Tim Schomacker

Foto: Kay Michalak

»Meine Daten sind bekanntlich unzuverlässig.«
J. L. Borges

TIM SCHOMACKER (*1973) lebt als Autor, Journalist und Texter, Musiker, Radiomacher und Vorleser in Bremen. Studium der Politik-, Literatur- und Geschichtswissenschaften in Münster und Oldenburg. Seine Texte zu kulturellen Themen erscheinen u.a. in taz, konkret, nachtkritik, Kreiszeitung Syke, Positionen und Jüdische Allgemeine Zeitung.

2004 erhielt er das Autorenstipendium des Bremer Senats.
2006 realisierte er als Writer in Residence des Literaturhauses Bremen das Netzprojekt papierfiguren.
2013 wurde seine musikalisch-filmische Installation MACH MAL! (gemeinsam mit Jan van Hasselt) mit dem Videokunst Förderpreis Bremen ausgezeichnet.

Von 2006 bis 2011 entwickelte, moderierte und produzierte Tim Schomacker verschiedene Radio- und Podcastformate für kulturg.u.t (Kunst- und Künstlerhaus Schwankhalle Bremen).
Seit 2005 entwickelt, produziert und moderiert er verschiedene Formate zur Präsentation von Literatur und Lebensgeschichten, darunter regelmäßige Erzählcafés zu verschiedenen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Themen in Zusammenarbeit mit KulturAmbulanz (Klinikum Bremen-Ost) sowie Buchpräsentationen u.a. mit David Peace, Bret Easton Ellis, Tim Parks, Louis Begley, Kiran Nagarkar.

Als Alltagsperkussionist und Klangperformer realisiert Tim Schomacker seit 2008 mit dem MusikAktionsEnsemble KLANK neben diversen Konzertformaten in Quartettformation und Workshops mit Schülerinnen und Schülern zahlreiche Konzertereignisse mit verschiedenen Ensembles. Darunter: GROSSES LERNEN (Bremen 2009), StadtKLANK (Waiblingen 2010, Auftragsarbeit im Rahmen von zukunftsmusik/Musik der Jahrhunderte Stuttgart) und ANUNDFUERSICH (zusammen mit Dina Koper, Oldenburg 2011). Im Juni 2012 wurde die Film/Konzert/Aktion UND BEFREIEN SIE VON WAS (zusammen mit Jan van Hasselt und Projektchor Martfeld) im Rahmen des klangpol-Festivals LandKlang uraufgeführt.

Gemeinsam mit Reinhart Hammerschmidt Gründer der Agentur on Demand für Text, Grafik, Idee, Konzept NBK.


Bücher

Bremenbuch

Kurzgeschichten, 2008
Verbrecher Verlag, ISBN: 978-3940426031
241 Seiten, €13,00

Hrsg. von Jörg Sundermeier, Werner Labisch, Radek Krolczyk

Bremen liegt an der Weser. Früher gab es Kolonialwarenhändler, Werften, Räterepublik und die rote Kaderschmiede, aber das ist lange her. Nach wie vor essen die Bremer Labskaus und Kohl mit Pinkel, exportieren Beck’s und die Bremer Stadtmusikanten in alle Welt, lieben Paula Modersohn-Becker und Tim Fischer, sind natürlich für Werder und stolz auf Schnoorviertel, Böttcherstrasse, Roland, Dom und Überseemuseum. Doch was ist die Stadt, die zusammen mit ihrer Hafendependance in Niedersachsen das kleinste Bundesland bildet, wirklich?
Texte und Bilder von Nina Bittcher, Peter O. Chotjewitz, Detlev Claussen, Knud Kohr, Rudolf Lorenzen, Eric Peters, Linus Volkmann, Germar Grimsen, Sven Regener, Tim Schomacker, Arn Strohmeyer und vielen anderen.

On Rules and Monsters. Essays zu Horror, Film und Gesellschaft

Essays, 2008
Argument Verlag, ISBN: 978-3886194728
192 Seiten, €9,90

Hrsg. von Benjamin Moldenhauer, Christoph Spehr und Jörg Windszus

Mit Beiträgen von Linnie Blake, Jörg Buttgereit, Udo Franke-Penski, Dietrich Kuhlbrodt, Verena Kuni, Benjamin Moldenhauer, Uche Nduka, Jakob Schmidt, Tim Schomacker, Christoph Spehr, Dieter Wiene und Jörg Windszus.
Die Klassiker der Literaturgeschichte sind voll davon. Von der Ilias über Macbeth bis zum Faust, von Byron über Brecht bis Böll: Wer den Horror rausnimmt, dem bleibt wenig übrig. Im Horror sind immer geschichtliche Erfahrungen aufgehoben, und zwar zeitgeschichtliche. Hier lagert sich ab, was kollektiv erlebt wird und verarbeitet werden muss. Das Horrorgenre ist ein Trainingslager für die Psyche. Was in der Sozialisation an den Rand gedrängt wird, rückt es zurück ins Zentrum.