Deutsch-persischer Lyrikabend

Kann die Kultur tatsächlich wettmachen, was die Politik an Katastrophen produziert? Und wenn ja, wo liegen die Möglichkeiten? Der einflussreiche iranische Publizist und Übersetzer Bahman Nirumand wurde zweimal ins Exil getrieben und dennoch gelang es ihm, sein Heimatland dem Westen nahe zu bringen, Interesse zu wecken für die Vorgänge in Persien/Iran – vor allem aber für die dort verankerte großartige Literatur. Gerade erschienen im Bremer Sujet-Verlag seine Übersetzungen von Gedichten des berühmten Dichters Schamlu.

cover-Jener-Rabe-vorne-3DWährend Nirumand die persische Literatur nach Europa holt, bringt sein Kollege Mahmoud Hosseini Zad deutsche Literatur in den Iran. Dank seiner Arbeit lesen die Menschen von Teheran bis Isfahan Brecht und Dürrenmatt, zunehmend aber auch die Texte zeitgenössischer deutscher Autoren. Was es bedeutet, diese Art von Literatur für die iranische Literaturgesellschaft zu übersetzen und an der Zensur vorbeizuschleusen, darüber können Nirumand und Zad ebenso berichten wie über die hartnäckigen Vorurteile zwischen den Kulturen. Dass ein geregelter Austausch schon fast etabliert und breit verankert ist, belegen die Gedichte von Inge Buck, die ebenfalls ins Persische übersetzt sind. Die Bremer Autorin war in Leipzig auf Veranstaltungen mit Nirumand zu erleben und hat mitgearbeitet an der Herstellung des Schamlu-Bandes.

Die drei AutorInnen des Abends erzählen, mit welchen Themen und unter welchen Bedingungen der Austausch gelungen ist, welche Freiräume es zu erkämpfen oder zu entdecken galt und warum deutsche Gegenwartsliteratur im Iran so populär ist.

Die Veranstaltung findet am 29.05. um 19:30 im Foyer des Theater Bremen statt.

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Zweisprachige Lesung: „Eierlikörtage“

eierlikörtageZum dritten Mal veranstaltet die Zentralbibliothek in diesem Jahr eine zweisprachige Lesung für Erwachsene: Nach Arabisch und Türkisch diesmal in Niederländisch-Deutsch: Christina und Mike Joker lesen aus dem Holländischen Bestseller „Eierlikörtage – Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 ¼ Jahre“ – im Niederländischen Original und der Deutschen Übersetzung.

Zum Buch: Hendrik Groen lebt in einem Amsterdamer Altenheim. Dass ihm mit 83 ¼ Jahren die körperlichen Kräfte schwinden, akzeptiert er zwar notgedrungen, aber deshalb will er nicht einfach untätig auf seinen Tod warten. Gerade jetzt soll mehr Leben in sein Leben und darüber berichtet er in seinem geheimen Tagebuch: Ironisch, kritisch und mit viel Herz schildert die fiktive Figur Hendrik Groen in seinem Buch „Eierlikörtage“ den Alltag in seinem Altenheim.

Die Lesung findet am 29.05. um 17:00 Uhr im Lesegarten statt.

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Thea Rosenbaum zu Gast in der Buchhandlung Leuwer [36:00]

„This is no place for a lady!“ – Im Laufe ihres Lebens hört Thea Rosenbaum immer wieder diesen einen Satz. Doch die junge Deutsch-Amerikanerin suchte diese Plätze. Sie wurde Kriegsreporterin in Vietnam, lief durch Minenfelder und erlebte Bombardierungen. Im Weißen Haus hat sie später Weltgeschichte miterlebt. Die Journalistin und Buchautorin Thea Rosenbaum ist im Mai zu Gast in Bremen.

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22. Mai 2017 – Sendereihe:2 nach 1 | Nordwestradio