Zu Gast: Sandra Hoffmann

Lesung und Gespräch mit der Hans-Fallada-Preisträgerin 2018

Die unzuverlässige Grammatik von Erinnerungen, mit der verschüttete Geschichten schreibend geborgen werden, bestimmt die Bücher von Sandra Hoffmann. Nach ihrer aus 52 Tagebuchnotizen montierten Erzählung „Schwimmen gegen blond“ (2002), ihrem auf eine vergangene Liebe rückschauenden Roman Liebesgut (2008), veröffentlichte Sandra Hoffmann in den letzten Jahren zwei Bücher, die tief in ihre eigene Geschichte und in die deutsche Vergangenheit hineinreichen.
In „Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist“ (2012) lässt sie den mit 16 Jahren als polnischer Zwangsarbeiter ins Schwäbische verschleppten Janik Bilinski auf dem Sterbebett seine verdrängte Geschichte schmerzhaft und sprunghaft erinnern und erzählen. Ein zutiefst berührendes Buch, für das die Autorin mit dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet wurde. In ihrem Roman Paula (2017) untersucht sie ihre eigenen Wurzeln und erzählt einen Familienroman, in dem der Macht des Schweigens zwischen den Generationen die Kraft der Sprache entgegengesetzt wird. Die 1967 im schwäbischen Laupheim geboren Sandra Hoffmann wurde Ende Oktober für „Paula“ mit dem Hans-Fallada-Preis ausgezeichnet.

Im Theater Bremen liest sie aus den beiden Büchern und kommt mit Dramaturgin Simone Sterr ins Gespräch.


Eintritt: 5.- €

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 25.01.2018
19:30

Ort
Theater Bremen

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