Johannes Fried: Eine Geschichte des Weltuntergangs

litwo-41Lesung im Rahmen der 41. Literarischen Woche Bremen


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Zum Buch: „Sacco di Roma“, Tambora, 9/11, Tsunami – die Weltgeschichte ist voller Ereignisse, in deren Zusammenhang immer aufs Neue vom drohenden Weltuntergang gesprochen wurde. Endzeitängste sind jedoch ein besonderes Phänomen der abendländischen, christlichen Kultur.Mit diesem Buch liegt erstmals eine umfassende Ideengeschichte der Apokalypse vor. Von den biblischen Propheten bis zu den heutigen Tageszeitungen ist die christliche Kultur geprägt vom Glauben an ein unerbittliches Ende. Johannes Fried spannt den Bogen seiner Erzählung von der vorchristlichen Antike über das Zeitalter der Aufklärung bis hin zur jüngsten Gegenwart. Sowohl Geistesgeschichte wie auch Populärkultur und Wissenschaft bieten eine unerschöpfliche Vielfalt an faszinierenden Beispielen. Es stellt sich heraus, dass sich die Endzeitvisionen nicht mit fortschreitenden wissenschaftlichen Erkenntnissen verflüchtigen – vielmehr sind sie tief verwurzelt in unserem unbewussten Weltbild und bis heute aktuell.

Zum Autor: Johannes Fried war bis zu seiner Emeritierung Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Frankfurt. 1995 erhielt er den Preis des Historischen Kollegs (Historikerpreis) und 2006 den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa.


Begrüßung: Barbara Lison (Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung)
Moderation: Katrin Krämer (Nordwestradio)
Eine Veranstaltung der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung in Kooperation
mit der Stadtbibliothek Bremen und der Sparkasse Bremen.

Veranstaltungsort: Wall-Saal
Eintritt: 6 eur / 4 eur erm.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 23.01.2017
19:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

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