Bremer Netzresidenz 2009 für Susanne Berkenheger

Endlos leere Straßen, ausgestorbene Gärten, übrig gebliebene Bauwerke – was hat die Zivilisation in Second Life ausgelöscht?
Dieser Frage widmet sich die diesjährige Preisträgerin der „Bremer Netzresidenz“, Susanne Berkenheger, die von einer Literaturexperten-Jury ausgewählt wurde.

Muji auf SLalt

Die Netzkünstlerin und Autorin bewegt sich mit ihrem Projekt „Expedition ins Accountleichenland“ in den Trümmern einer untergegangenen Welt. Von einer Forschungsstation in Second Life wird Susanne Berkenheger literarische Berichte und Funde auf einem Webblog veröffentlichen. Die dreimonatige Expedition ist offen für alle Interessierten, jeder ist eingeladen, sich dem Forschungsteam anzuschließen.

Die Jury lobte das Projektvorhaben Berkenhegers, „am Beispiel von Second Life für den kritiklosen Umgang mit dem Internet zu sensibilisieren. Mit der Expedition möchte die Autorin die Sehnsüchte erforschen, die virtuelle Welten konstituieren und die Geschichte eines möglicherweise gescheiterten Traums erzählen“.

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Susanne Berkenheger, geb. 1963, Netzkünstlerin und Mitgesellschafterin der Agentur „glossendienst“ in Berlin, schreibt für SPAM auf spiegel online.
Internationale Preise und Auszeichnungen:
CYNETart-Preis 2008 / Nominierung für den IBM-Award for New Media 2008 und 2006, Filmwinter, Stuttgart / 1. Internationaler Preis „Ciutat de Vinaròs“ für digitale Literatur, Barcelona, Spanien 2005 / 2. Preis literatur.digital (dtv/t-online), 2002 / 1. Preis Ettlinger Internet-Literaturwettbewerb 1999 / 1. Preis Pegasus (IBM/DIE ZEIT), 1997

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