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globale°: Lesung und Gespräch mit Ilija Trojanow

Schlussveranstaltung der globale° 2017
Vortrag von Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu

Zum Buch: Ilija Trojanow ist als Kind zusammen mit seiner Familie aus Bulgarien geflohen, eine Erfahrung, die ihn bis heute nicht loslässt. Virtuos, poetisch und klug reflektierend Ilija Trojanow seine eigenen Prägungen als lebenslang Geflüchteter. Von der Einsamkeit, die das Anderssein für den Flüchtling täglich bedeutet. Davon, wie wenig die Vergangenheit des Geflüchteten am Ort seines neuen Daseins zählt. Was das Existieren zwischen zwei Sprachen mit ihm macht. Welche Lügengeschichten man als Geflüchteter den Daheimgebliebenen auftischt. Und dass man vor der Flucht wenigstens wusste, warum man unglücklich war. Ilija Trojanow erzählt von sich selbst, zugleich ist er eine exemplarische Figur. So gelingt ihm eine behutsame und genaue Topographie des Lebens nach der Flucht, das exis­tentielle Porträt eines Menschenschicksals, das unser 21. Jahrhundert bestimmt.
(Fischer Verlage 2017)

Foto: Thomas Dorn

Zum Autor: Ilija Trojanow wurde 1965 in Sofia geboren. Er entstammt einer bulgarischen Familie, die 1971 über Jugoslawien und Italien in die Bundesrepublik Deutschland floh, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 zog die Familie weiter nach Kenia, wo der Vater eine Anstellung als Ingenieur erhalten hatte. Unterbrochen von einem Deutschlandaufenthalt in den Jahren 1977 bis 1981 lebte Ilija Trojanow bis 1984 in Nairobi. Dort besuchte er eine deutschsprachige Schule, die er mit der Reifeprüfung abschloss. Danach folgte ein Aufenthalt in Paris, und von 1985 bis 1989 studierte er an der Universität München Rechtswissenschaften und Ethnologie. Nachdem er dieses Studium abgebrochen hatte, gründete er 1989 in München den Kyrill-und-Method-Verlag, 1992 den Marino-Verlag, die beide auf afrikanische Literatur spezialisiert waren. 1998 zog Trojanow nach Bombay, 2003 nach Kapstadt, heute lebt er, wenn er nicht reist, in Wien.  >> mehr


Begrüßung: Carmen Emigholz, Staatsrätin für Kultur

Moderation: Prof. Elisabeth Arend und Libuše Černá

In Zusammenarbeit mit der Senatskanzlei.
Unterstützt durch die Unternehmensverbände im Lande Bremen.

Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 13.11.2017
19:00

Ort
Bremer Rathaus

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