Herbert Eisenschenk: Experiment Auroville

»Leben auf eigene Gefahr«

Kann eine Gesellschaft ohne Geld, Parteien, Polizei und Religionen funktionieren? In einem kleinen Ort Südindiens findet seit fast fünfzig Jahren ein einzigartiges Experiment statt. Aus der Suche nach alternativen Lebensformen heraus gegründet, gelingt es den Menschen in Auroville erfolgreich, die Idee eines bewussten und “besseren” Menschseins in ihrem Lebensalltag umzusetzen. Einer der Grundsätze in Auroville ist freiwilliger Verzicht auf Besitz. Das Ziel: Ein Leben in größtmöglicher Eigenverantwortung als einzige und vielleicht letzte Rettungsmaßnahme für Mensch und Natur. Knapp 2.500 Menschen aus 50 Nationen leben gegenwärtig in Auroville und stellen sich dieser Aufgabe. Gemeinsam üben sie das Integrale Yoga als permanenter, zu jedem Zeitpunkt verinnerlichter Bestandteil des Lebens. Esoterischer Nonsens? Mitnichten. Bereits 1968, im Jahr seiner Gründung, wurde Auroville unter Protektion eines indischen Verfassungsgesetzes gestellt, und bis heute hält die UNESCO ihre schützenden Hände über das Lebensexperiment. Bleibt die Frage: Kann ein solches Experiment seinen Weg aus dem Reagenzglas in den Alltag der sich mehr und mehr destabilisierenden neokapitalistischen Großgesellschaften unserer Welt finden? Beim Drehen einer Filmdokumentation über Auroville wurde dem Autor Herbert Eisenschenk die globale Bedeutung dieses Experiments bewusst. Das Buch ist die Essenz seiner Beobachtungen und Erfahrungen an diesem spannenden Ort.


Die Veranstaltung findet im Wall-Saal statt.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 15.02.2018
19:00

Ort
Stadtbibliothek Bremen - Zentralbibliothek

Kategorie(n)