Vernissage der Graphic-Novel-Ausstellung „SARTRE“

In Anwesenheit der Autorin Mathilde Ramadier

Jean-Paul Sartre (1905-1980), der kleinwüchsige große Denker, der philosophische Querkopf Frankreichs, der sich ein halbes Jahrhundert in zahlreiche politische Debatten auch über die Grenzen seines Landes hinaus eingemischt hat, lernte schon 1922 an der Universität Simone de Beauvoir (1908-1986) kennen, die zeit seines Lebens seine Weggefährtin werden sollte, und mit der ihn temporär auch eine sehr offene Liebesbeziehung verband. Die Freundschaft zur Philosophin und bedeutenden Feministin überdauerte jede andere Liaison und hatte auch eine intellektuelle Dimension, die auf Augenhöhe stattfand und beider Denken bereicherte und beeinflusste.
Beide sollten sich zu bedeutenden Philosoph(inn)en und Schriftsteller(innen) entwickeln. Die Liaison, die schon in vielen Biografien en détail analysiert wurde und auch Stoff für mehrere französische „Bio-Pics“ der vergangenen Jahre bot, steht, neben dem Heranwachsen des jungen Jean-Paul, seine Zeit als Pennäler und Student, auch im Mittelpunkt der Graphic Novel, die die in Berlin lebende französische Szenaristin Mathilde Ramadier konzipiert und geschrieben hat. Sie nimmt sich nicht weniger vor, als das ganze ereignisreiche Leben Sartres (1905-80), und das auf etwa 140 Comic-Seiten plus einigen Seiten Kurzbiografien der zahlreichen prominenten Bekanntschaften Sartres (wie u.a. Albert Camus, Boris Vian, André Malraux) und de Beauvoirs als Zugabe.


Die Ausstellung dauert bis zum 31.Juli

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 11.06.2018
19:00

Ort
Institut français

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