Stefan Hertmans: Die Fremde

Als Stefan Hertmans erfährt, dass seine zweite Heimat, der Ort Monieux in Frankreich, vor tausend Jahren Schauplatz eines Pogroms durch die Kreuzritter war, begibt er sich auf Spurensuche. Unter den Überlebenden soll eine junge Frau christlicher Herkunft gewesen sein. Diese historisch verbürgte Figur lässt ihn nicht mehr los, er tastet sich erzählend an ihr Leben heran. Vigdis nennt er die Frau, die für die Liebe zum Sohn des Rabbi ihre Existenz aufs Spiel setzt und zu Hamutal wird, die alles verliert und ganz allein nach Jerusalem aufbricht. Mit seiner grandiosen literarischen Rekonstruktion dieser Geschichte von Liebe, Gewalt und religiöser Verfolgung ist Hertmans ein erschreckend gegenwärtiger Roman gelungen. (Hanser Berlin 2017)

Stefan Hertmans, geboren 1951, gilt als einer der wichtigsten niederländischsprachigen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der flämischen Gemeinschaft für Prosa. Für „Der Himmel meines Großvaters“ erhielt er 2014 den AKO Literatuurprijs und De Gouden Uil.


Moderation: Karen Struve

Die Veranstaltung findet im Kleinen Haus statt.

Im Rahmen der „globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur“ und des Festivals „Passage Mittelmeer. Raum der Begegnung und Hoffnung, Sehnsuchtsort, Todesfalle und Brücke der Völker“ in Kooperation mit dem Theater Bremen.

Tageskarte für Passage Mittelmeer: 10€ (erm.: 7 €)

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 04.11.2017
15:00

Ort
Theater Bremen

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