Wladimir Kaminer

Zu Gast im Kulturzentrum Schlachthof 2017
Zu Gast in der Nordwestradio-Reihe „Wintergäste“ 2017
Zu Gast im Kulturzentrum Schlachthof 2016
Foto: © Urban Zintel

Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Er veröffentlicht regelmäßig Texte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften und organisiert Veranstaltungen wie seine mittlerweile international berühmte »Russendisko«. Mit der gleichnamigen Erzählsammlung sowie zahlreichen weiteren Büchern avancierte er zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands.

http://www.wladimirkaminer.de/


Bücher

Einige Dinge, die ich über meine Frau weiß

2017
Wunderraum, ISBN: 978-3-336-54760-9
192 Seiten, €20,00

Wer versteht schon die Frauen? Für Männer sind sie unergründlich. Und doch ist ein Mann zumindest einer Frau auf die Spur gekommen. Seiner eigenen. Für Wladimir Kaminer ist Olga ein offenes Buch. Oder doch nicht? Er weiß zwar, dass sie gern strickt. Aber wann und warum aus einer Socke erst eine Jacke und dann ein Teppich wird? Ein Rätsel. Weshalb Schuhe gegen Erkältungen helfen und eine Handtasche gegen Winterdepressionen? Nicht nur für Ärzte ein Mysterium. Dass ihr Garten das reinste Paradies ist, liegt an Olgas grünem Daumen. Warum sie aber so viele Pflanzen sammelt, dass sie halb Brandenburg damit verschönern könnte – mit bloßem Verstand nicht zu erklären. Es bleiben also Fragen. Aber vielleicht muss man Frauen auch gar nicht verstehen. Es reicht völlig, wenn man sie liebt …

Goodbye, Moskau

2017
Goldmann, ISBN: 978-3-442-15916-1
224 Seiten, €12,99

Wladimir Kaminer blickt anlässlich des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution auf seine alte Heimat und sieht ein Land auf der Suche nach sich selbst. Das kommunistische Experiment ging unter dem Applaus der freien Welt zu Ende, die Menschen aber sind noch da, und sie brauchen eine Perspektive. Der Kapitalismus lockt als neues Erfolgsmodell, doch die Russen suchen unter der harten Sonne des Kapitals vergeblich nach einem schattigen Plätzchen. Überall liegen bereits die Handtücher anderer Länder. Statt Wohlstand, Fortschritt und Freiheit regieren Repression und Angst. Die politische Führung unter Putin beherrscht zwar die alten Techniken des Machterhalts, aber keine zur Gestaltung der Zukunft. Vorbei an Europa hat sie den Weg in die Vergangenheit und die Isolation eingeschlagen. Mehr als genug Stoff also für eine liebevoll verzweifelte Auseinandersetzung mit Russland.

Meine Mutter, ihre Katze und der Staubsauger

33 Geschichten, 2016
Manhattan, ISBN: 978-3-442-54759-3
256 Seiten, €17,99

Trotz ihrer 84 Jahre erkundet Wladimir Kaminers Mutter munter die Welt und erlebt dank ihrer unersättlichen Neugier mehr Abenteuer als alle anderen Familienmitglieder – ob beim Englischlernen, beim Verreisen oder beim Einsatz hypermoderner Haushaltsgeräte. Dabei sammelt sie eine Menge Erfahrungen, die sie natürlich nicht für sich behalten, sondern an die nächste Generation weiterreichen möchte. Schließlich ist Wladimir mittlerweile in einem Alter, in dem man gute Ratschläge zu schätzen weiß und Erziehungsarbeit langsam sinnvoll wird. Wladimir folgt den Eskapaden seiner Mutter daher mit großem Interesse, allzeit bereit, etwas zu lernen. Und sei es nur, sich nicht von einer sprechenden Uhr terrorisieren zu lassen …

Coole Eltern leben länger

Roman 2014
Manhattan Verlag, ISBN: 978-3-442-54729-6
304 Seiten, €17,99

Wenn die Kinder erwachsen werden, beginnt für viele Eltern ein Albtraum namens Pubertät. Das muss nicht sein! Wladimir Kaminer und seine Familie stürzen sich kopfüber in dieses Abenteuer aus Facebook-Partys, unsichtbaren Schnurrbärten, Liebeskummer und der Frage, ob man das Haus in einer kreativ zerlöcherten Jeans verlassen darf, die kaum noch als Rock durch gehen würde. Die Rebellion im Kinderzimmer ist ohnehin nicht aufzuhalten, besser also, sich mit Gelassenheit zu wappnen, die Flatrate jenes Anbieters zu erwerben, bei dem auch die Freundin des Sohnes Kundin ist, und die Kinder auch einfach mal in Ruhe vor sich hin reifen lassen.

Diesseits von Eden

Roman, 2013
Manhatten Verlag, ISBN: 978-3-442-54717-3
256 Seiten, €17,99

Ihren Schrebergarten mussten Wladimir Kaminer und seine Familie wegen »spontaner Vegetation« aufgeben. Nun versuchen sie erneut, das Paradies in kleinem Maßstab nachzubauen: in Glücklitz, einem kleinen Dorf vor den Toren Berlins. Keine Straßenkarte kennt diesen Ort mit dem kleinen Haus direkt am See und dem angeblich nördlichsten Weinberg der Welt. Dabei hat Glücklitz viel zu bieten – nicht zuletzt seine unverwechselbaren Einwohner, darunter Wladimirs Nachbar Herr Köpke, Matthias, der Schlüsselwart vom Haus des Gastes, Landbaron Heiner sowie der mollige Wirt der Dorfkneipe.

Für Wladimir Kaminer ist das Dorfleben jedenfalls ein Abenteuer samt Torpedokäfern und Rettichbeeten, der Organisation einer »Russendisko« in der Dorfscheune, verschwiegenen Fischen, einem Wetter wie im Bermudadreieck – und natürlich jeder Menge Geschichten …

Onkel Wanja kommt

Roman, 2012
Manhatten Verlag, ISBN: 978-3-442-54658-9
192 Seiten, €17,99

Onkel Wanja sieht sein letztes Stündlein herannahen und er wünscht sich von seinem Neffen Wladimir nur noch eines: »Bevor ich sterbe, möchte ich noch einmal die Welt bereisen. Vielleicht nicht die ganze Welt, vielleicht nur Europa oder gar nur Deutschland. Und auch dort nur Berlin. Kurzum, schicke mir bitte eine Einladung.« Gesagt, getan. Als Onkel Wanja in Berlin eintrifft, machen sich die beiden zu Fuß auf den Weg zu Wladimir nach Hause. Es ist ein Spaziergang durch die nächtliche Stadt voller eigentümlicher Begegnungen und unvergesslicher Betrachtungen über das Leben. Was ist gut, was böse? Was bleibt irgendwann von uns? Warum leuchtet die Hose des Onkels im Dunkeln? Und wo gibt es eigentlich die besten Matjes?

Liebesgräße aus Deutschland

Roman, 2011
Manhatten Verlag, ISBN: 978-3-442-54657-2
288 Seiten, €17,99

Deutschland hat viel Liebenswertes zu bieten: Sparkassenberater, die von jeder Geldanlage abraten, Zeitungsenten aus Plüsch, ein findiges Finanzamt oder Vegetarier, die gerne Fleisch essen – nur nicht das von Tieren. Außerdem gibt es bei uns die perfekte Form der Schriftgutverwaltung. Schließlich ist ein Land ein schwieriges Unternehmen, und um es in den Griff zu bekommen, braucht man Erfindungsgeist. So erfanden die Amerikaner den Colt, die Russen das Destilliergerät und die Deutschen den Leitz-Ordner. Wladimir Kaminer sieht seine Wahlheimat mit viel Verständnis für deren Schrullen und Besonderheiten. Und so sind wir am Ende von uns selbst ganz bezaubert. Denn wer hätte gedacht, was für ein lustiges Volk wir im Grunde sind!

Meine kaukasische Schwiegermutter

Roman, 2010
Manhatten Verlag, ISBN: 978-3-442-54656-5
224 Seiten, €17,99

Es ist das Paradies auf Erden: süße Melonen, emsige Bienen, pralle Weintrauben und spottbillige Prada-Taschen von Channel. Das gibt es nur an einem besonderen Ort: dem Kaukasus. Hier lebt die Schwiegermutter von Wladimir Kaminer samt ihrer Familie in Borodinowka an der Steppenstraße, einem Ort der Lebensfreude, Abenteuer und Begegnungen mit einzigartigen Menschen. Von ihnen erzählt Wladimir Kaminer so hinreißend, dass sie einem sofort ans Herz wachsen: Neben der Schwiegermutter wären da noch Onkel Joe, die Mitarbeiter der Dorfkantine, der Maler Gleb Michailowitsch oder der Imker Juri. Dazu ein paar unsichtbare springende Bartmäuse sowie die beiden frisch gekämmten Kühe der kleinen Siedlung. Als dann auch noch das deutsche Fernsehen kommt, um die Dokumentation »Kaminer Goes Kaukasus« zu drehen, steht Borodinowka kopf …

Meine russischen Nachbarn

Roman, 2009
Goldmann Verlag, ISBN: 978-3-442-47547-6
224 Seiten, €7,99

Ein Leben ohne Nachbarn ist vielleicht möglich, aber sinnlos. Wer würde sonst in der Wohnung nebenan Tennis spielen, morgens auf der Trompete üben und im Sommer auf dem Balkon grillen? Und wenn man wie Wladimir Kaminer mit einer Russen-WG unter einem Dach wohnt, wird jeder Tag zum Abenteuer. Ob Sergej liebevoll eine alte Ausgabe des Kapital signiert – „Viel Spaß beim Lesen, mein Mäuschen, dein Marx“ –, um sie dann bei eBay als Rarität zu versteigern, oder ob Andrej ein paar Zeugen Jehovas kapert, weil er so gerne Besuch bekommt: Die beiden sorgen dafür, dass es nie langweilig wird – und dass man sich bald selbst eine Russen-WG im Haus wünscht. Dann klappt’s auch mit den Nachbarn …

Es gab keinen Sex im Sozialismus

Roman, 2009
Goldmann Verlag, ISBN: 978-3-442-54265-9
240 Seiten, €8,95

Mit hintergründigem Witz und ironischem Augenzwinkern erzählt Wladimir Kaminer Geschichten aus seiner untergegangenen Heimat, der Sowjetunion. Es ist ein Land voller Überraschungen und Abenteuer, vom Kauf eines Neuwagens über die lebensgefährlichen Feierlichkeiten am Tag der Kosmonautik bis zur täglichen Schnäppchenjagd. Besonders günstig waren in der UdSSR übrigens nicht nur Brillen, Streichinstrumente und Nasentropfen, sondern auch Steppenschildkröten aus Kasachstan. All das und noch viel mehr erfährt der Leser in diesen hinreißend komischen neuen Geschichten von Deutschlands Lieblingsautor Wladimir Kaminer.

Originalausgabe mit 30 brandneuen, liebevoll illustrierten Geschichten.

Salve Papa!

Roman, 2008
Manhatten Verlag, ISBN: 978-3-442-54282-6
224 Seiten, €7,95

Kinder ticken einfach anders. Sie klettern auf dem Bügelbrett durch die Wohnung, aber die Schwimmübung im flachen Wasser lehnen sie ab. Sie lernen dank mehrsprachiger DVDs nebenbei Finnisch, aber im Lateinunterricht ist nach dem ersten „Salve“ schon wieder Schluss. Sie versteigern ihre Lutscher auf dem Schulhof und verstehen die Gesetze der Marktwirtschaft nahezu intuitiv, nur mit dem Rechnen hapert es. Für Eltern ist es nicht immer ganz einfach, sich in der Welt ihrer Kinder zurechtzufinden. Um dabei nicht den Verstand zu verlieren, gibt es nur eins: Humor. Und davon hat Wladimir Kaminer eine ganze Menge …

Kinder, Chaos und der Kremlweihnachtsmann – der neue Kaminer ist eine Klasse für sich!

Mein Leben im Schrebergarten

Roman, 2007
Goldmann Verlag, ISBN: 978-3-442-54270-3
224 Seiten, €7,95

Die Gärtner sind alle Verbrecher – das muss Wladimir Kaminer schon bald erkennen. Der Neuankömmling in der Berliner Kleingartenkolonie „Glückliche Hütten“ hat nämlich innerhalb kürzester Zeit gegen fast alle Vorschriften des Bundeskleingartengesetzes verstoßen. Aber das hält ihn nicht davon ab, sich mit Leib und Seele in das abenteuerliche Leben als Schrebergärtner zu stürzen. Und so hält er in diesem hinreißend komischen Buch ein Gartenjahr der etwas anderen Art fest, mit Rhabarberernte, interessanten Nachbarn und ungezähmter Natur …

Fertig ist die Laube!

Der Schrebergarten als Ort hinreißend lustiger Abenteuer und Heimat deutscher Eigenarten.

Ich bin kein Berliner - Ein Reiseführer für faule Touristen

Roman, 2007
Goldmann Verlag, ISBN: 978-3-442-54240-6
256 Seiten, €8,95

Der bekannteste und beliebteste Berliner führt durch seine Stadt – ein Reiseführer der anderen Art.

Es gibt derzeit wohl kaum einen bekannteren Berliner als Wladimir Kaminer. Und keinen, der geeigneter wäre, die Stadt einem Touristen in all ihren Facetten vorzustellen. Von einer kurzen Einführung in die Berliner Historie über Geschichten zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand oder das Verhalten japanischer Touristen bringt Wladimir Kaminer auf gewohnt witzig-charmante Art dem Leser seine neue Heimat näher. Dabei dürfen natürlich auch praktische Hinweise nicht fehlen: Dazu gehören kleine Spazierrouten, dank derer man auf den Spuren von Wladimir Kaminer durch die Stadt schlendern kann, sowie Adressen origineller Restaurants, Geschäfte und anderer im Buch vorgestellten Attraktionen.

Küche totalitär - Das Kochbuch des Sozialismus

Roman, 2006
Manhatten Verlag, ISBN: 978-3-442-54257-4
224 Seiten, €7,95

Es muss nicht immer Kaviar sein – für Russen schon gar nicht. Das wahre Symbol für Luxus und feine Lebensart ist in Russland die Ananas. Dieses Beispiel zeigt: Kulinarisch ist die ehemalige Sowjetunion hierzulande unbekanntes Terrain. Dank Wladimir Kaminer ist damit nun Schluss. Er führt durch Töpfe und Teller der alten Sowjetrepubliken, bringt dem Laien nebenbei Länder und Leute näher und natürlich die aufregendste Cuisine der Welt! Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Olga, die die besten Rezepte aus ihrer Sammlung beisteuert …

Unvergessliche Begegnungen mit der sowjetischen Küche und ausgefallene Rezepte – ein Hochgenuss!

Ich mache mir Sorgen, Mama

Roman, 2006
Goldmann Verlag, ISBN: 978-3-442-46182-0
256 Seiten, €8,95

Wer Wladimir Kaminers Geschichten kennt, kennt auch seine Familie: seine Frau Olga, seine beiden Kinder und natürlich seine Eltern. Egal ob Erziehungsfragen, sexuelle Aufklärungsarbeit, deutscher Behördendschungel, sportliche Extravaganzen, Mysterien des Religionsunterrichts, Urlaubskatastrophen oder die Invasion der Playmobilfiguren – das Leben mit seiner Familie stellt Wladimir Kaminer unablässig vor neue Herausforderungen und beschert ihm immer wieder äußerst kuriose Erfahrungen. Und wer könnte hinreißender von ihnen erzählen als er selbst?

Karaoke

Roman, 2005
Manhatten Verlag, ISBN: 978-3-442-54243-7
192 Seiten, €7,95

Wie tanzt man als Pinguin „Die Eroberung des Nordpols“ im Volksballett-Kollektiv? Warum sehen die Mitglieder der Popband „Der kuschelige Mai“ alle aus wie junge Gorbatschows? Und wieso funktioniert der Kassettenrekorder Romantiker 306, ein Wunderwerk sowjetischer Technologie aus Abfällen der Raketenindustrie, nur auf heimischem Territorium? Von diesen Mysterien und von anderen Begegnungen mit der Welt der Musik erzählt Wladimir Kaminer so charmant wie hinreißend komisch.

Militärmusik

Roman, 2003
Goldmann Verlag, ISBN: 978-3-442-45570-6
224 Seiten, €7,95

Mit unnachahmlichem Witz und Charme erzählt Kaminer von den Tücken des Alltags und seinen haarsträubenden Abenteuern im Russland der Gorbatschow-Zeit. Nach der Lektüre dieses Romans bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen: Wieso die Sowjetunion nicht schon früher zusammenbrach …

Russendisko

Roman, 2000
Goldmann Verlag, ISBN: 978-3-442-47783-8
192 Seiten, €7,99

Es ist spontane Entscheidung. Die Fahrkarte von Moskau nach Berlin kostet nur 96 Rubel, er braucht kein Visum, und außerdem lockt das Abenteuer – kurzerhand packt Wladimir Kaminer seine Sachen und reist im Sommer 1990 nach Deutschland. Berlin erweist sich schnell als ganz besondere Stadt. Hier trifft Wladimir seine zukünftige Frau Olga, ruft die Russendisko ins Leben und bringt sich mit dem russischen Lehrbuch „Deutsches Deutsch zum Selberlernen“ eine neue Sprache bei. Mit hintergründigem Witz und umwerfendem Charme erzählt Wladimir Kaminer von unvergesslichen Menschen, ungewöhnlichen Begegnungen und dem ganz normalen Wahnsinn seines neuen Lebens in Berlin.