Globale° 2016 mit Abdelkader Benali und Murat Isik

Abdelkader Benali: „Das Blau des Meeres und das Blau der Stadt“ (Übersetzung: Institut für Niederlandistik, Universität Oldenburg) & Murat Isik: „Das Licht im Land meines Vaters“

Murat Isik, geboren 1977 in Izmir, verließ die Türkei mit seiner Familie kurz vor dem Militärputsch im Jahr 1980 und zog zunächst nach Hamburg, drei Jahre später nach Amsterdam. Nach einigen Kolumnen und Erzählungen ist Das Licht im Land meines Vaters sein erster Roman, für den er 2012 mit dem renommierten belgischen Publikumspreis „De bronze uil“ ausgezeichnet wurde.

Cover_Isik_Das Licht im Land meines VatersDer zehnjährige Miran wächst in den 1960er Jahren in dem Dorf Sobyan auf, das einst von Armeniern besiedelt war. Er ist der zweitälteste Sohn der Familie Uslu, die dem kurdischen Volk der Zaza angehört. Mirans Vater Selim ist Viehhirte und ein beliebter Geschichtenerzähler, seine Mutter eine schöne und einflussreiche Frau. Die Uslus führen ein karges, aber gutes Leben – bis ein Lehrer aus der Hauptstadt ins Dorf kommt, der den Kindern auf Anordnung der Regierung Türkisch beibringt. Miran heißt nun Mehmet, und der Stolz seines Vaters verursacht ein Unglück, das alles für immer verändert.


Abdelkader Benali: *1975 in Ighazzazen, Marokko. Abdelkader Benali ist ein niederländischer Schriftsteller mit marokkanischen
Wurzeln. Mit vier Jahren zog er mit seiner Familie nach Rotterdam. Seinen Debütroman „Bruiloft aan zee“ (Pandora, 1996) veröffentlichte er im Alter von 21 Jahren auf Niederländisch. Abdelkader Benali gilt als einer der renommiertesten niederländischen Schriftsteller und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Mit der Ausnahme seines Debütromans, auf logoglobaleDeutsch unter dem Titel „Hochzeit am Meer“ (Piper Verlag, 1998) ist keines seiner Werke mehr auf Deutsch erschienen. Im Rahmen eines Übersetzerseminars des Instituts für Niederlandistik der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg entstand die deutsche Fassung seiner Erzählung „Het blauw van de zee en het blauw van de stad“ (Stedelijk Museum Amsterdam, 2015). Darin geht Benali im marokkanischen Tanger auf die Spurensuche des französischen Malers Henri Matisse und fördert dabei allerlei Grenzüberschreitendes aus Vergangenheit und Gegenwart zutage. Bei der globale° wird Benali aus diesem, in Deutschland bisher unveröffentlichten Material lesen.


Moderation: Tobias Pollok

Im Rahmen der globale° 2016, in Kooperation mit dem Gerhard-Marcks-Haus und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 07.11.2016
19:00

Ort
Gerhard Marcks Haus

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