Filmtipps für Buchwürmer

Das City46 hat im Dezember einiges in seinem Kinoprogramm versteckt, das euch hoffentlich vom Lesen weg und zum Anschauen verführen kann. Viel Vergnügen!

  • Drehbuchautor Lars Hubrich wird über den Weg vom Buch zum Erfolgsfilm TSCHICK sprechen.
  • Premiere der Dokumentation „Peter Handke. Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte“.
  • Premiere von „Vor der Morgenröte – Stefan Zweig in Amerika“ mit Einführung
  • Die etwas andere Bob Dylan-Biographie  „I’m Not There“.

Tschick / Zweite Chance:

tschickDer 14-Jährige Maik sieht den großen Ferien mit gemischten Gefühlen entgegen, denn die Eltern sind mit sich beschäftigt. Als sein neuer Klassenkamerad, der aus Russland stammende „Tschick“, in einem geklauten Lada in die ostdeutsche Wallachei fahren will, steigt Maik ein. Für beide ist es wohl die letzte unbeschwerte Reise vor dem Erwachsenwerden. Der Erfolgsfilm nach dem Erfolgsroman.

D 2016, Regie: Fatih Akin, mit Tristan Göbel, Anand Batbileg, Mercedes Müller, 93 Min.

Fr. 2.12. / 20:30 * mit Gast: Drehbuchautor Lars Hubrich;

Do. 1.12., So. 4.12. / 20:30; Mo. 5.12. – Mi. 7.12. / 18:00


Peter Handke. Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte:

handkeSeit einem halben Jahrhundert gehört der Österreicher Peter Handke zu den bekanntesten zeitgenössischen Autoren deutscher Sprache. Die Titel seines Sprechstücks „Publikumsbeschimpfung“, seines Krimis „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ oder seiner Erzählung „Wunschloses Unglück“ sind längst in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Als Person dagegen hat er bis heute etwas Rätselhaftes behalten. Denn kaum hatte sich der große Erfolg eingestellt, da zog er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Corinna Belz hat den Autor nun in seinem Haus in der Nähe von Paris besucht. Ihr Film gibt Einblick in Handkes Denken und Schreiben und bietet mit Hilfe von Dokumenten und Archivaufnahmen einen Rückblick auf das bisherige Leben dieses bis heute stets streitbaren Schriftstellers.

„Nach GERHARD RICHTER PAINTING hat Corinna Belz erneut einen unwiderstehlichen, klugen, im besten Sinn begeisternden Film geschaffen, der überraschende Einblicke in das Denken, die Arbeit und das Leben des Schriftstellers Peter Handkes eröffnet. Ein Film über das Schreiben, über die Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihre Verwandlung in Kunst, über die Kunst und Notwendigkeit des Erfindens – und über die die großen, unverzichtbaren Fragen, die uns Peter Handke eindringlich und zuweilen unerwartet liebevoll stellt: „Was ist jetzt? Wie soll man leben?“ (Text: Verleih)

D 2016, Regie: Corinna Belz, mit Peter Handke, 89 Min.

Fr. 2.12. / 18:00; Sa. 3.12. / 20:00; So. 4.12. + So. 11.12. / 11:00; So. 4.12. + So. 11.12. / 16:15; Mo. 5.12. + Mi. 7.12. / 20:30;


Vor der Morgenröte – Stefan Zweig in Amerika / AG Kirche und Kino:

zweig1934 – Stefan Zweig ist auf dem Höhepunkt seines literarischen Schaffens. Doch die politische Lage bedroht den jüdischen Schriftsteller. Seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland wird deren Einfluss auch in Zweigs Heimatland Österreich immer größer. Dem überzeugten Pazifisten unterstellen die Nazis unerlaubten Waffenbesitz und ordnen eine Hausdurchsuchung an. Zweig entschließt sich daraufhin, ins Exil zu gehen. Seine Flucht führt ihn über England in die USA, nach Argentinien und schließlich nach Brasilien. Obwohl er in Sicherheit ist und überall gastlich aufgenommen wird, fällt es ihm schwer, sich in einer neuen Kultur einzuleben. „Ein Mensch ohne Heimat“, sagt er „ist ein Mensch ohne Zukunft“.

Maria Schrader hat einen historischen Film über einen großen Künstler gemacht und dabei einen Film über die Zeit, in der Europa auf der Flucht war.

D/Österreich/Frankreich 2015, Regie: Maria Schrader, mit Josef Hader, Barbara Sukowa, Aenne Schwarz, Matthias Brandt, 106 Min.

Di. 6.12. / 20:30 * m. Einführung;

Fr. 9.12. / 18:00; So. 11.12. + Mo. 12.12. / 20:30;


I’m Not There / Literaturnobelpreis 2016:

Bob Dylan, gefeiert als Stimme einer neuen Generation, erfindet sich als Bandleader immer wieder neu. Nicht immer ist das nach dem Geschmack seiner Fans. Der Film erzählt mit sechs Schauspielern, die in sechs Geschichten den Künstler darstellen, von einigen Facetten der Persönlichkeit Bob Dylans. Er hat Erfolg als Schauspieler, scheitert als Vater und gerät als christlicher Prediger in Vergessenheit, bis er sich als in die Jahre gekommener Outlaw im Hinterland von Missouri noch einmal auf die Reise macht.

USA, D 2007, Regie: Todd Haynes, mit Christian Bale, Cate Blanchett, 136 Min., OmU;

Fr. 9.12. + Sa. 10.12. / 20:30; So. 11.12., Di. 13.12. + Mi. 14.12. / 18:00


CITY 46 / Kommunalkino Bremen e. V. | Birkenstraße 1 | 28195 Bremen
Kartenreservierung:
Tel. 0421.957 992 90 // www.city46.de // ticket(at)city46(dot)de
Die Kasse ist täglich eine halbe Stunde vor dem ersten Vorstellungsbeginn geöffnet.
Barrierefrei mit Fahrstuhl, WC und ebenerdigem Zugang zum Kino.
Parkhäuser Breitenweg und Hillmannplatz
Straßenbahnen 4, 6, 8 und Bus 24, Haltestelle Herdentor
Radparkplätze am Hillmannplatz

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