Der Poetenplanet – Von Bas Böttcher

Im Rahmen seines dreimonatigen Online-Stipendiums, der „Bremer Netzresidenz“ hat Bas Böttcher einen Lyrik-Server entwickelt, der die von Jugendlichen eingesprochenen Gedichte zentral sammelt und veröffentlicht. Neue lyrische Stimmen sollen auf der Internet-Plattform Gehör finden. Eigene Stücke können dann von U20-Poeten und Poetinnen aufgenommen und in die Datenbank hochgeladen werden. Der Poetenplanet ist ein tönender Treffpunkt junger literarischer Stimmen im Internet.

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Mehr unter: www.poetenplanet.de


Bas Böttcher zählt zu den Mitbegründern der deutschsprachigen Spoken-Word-Szene. Seine Texte gelten als Klassiker der zeitgenössischen Bühnenlyrik. Er veröffentlichte zusammen mit Wolf Hogekamp 2005 die erste Poetry Clip DVD. (Voland & Quist/Lingua Video) Im Verlag Voland & Quist publizierte er außerdem die Gedichtbände Dies ist kein Konzert (2006), Neonomade (2009) und Vorübergehende Schönheit (2012).
Bas Böttcher ist Erfinder verschiedener Medienformate für Lyrik. Er entwickelte den elektronischen Hypertext „Looppool“ als neue Ausdrucksform im Internet. (Sonderpreis 1998 von Die ZEIT, ARDOnline und IBM), den „Poetry Clip“ als audiovisuelles Format und die Textbox für live Performances. Die Textbox wurde im Rahmen des Woerdz-Festivals (Luzern), im Centre Pompidou (Paris) und auf vielen Buchmessen von Taipeh, über Neu Dheli und Abu Dhabi bis Sao Paulo weltweit ausgestellt.
10JahreVLH_Boettcher_800_neumannBas Böttcher lehrte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, am Deutschen Literaturarchiv Marbach, an der Kulturakademie Baden-Württemberg, am Goethe Institut und an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
2014 gab Böttcher mit dem Buch „Die Poetry-Slam-Fibel“ (Satyr) die bisher umfangreichste Sammlung von Poetry Slam Stücken heraus. Das Buch vereint 86 Texte und Audio-Stücke zum Thema Sprache von 50 Bühnendichtern und Dichterinnen.

Fotos: Tepe/Neumann

http://www.basboettcher.de/

Bremer Netzresidenz für Bas Böttcher

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Gestern Abend wurde der in Berlin lebende Slam-Poet Bas Böttcher von einer Literaturexperten-Jury mit der Bremer Netzresidenz 2015 des virtuellen Literaturhauses ausgezeichnet. Der gebürtige Bremer und Pionier für gesprochene Dichtung erhält den Preis für sein digitales Lyrikprojekt „Poetenplanet“.

Im Rahmen eines dreimonatigen Online-Stipendiums wird Bas Böttcher im kommenden Herbst einen Lyrik-Server entwickeln, der die von Jugendlichen eingesprochenen Gedichte zentral sammelt und veröffentlicht. Neue lyrische Stimmen sollen auf der Internet-Plattform Gehör finden. Eigene Stücke dürfen dann von U20-Poeten und Poetinnen aufgenommen und in die Datenbank hochgeladen werden. Ein Lektorat wird die Qualität der Beiträge gewährleisten.

Die Jury lobte das Projektvorhaben, „als eine nachhaltige Initiative für aktives literarisches Schaffen und Forschen. Der Poetenplanet hat das Potenzial sich zu einem tönenden Treffpunkt junger literarischer Stimmen im Internet zu entwickeln.“

Foto: Daniel Tepe

Bas Böttcher zählt zu den Mitbegründern der deutschsprachigen Spoken-Word-Szene. Seine Texte gelten als Klassiker der zeitgenössischen Bühnenlyrik. Er veröffentlichte zusammen mit Wolf Hogekamp 2005 die erste Poetry Clip DVD. (Voland & Quist/Lingua Video) Im Verlag Voland & Quist publizierte er außerdem die Gedichtbände Dies ist kein Konzert (2006), Neonomade (2009) und Vorübergehende Schönheit (2012).
Bas Böttcher ist Erfinder verschiedener Medienformate für Lyrik. Er entwickelte den elektronischen Hypertext „Looppool“ als neue Ausdrucksform im Internet. (Sonderpreis 1998 von Die ZEIT, ARDOnline und IBM), den „Poetry Clip“ als audiovisuelles Format und die Textbox für live Performances. Die Textbox wurde im Rahmen des Woerdz-Festivals (Luzern), im Centre Pompidou (Paris) und auf vielen Buchmessen von Taipeh, über Neu Dheli und Abu Dhabi bis Sao Paulo weltweit ausgestellt.
Bas Böttcher lehrte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, am Deutschen Literaturarchiv Marbach, an der Kulturakademie Baden-Württemberg, am Goethe Institut und an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
2014 gab Böttcher mit dem Buch „Die Poetry-Slam-Fibel“ (Satyr) die bisher umfangreichste Sammlung von Poetry Slam Stücken heraus. Das Buch vereint 86 Texte und Audio-Stücke zum Thema Sprache von 50 Bühnendichtern und Dichterinnen.

>> Mehr zum Preisträger: http://www.basboettcher.de/


Die Bremer Netzresidenz wird 2015 zum achten Mal für herausragende literarische Onlineprojekte verliehen und ist mit 2.000 Euro dotiert. Neben dem Preisgeld erhält der Preisträger einen vierwöchigen Aufenthalt im kunst:raum sylt quelle auf der Nordseeinsel Sylt. Die „Bremer Netzresidenz“ wird durch die Bernd und Eva Hockemeyer Stiftung und die Stiftung kunst:raum sylt quelle realisiert.

Die Jury 2015: Dr. Silke Behl (Literaturhaus Bremen), Thomas Böhm (Publizist), Monika Eden (literatur büro oldenburg), Nikolas Hoppe (Preisträger 2014), Indra Wussow (kunst:raum sylt quelle)

Bremen – Kampala | Schreiben im transkulturellen Raum

Kampalaprojekt_HeaderSchreiben im transkulturellen Raum – Eine multimediale Lesung
 in zwei Städten, zur gleichen Zeit, mit Autoren aus Bremen und Kampala.

Während die drei Bremer Autor*innen Nora Bossong, Nikolas Hoppe und Jens Laloire am 20. März 2015 um 19:30 Uhr vor Ort in der Schwankhalle zu Gast sind, gastieren drei ugandische Autor*innen im über 6000 Kilometer entfernten Kampala. Dort lesen Deborah Asiimwe, Nyana Kakoma, und Ssekandi Ronald Ssegujja. Gemeinsam präsentieren sie die Ergebnisse ihres virtuellen Schreibaustauschprojekts „Bremen & Kampala – Schreiben im transkulturellen Raum“, für das sie mit dem Stipendium der Bremer Netzresidenz ausgezeichnet worden sind.

>> kampalawritesbremen.com & bremenwriteskampala.com

Über einen Monat lang sind die sechs jungen Gegenwartsautor*innen über eine Online-Plattform in Austausch getreten, haben über die Schreibbedingungen in den Städten Kampala und Bremen berichtet, sich über ihr Literaturverständnis ausgetauscht und poetologische Werkstattgespräche geführt. Entstanden ist dabei ein vielschichtiges Porträt einer Autorengeneration, für die das Schreiben in und zwischen transversaler Urbanität einen zentralen Stellenwert einnimmt.

>>Veranstaltungsdetails / Autoren

>>mehr zur Bremer Netzresidenz