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Heinrich Germer: »Bilder einer verführten Jugend«

3139In seinem 96. Lebensjahr veröffentlicht Heinrich Germer eine besondere Fotodokumentation, die unter die Haut geht. Als 19-Jähriger geht er 1941 aus Bremen in den Russland-Feldzug, wo er Krieg und Zerstörung aus nächster Nähe erlebt. Das Besondere: Seine KODAK »Retina«-Kleinbildkamera ist immer mit dabei, er macht damit mehr als 800 Aufnahmen für die Nachwelt. Im Laufe des Krieges gelingt es ihm dauerhaft, diese per Feldpost in die Heimat zu schicken, wo sie entwickelt werden und bis in die Gegenwart erhalten blieben.

Heinrich Germers Fotos, von denen 500 in diesem einzigartigen Bildband versammelt sind, zeigen authentische Situationen aus dem Soldatenleben und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges. Ergänzt durch Auszüge des Briefwechsels mit den Eltern, die trotz Bombenhagel stetig informiert werden konnten. – »Bilder einer verführten Jugend« offenbart den damaligen Kriegsalltag der deutschen Soldaten sowie der russischen Zivilbevölkerung in selten derartig nahegehenden, detaillierten Darstellungen. Ungeschönte Bilder, die in ihrer Unmittelbarkeit tief bewegen. Zur Erinnerung und Information über den Irrsinn der Nationalsozialisten und den Weltkrieg, wie ihn ein Bremer in seiner Jugend erlebt hat.

Einführung: Klaus Kellner.


Im Rahmen der Bremer BuchPremiere – einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Bremer Literaturkontor und Stadtbibliothek Bremen.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 24.05.2017
18:00

Ort
Villa Ichon

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