Abdelkader Djemai: Die letzte Nacht des Emir

In seiner Erzählung „Die letzte Nacht des Emir“ gelingt es Abdelkader Djemaï, die letzten Stunden des Emirs vor seiner Abreise in ein unbekanntes Land zu beschreiben und gleichzeitig ein Bild von seiner Heimat Algerien zur Zeit der französischen Kolonisation zu zeichnen.

Realität und Fiktion werden hier ineinander verflochten – es handelt sich dennoch weder um eine Biographie, noch um einen historischen Abriss. Zum Mittelpunkt der Erzählung macht Djemaï vielmehr die menschliche Größe des Emir Abdelkader – eines Mannes, der seiner Zeit voraus war, voller Offenheit, Toleranz und Respekt. (Sujet Verlag 2016)

Abdelkader Djemaï wurde 1948 in Oran, an der algerischen Mittelmeerküste geboren und lebt seit 1993 im Exil in Frankreich. Als Journalist arbeitete er unter anderem mit der von Jean-Paul Sartre gegründeten Zeitschrift „Les Temps Modernes” zusammen. Er ist Autor zahlreicher Novellen, Theaterstücke und Romane, wie beispielsweise „31, rue de l’aigle” (1998), „Camping” (2002) oder „Zorah sur la terasse” (2010). Für sein literarisches Schreiben wurde er mit dem „Amerigo-Vespucci-Preis”, dem „Tropenpreis” sowie dem „Albert Camus-Entdeckerpreis” ausgezeichnet. Tatsächlich hat Abdelkader Djemaï eine große Affinität zu Albert Camus, ebenfalls algerischer Herkunft, dem er einen Essay mit dem Namen „Camus à Oran” widmete.

Moderation: Elisabeth Arend


Im Rahmen der „globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur“ und des Festivals „Passage Mittelmeer. Raum der Begegnung und Hoffnung, Sehnsuchtsort, Todesfalle und Brücke der Völker“ in Kooperation mit dem Theater Bremen.

Tageskarte für Passage Mittelmeer: 10€ (erm.: 7 €)

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 05.11.2017
17:00

Ort
Brauhauskeller

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