Karin Wetterau: »68 – Täterkinder und Rebellen«

Karin Wetterau liest aus ihrem neuen Buch. Im Anschluss Gespräch mit der Autorin, zwei AktivistInnen von 1968, Susanne Schunter-Kleemann und Eike Hemmer und dem Historiker Karl Heinz Roth (angefragt). Moderation: Henning Bleyl.

Hunderttausende überwiegend junger Menschen protestieren in den 1960er Jahren weltweit gegen Rassismus, Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg. In Deutschland sind es die Kinder der NS-Generation, die aufbegehren und im Schatten einer nationalen Verbrechensgeschichte auf die Weltrevolution hoffen und für internationale Solidarität auf die Straße gehen.
Die Ermordung des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 durch einen Westberliner Polizisten wird zum Fanal einer Mobilisierung und Radikalisierung, die über den ursprünglich universitären Rahmen der Studentenbewegung weit hinausgeht und große Teile der Jugend erfasst. Am Ende steht eine veränderte Republik. Karin Wetteraus Buch erzählt die Geschichte einer rebellischen Generation, die zwischen Geschichtslast und Geschichtslosigkeit nach neuen Wegen sucht und in der Revolte die historische Hypothek der NS-Vergangenheit abzutragen versucht. In der Darstellung werden biografische Skizzen, historisches Ereignis und politische Reflexion verknüpft.

>> zum Interview mit Karin Wetterau


Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Bremen, Bremer Literaturkontor, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bremen, Buchhandlung Leuwer

Zentralbibliothek / Wall-Saal – Zugang außen über Am Wall,
Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 05.09.2017
19:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

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