos_25270_MR.inddDer „höchst aktuelle und politische Roman zeigt die bedrohliche Allgegenwärtigkeit von diktatorischer Willkür“, so die Jury in ihrer Begründung. Der Roman sei ein leidenschaftlicher Appell für moralische Werte. Der Schriftsteller sagte, er sei geehrt, gerührt und herrlich überrascht.

„Bücher sollten zäh sein, wie Erinnerungen an Menschen und Geschehnisse, die uns nicht in Ruhe lassen. Wenn Mary dies mit der Namensgeberin des Preises  gemeinsam haben dürfte, ich wäre doppelt dankbar.“

Aris Fioretos

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Der Jeanette-Schocken-Preis ist mit 7.500 Euro dotiert. Er wird alle zwei Jahre verleihen und erinnert an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten und die Ermordung der Juden. Er ist nach der Bremerhavener Jüdin Jeanette Schocken benannt, die 1941 deportiert und ermordet wurde. Frühere Preisträger sind unter anderem Gerhard Roth, Péter Esterházy und Lizzie Doron.

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