Wolfgang Bullerdiek

 

Geboren am 04.01.1939 in Köln. Schulbesuch von 1945 – 1960 und anschließende Verlagslehre von 1961 – 1963 in Karlsruhe. 1964 – 1969 Studium der Soziologie und Volkswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Abschluss Dipl.-Soz.. Promotion zum Dr.rer.oec. an der Universität Bremen. Thema: „Die Berufsorientierung von Hauptschülern“. Seit 1971 wohnhaft in Bremen und Umgebung.

1969-1971 Lehrbeauftragter am Soziologischen Institut der Universität München. 1971-2002 Dozent und Prof. für Sozialpädagogik am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Bremen. Schwerpunkt: Sozialisationstheorie. Praxisprojekte in der Bewährungshilfe, im Strafvollzug und in der Altenarbeit.

Veröffentlichungen (Auswahl):

Das Geld im Mantel
in „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte – Ausgewählte Werke XIV“, 2011
Gräfelfing/München, 928 S.
ISBN 978-3-930048-62-5, 66 €


Bücher

Keine Freude als diese Traurigkeit

Gedichte, 2010
Geest-Verlag GmbH, Vechta, ISBN: 978-3866852334
48 Seiten, €10,00

„Keine Freude als diese Traurigkeit“ lautet der Titel des Gedichtbandes, der in lyrisch-verdichteter Form eine Lebensrückschau enthält, fürwahr keine private Nabelschau, vielmehr eine gesellschaftliche, in der sich die privaten Momente eines Lebens einbinden. Ein Feuerwerk von Sprachbildern, voller Eindringlichkeit, niemals sprachlich überhöht, deswegen für jeden Menschen aufnehmbar. Bullerdieks Gedichtband ist ein ästhetischer Genuss, der vielen Menschen zu einem wichtigen Begleiter werden kann.

Wiederbegegnungen

Erzählungen, 2008
Goch Book-Print-Verlag, ISBN: 978-3939691617
155 Seiten, €7,00

Unerwartete Wiederbegegnungen mit Menschen, die früher einmal wichtig waren, von denen man sich später aber bewusst abwandte, können das Leben grundlegend verändern: Kurz vor dem „deutschen Herbst“ 1977 begegnet de angehende Bundesanwalt Dr. Grossmann seinen Jugendfreund Günter, an den er sich kaum noch erinnert. Der ist nach Kontakten mit einer linksradikalen Gruppe auf der Fahndungliste des Bundeskriminalamtes gelandet. Nun konfrontiert er Dr. Grossmann mit der Erinnerung an ihre frühere Freundschaft, an frühere gemeinsame Überzeugungen und Aktivitäten und mit einer extremen Forderung… In einer zweiten Erzählung erkennt die todkranke Isabella, Königin von Kastilien, in der aufopferungvollen Pflegerin und Strafgefangenen ihre eigene Schwester wieder, die sie längst tot glaubt, auf Grund ihrer eigenen Intrige hingerichtet. In ihren letzten Lebensstunden erteilt die Königin merkwürdige Befehle. Die Verhältnisse im Reich und die bisher gültigen Normen werden auf den Kopf gestellt.

Die sozialdemokratische Gefängnisreform 1972 bis 1975 in Bremen

1997
Centaurus-Verlagsgesellschaft, Pfaffenweiler, ISBN: 978-3890858333
228 Seiten, €39,88

Die sozialdemokratische Gefängnisreform in Bremen wird als Beispiel für die Implementation sozialpolitischer Gesetze überhaupt und für die praktische politische Bedeutung von „68er-Ideen“ zu jener Zeit untersucht. Der Autor nutzt als Untersuchungsmethoden Zeitungs- und Dokumenten-Analysen sowie Interviews von Gefängnisbeamten“. Auch wird die langjährige eigene Arbeit mit Strafgefangenen und StudentInnen aufgearbeitet und versucht, die Arbeit des „Reform-Anstaltsleiters“ Erhard Hofmann zu würdigen.