Bremer Schulhausromane kurz vor dem Endspurt

DSC_0127_72In der Oberschule im Park und in der Ernst Reuter Oberschule in Bremerhaven wird eifrig geschrieben und noch schnell letzte Hand an stilistische Feinheiten gelegt: Die Schulhausromane stehen kurz vor ihrer Vollendung. Die Klasse 8A schreibt ihren ersten eigenen Roman, der im Bremen Westen spielt. Schriftstellerin Betty Kolodzy arbeitet als Schreibcoach für die Oslebshauser Jugendlichen. Mit an ihrer Seite ist Deutschlehrerin Maja Reinhart, die regelmäßig die  Schreibaufgaben der Autorin im Unterricht betreut. In dem Roman geht es um die Romanze von Ayse und Adrian, und um die kulturellen Konflikte der Figuren. Acht Mal hat Betty Kolodzy nun die Schulklasse besucht und zwischendurch gab es sogar hohen Besuch aus Presse, Politik und Wirtschaft. Schirmherrin Alexia Sieling zeigte sich beeindruckt von DSC_0111_72der Kreativität im Klassenraum und Schülerin Laura erklärt den erwachsenen Gästen, dass man sich in die Fguren hineinversetzen muss, damit einem guten Ideen kommen. Das Ende des Romans wird noch nicht verraten. „Ein Happy End wäre natürlich schön“, gesteht Laura. Mal sehen, ob es passt.

In der Oberschule am Ernst-Reuter-Platz ist Schriftstellerin Jutta Reichelt seit Oktober in dem Klassenraum der 10L ganz oben unter dem Dach der Schule zu Besuch. „Geheimnisse im Schulkeller“ lautet hier der Arbeitstitel des Projekts. Schülerin Emina würde sich ein Buch mit einer vergleichbaren Handlung jederzeit auch im Buchhandel kaufen. Zehntklässler Fo ist noch nicht überzeugt. Ihm ist die DSC_0297_72Handlung „noch zu Mystery“. Für Schreib-Coach Jutta Reichelt ist es wichtig, dass die beteiligten Schüler erstmal einfach drauflos schreiben und erst später an den Texten feilen. Viele der Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund und vorher noch nie Erfahrungen mit kreativem Schreiben gesammelt. Klassenlehrerin Sabine Lehmann, Schulleiterin Nicole Wind und Oberschulrätin Anke Detering sind ebenso neugierig, was für einen Roman sie am Ende in den Händen halten werden.

Anfang Juni werden beide Bücher im Carl Schünemann Verlag erscheinen. Am Dienstag, den 13. Juni um 18:00 Uhr werden die Schulhausromane im Rahmen einer großen öffentlichen Buchpremiere im Wall-Saal in der Zentralbibliothek vorgestellt. Am Donnerstag, den 15. Juni werden beide Werke ebnefalls um 18.00 Uhr im Bremerhavener Kulturzenrum Pferdestall ihre Premiere feiern.

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Aktuelles zum Schulhausroman

Montagmorgen, 09:45 Uhr in der Schule am Ernst-Reuter-Platz in Bremerhaven. Die Klasse 10L der Oberschule bekommt Besuch von Autorin Jutta Reichelt für den vierten Schulhausroman-Workshop. Die Klassenlehrerin Sabine Lehmann eröffnet die Stunde. Danach übernimmt die Autorin Jutta Reichelt das Programm. Jetzt ist die Schülergruppe konzentriert und aufmerksam dabei. Jutta Reichelt schreibt zunächst die Namen der Romanfiguren an das Whiteboard. Till, Hakan, Venicia, Jennifer und Phillip sind die Hauptakteure in der Geschichte der 10L. Jutta Reichelt gibt außerdem einen ersten Satz vor „Heute Nacht habe ich von dem verdammten Keller geträumt. Es fing ganz harmlos an…“ – Die Schüler notieren sich den Satz während die Schreibtrainerin die erste Aufgabe stellt. Heute sollen alle Schüler, ausnahmslos, diesen Satz weiterführen in einem zehnminütigen Schreibprojekt, direkt zu Beginn der Stunde. Große Aufregung herrscht im Klassenzimmer, Zwischenrufe wie „Wie meinen Sie das, wir alle?“ oder „Zehn Minuten nur? Das ist ja nichts!“ tönt es durch den Raum. Die Autorin beharrt jedoch auf Ihrer Übung, „Ihr werdet sehen, wie viel jeder Einzelne von euch in nur  zehn Minuten schaffen kann. Fangt einfach an und schreibt irgendetwas, egal was – mal schauen wohin es euch führt!“.


10 L – Schule am Ernst-Reuter-Platz Bremerhaven – Leitung: Jutta Reichelt

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dsc_0199Es folgt eine konzentrierte Stille. Jedes Kratzen auf dem Papier, Ablegen der Stifte und eventuelles Seufzen ist hörbar. Zwischendurch schaut die Direktorin der Schule vorbei und begrüßt die Gäste, selbst das bringt die Schüler nicht aus der Fassung, doch gibt Jutta Reichelt am Ende der zehn Minuten noch einmal ein paar Minuten als Bonus obendrauf. Dann ist jedoch Schluss, sie verlangt die beschriebenen Blätter und, trotz einiger halblauter Proteste („das ist noch nicht gut genug“/“Ich brauche noch mehr Zeit“), sammelt sie von jedem Schüler ein. Direkt danach geht sie auf die bisher produzierten Texte ein, die sie seit dem letzten Workshop per E-Mail erreicht haben.


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Verschiedene Szenen aus dem Roman, die von unterschiedlichen Gruppen oder auch einzelnen Schülern erarbeitet wurden und letztlich zusammengeführt werden. Die ersten lesen ihre Arbeiten vor, Mal mehr Mal weniger schüchtern, doch alle dürfen in respektvoller Stille ihre Worte vortragen und bekommen positives Feedback von Jutta Reichelt und ihren Mitschülern. Eine Gruppe, bestehend aus drei Mädchen, hat sich besonders angestrengt und den längsten Abschnitt des heutigen Tages beigesteuert. Ideen und Sätze aus vorherigen Workshops wurden umgesetzt und in das neue Material eingebaut, was bei manchen aber auch zu Unruhe führt. „Ihr habt aber schon meine Idee geklaut, oder?“ sagt Kilian, der sich als zentralen Denker um die Idee mit dem Leichenwagen sieht, die von der Gruppe mit einem Satz aufgegriffen wurde. „Nun ja, “ sagt eines der Mädchen, „du hast zwei Sätze beigesteuert und wir haben das in eine Geschichte gepackt, das ist schon ein Unterschied.“


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Die Situation geht einen Moment lang hin und her, andere Schüler mischen sich ein, während sich die meisten nur grinsend oder Kopfschüttelnd zurückhalten. Jutta Reichelt beendet den Disput mit der Aussage, dass dies sowieso ein gemeinsames Projekt sei, an dem alle zusammen arbeiten. Somit können sich alle sicher sein, dass ihre Ideen innerhalb der Geschichte ihren Raum finden und genutzt werden, um zum großen Projekt Schulhausroman beizusteuern. Im Anschluss an die bereits produzierten Texte eröffnet die Schreibtrainerin die Diskussion darum, wie es mit den Figuren und der Handlung weitergehen soll. Vor allem ein paar bisher nicht so beachtete Charaktere sollen in den nächsten Schreibphasen mehr Aufmerksamkeit bekommen. Auch die Handlung muss nun langsam zusammengeführt, einzelne Szenen zu einem gemeinsamen Strang verbunden werden. Bis zum nächsten Workshop verteilt die Autorin mehrere Schreibhausaufgaben zu verschiedenen Themen und Figurenkonstellationen. Soviel darf schon verraten werden: Der Handlungsort des Romans ist ebenfalls eine Schule, in deren Keller ganz unheimliche Dinge vor sich gehen….


8a – Oberschule im Park Bremen – Leitung: Betty Kolodzy

Montag, 10.00 Uhr in der Klasse 8a. Die Stimmung ist erst ein wenig müde, durcheinander und unsicher beim Anblick der Gäste, die zum Beobachten und Fotografieren gekommen sind. Maja Reinhardt, die Deutschlehrerin, lässt einen Klang ertönen, der vorne am Lehrerpult steht. Spätestens jetzt wird es still und aufmerksam. Die Klasse begrüßt vereint ihre Lehrerin und Betty Kolodzy, die leitende Autorin, sowie mit einem kichernden Nebensatz die unbekannten Gäste. Auf der linken Seite, direkt neben dem Eingang, prangt schon das flächendeckende und beeindruckende Storyboard, das die Schüler bereits gemeinsam mit der Autorin für ihre Geschichte entwickelt haben. Die vier wichtigsten Protagonisten, Angelina, Ayse, John und Adrian sind hier mit ihren Charaktermerkmalen festgehalten worden. Betty Kolodzy eröffnet die Stunde und lobt zunächst die vielen Ideen der Beteiligten.dsc_0261


Die Schülerinnen und Schüler haben sich in Gruppen aufgeteilt und die einzelnen Charaktere untereinander verteilt. Um alle auf den gleichen Stand zu bringen, soll jeder einen kleinen Abschnitt des neu geschriebenen Materials vor der Klasse vortragen. Die Gruppedsc_0264n kommen gemeinsam nach vorne und jeder von ihnen liest ein paar Sätze. Die Schüler haben sich einer besonderen Herausforderung gestellt, nämlich die der wechselnden „Ich-Perspektive“. Jeder Charakter erzählt die Geschichte in seinem Abschnitt aus seiner eigenen Sicht. Das zu koordinieren und perfekt abzustimmen ist schon für erfahrenere Autoren nicht unbedingt leicht, doch die Schüler sind damit bisher gut zurechtgekommen und Betty Kolodzy hilft bei den kniffligeren Textstellen.


dsc_0262Die Handlung spielt ebenfalls in einer Schule, einem Gymnasium – Angelina zieht neu in die Stadt und lernt in der Klasse Ayse kennen, die ihre Freundin wird. John stößt mit ihr aus Versehen zusammen und verguckt sich in sie, während Ayse so tut als fände sie Adrian gar nicht interessant, wobei er ihr eigentlich sehr gut gefällt. Im Laufe der Geschichte muss sich Angelina mit ihrer neuen Umgebung auseinandersetzen, vermisst ihre alten Freunde und gidsc_0266bt ihren Eltern die Schuld an ihrem Unglück. Ayse ist hingegen in sich zerrissen, sie steht zwischen Familie und der Gesellschaft, muss sich mit ihrem Glauben, ihrer Identität und Diskriminierung auseinandersetzen und sucht Vertrauen und Halt. Es ist ein intensiver Wechsel zwischen Familie, Freundschaft, Vertrauen gepaart mit Gegensätzen, kulturellen Differenzen und Diskriminierung. Ein spannendes und aktuelles Thema, das die Schülerinnen und Schüler intensiv bearbeiten.


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Eine andere Schülergruppe beschäftigt sich mit den Fakten für den Roman, denn der soll so real wie möglich in Bremen situiert sein. Die Grundgeschichte scheint schon im Verlauf der Stunde sehr deutlich, nur bei Einzelheiten hakt es noch. Die Frage, ob es im Winter oder im Sommer spielt, löst eine überraschend große Debatte aus – letztdsc_0281lich entscheiden sich die Schüler doch mehrheitlich für eine Dezemberwoche vor Weihnachten – und auch kleine Handlungen der Protagonisten werden genau unter die Lupe genommen. Schminkt sich Ayse nur? Wird sie von Angelina geschminkt? Wer sieht es, und gibt es direkt Stress? Wird Ayse ihr Kopftuch für Angelina abnehmen? Wie reagiert Adrian als er die beiden sieht? –  Dies alles sind Fragen und Thematiken die aufs Genaueste geklärt werden müssen.


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Letztlich endet die Stunde mit einer erfolgreichen Lösung und einer Aussicht auf das nächste Treffen. Bis dahin sollen die Schüler ihre Ideen von dem heutigen Tag ausformuliert zu Papier bringen und, natürlich, auch wieder neue Ideen sammeln, sodass die Geschichte auch ein rundes Ende bekommt.


Alle Fotos mit freundlicher Unterstützung von: Jacqueline Burmeister

Feierliche Preisverleihung für Bremer Schulhausroman

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder und Jugendbildung hat in Wiesbaden zusammen mit dem Bundesjugendministerium, dem Hessischen Kultusministerium und dem Bundeselternrat herausragende Kooperationsprojekte von Schulen und Partnern der kulturellen Kinder- und Jugendbildung mit dem MIXED UP Preis ausgezeichnet.
Bei der Preisverleihung im Hessischen Staatstheater wurden acht MIXED UP Preise für modellhafte Kooperationen von Kultur und Schule verliehen. Mit unter den Gewinnern des Bundeswettbewerbs: Der „Bremer Schulhausroman“ des Literaturhauses Bremen und der Wilhelm-Olbers-Schule wurde  in der Kategorie „Teilhabe“ ausgezeichnet.

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Foto: BKJ, Katrin Sander

„Das Projekt Bremer Schulhausroman vermittelt unter Anleitung von etablierten Autor/innen positive Erfahrungen im Umgang mit Sprache, die ganz nah an der persönlichen Lebenswelt und am kreativen Potential der Jugendlichen orientiert sind. Die öffentliche Präsenz und Sichtbarkeit des Projekts und seiner Mitwirkenden stärkt zusätzlich das Selbstbewusstsein der beteiligten Schüler/innen. Diese erfahren nicht nur kulturelle Teilhabe, sondern auch Anerkennung für ihre bemerkenswerten Leistungen“, so die abschließende Meinung der Fachjury.

Die diesjährigen Gewinner-Teams haben ganz unterschiedliche Wege gefunden, um mehr kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Ihre Konzepte verdeutlichen: Kooperationen von Kultur und Schule gelingen auch langfristig, wirken in die Region oder den Stadtteil und ermöglichen Beteiligung und wirkungsvolle Ansätze im Umgang mit gesellschaftlicher Diversität. Die Preisträger 2016 kommen aus Berlin, Bremen, Dornum, Dortmund, Frankfurt am Main, Leipzig und Schwalbach am Taunus und wurden von einer Fach- und einer Jugendjury ausgewählt.

BMFSFJ, Hessisches Kultusministerium und Bundeselternrat stiften Preise 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) haben den MIXED UP Wettbewerb, an dem sich diesmal 152 Kooperationsteams aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligten, bereits zum zwölften Mal ausgerichtet. Kooperationspartner sind in diesem Jahr das Hessische Kultusministerium und der Bundeselternrat, die jeweils einen der acht Preise stiften. Die Preise sind mit insgesamt 19.000 Euro dotiert. Die vom BMFSFJ und vom Hessischen Kultusministerium gestifteten Preise sind mit je 2.500 Euro dotiert, der Preis des Bundeselternrats mit 1.500 Euro.

„Engagement und Kompetenz überall in Deutschland“

In ihrer Ansprache sagte die Leiterin der Abteilung „Kinder und Jugend“ im (BMFSFJ), Bettina Bundszus: „Der MIXED UP Wettbewerb mit seinen vielfältigen Kooperationsmodellen und Praxisimpulsen an der Schnittstelle von Jugend, Kultur und Schule stärkt die jugendpolitischen Themen, die für unser Haus und die Entwicklung einer jugendgerechten Gesellschaft Bedeutung haben. MIXED UP macht deutlich: Auf dem Weg zu mehr Teilhabe und Mitbestimmung junger Menschen ist die kulturelle Kinder- und Jugendbildung ein starker und unverzichtbarer Partner.

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Foto: BKJ, Katrin Sander

 

 „Damit Kooperationen gelingen, braucht es ein Netzwerk kompetenter Akteure“

Der Geschäftsführer der BKJ, Tom Braun, betonte in seiner Begrüßung: „Konkrete Erfahrungen der Teilhabe und die Möglichkeit, mitbestimmen zu können, sind für alle in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen unverzichtbar! MIXED UP macht sichtbar, dass Kooperationen von Kultur und Schule Verantwortungsgemeinschaften stiften können, die ernst machen mit mehr Mitbestimmung und Anerkennung von Diversität und Inklusion. Damit Kooperationen gelingen, braucht es ein Netzwerk kompetenter Akteure.

Weitere Informationen:

MIXED UP Preisträger 2016

Literaturhaus Bremen

Wilhelm-Olbers-Schule, Bremen

www.schulhausroman-bremen.de

 

Auszeichnung für Bremer Schulhausroman

Insgesamt 152 Kooperationsteams aus außerschulischen Kulturpartnern und Schulen haben sich in diesem Jahr für einen der acht MIXED UP Preise beworben. In diesem Jahr wurden Preisträger in acht Preiskategorien gekürt und mit insgesamt 19.000 Euro Preisgeld prämiert.
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„Das Projekt Bremer Schulhausroman vermittelt unter Anleitung von etablierten Autor/innen positive Erfahrungen im Umgang mit Sprache, die ganz nah an der persönlichen Lebenswelt und am kreativen Potential der Jugendlichen orientiert sind. Die öffentliche Präsenz und Sichtbarkeit des Projekts und seiner Mitwirkenden stärkt zusätzlich das Selbstbewusstsein der beteiligten Schüler/innen. Diese erfahren nicht nur kulturelle Teilhabe, sondern auch Anerkennung für ihre bemerkenswerten Leistungen“, so die abschließende Meinung der Fachjury.

06_Schulhaus_Umschlag_Endfassung_290416.inddDas Projekt „Bremer Schulhausroman“ wendet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler, die sich in einem bildungs- bzw. literaturfernen Lebensumfeld bewegen und die die Freude am Schreiben noch nicht für sich entdeckt haben. Alexia Sieling, Schirmherrin des Bildungsprojekts, freut sich über die Auszeichnung: „Der Bremer Schulhausroman zeigt, was für einen hohen Stellenwert die Sprachförderung in der kulturellen Bildung derzeit hat. Der Preis unterstützt uns darin, die Verstetigung der Projektinhalte an den Bremer Schulen zukünftig verstärkt voranzutreiben.“

Die Gewinner werden am 17. November 2016 im Rahmen eines bundesweiten Fachtags in Wiesbaden feierlich prämiert und der Öffentlichkeit vorgestellt.

gruppenfoto_mit-osman-engin_und-alexia_sielingFür Heike Müller, Geschäftsführerin des Bremer Literaturhauses, ist der Preis eine Anerkennung und Unterstützung zugleich. „Bremens kleinste Kultureinrichtung hat sich mit dem Schulhausroman bundesweit profiliert und wird das Preisgeld nutzen, um die nächsten Schulhausromane auf den Weg zu bringen. Gleich zwei Schulen beherbergen ab diesem Schuljahr eine Dichterschmiede: Die Oberschule im Park und die Schule am Ernst-Reuter-Platz in Bremerhaven. Als Profis mit dabei: die Bremer Autorinnen Jutta Reichelt und Betty Kolodzy.“

Weitere Informationen:

Mixed-up-Wettbewerb

Wilhelm-Olbers-Schule, Bremen

www.schulhausroman-bremen.de

Festival-Blog zur globale° 2016

Der Blog zum zehnjährigen Jubiläum der globale° 2016, dem Festival für grenzüberschreitende Literatur, gibt euch die wichtigsten Infos zum Literaturhighlight des Herbstes. Erfahrt mehr zu den Autorinnen und Autoren und ihren Büchern und verschafft euch einen Einblick hinter die Kulissen der Veranstaltungen. Seid immer auf dem neuesten Stand über das Geschehen vor Ort und lest die Rezensionen, Veranstaltungsberichte und Interviews der Studierenden der Universität Bremen.

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Blogale – der globale° Festivalblog ist ein Projekt des virtuellen Literaturhauses Bremen und der Universität Bremen.

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Bremer Schulhausroman startet durch!

Als Profis mit dabei: Die Bremer Autorinnen Betty Kolodzy und Jutta Reichelt.

Im Oktober geht das Projekt Bremer Schulhausroman in die dritte Runde. Mit der Schule am Ernst Reuter Platz ist in diesem Jahr erstmalig auch eine Bremerhavener Schule beteiligt. Außerdem mit dabei ist Klasse 8a der Oberschule am Park in Bremen. An beiden Schulen wird eine Schulklasse ein Jahr lang von einer Profi-Autorin begleitet. In dieser Zeit entwickeln die Kinder ihren eigenen Roman, der am Ende im renommierten Bremer Schünemann-Verlag erscheinen wird. Aschließend wird gemeinsam Buchpremiere gefeiert: Im Juni 2017 finden in der Zentralbibliothek Bremen und im Pferdestall Bremerhaven große Lesungen mit allen Schülerinnen und Schülern statt. Ziel des Projekts ist es, die Ausdrucks- und Schreibkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu entwickeln, die häufig Förderbedarf haben. Im Projekt sammeln sie Erfahrungen im kreativen Schreiben, schulen ihre Teamfähigkeit und entwickeln so Freude am Lesen und Schreiben.


Die beteiligten Autorinnen sind in diesem Jahr Betty Kolodzy an der Oberschule im Park in Bremen und Jutta Reichelt an der Schule am Ernst Reuter Platz in Bremerhaven:

Betty Kolodzy (*1963, Foto: Axel Stiehler) ist Fremdsprachenkorrespondentin und Kommunikationswirtin und arbeitete viele Jahre im iportrait_2015_kerstin-rolfes_800nterkulturellen Bereich. 2011 wurde ihr Erzähldebüt „Istanbul Walking“ im Theater Bremen inszeniert. Im gleichen Jahr wurde ihr Roman „Ali, der  Tinnitus und ich“ veröffentlicht. Betty Kolodzy ist Preisträgerin des Bremer Autorenstipendiums 2013 für ihren Roman „Lux und Leben“. Im Jahr 2014 erhielt sie den Wiener Werkstattpreis und das Autorenstipendium des Bremer Literaturkontors in den Künstlerhäusern Worpswede.

reichelt_1024_axel_stiehlerJutta Reichelt (*1967 in Bonn, Foto: Kerstin Rolfes) lebt seit 1988 in Bremen. 2001 wurde sie mit dem Würth-Literaturpreis der Tübinger Poetik-Dozentur ausgezeichnet, 2005 erreichte sie die Endrunde des 8. Harder Literaturwettbewerbs. Im Jahr 2008 erhielt Jutta Reichelt den Preis der Jury des 10. Irseer Pegasus und erreichte die Endrunde bei „Wortlaut“, dem Kurzgeschichtenwettbewerb des österreichischen Radiosenders FM4. Zuletzt ist 2015 ihr Roman „Wiederholte Verdächtigungen“ bei Klöpfer & Meyer erschienen.

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