Peter Holz

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Träger des Bremer Autorenstipendiums 2006

Dr. Peter Holz, Jahrgang 1970, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für angewandte Linguistik an der Universität Bremen sowie freiberuflicher Mediator. Studium der Germanistik, Linguistik, Semiotik und Kulturwissenschaft im Vechta, Bremen, Leeds/GB und Aarhus/DK.
In den 90ern Herausgeber der studentischen Literaturzeitschrift (sola scriptura, Veröffentlichung eigener Lyrik und Kurzprosa), journalistische Tätigkeit für das INTRO-Musikmagazin und zahlreiche regionale Tageszeitungen. 2005 Promotion zum Dr. phil. mit der linguistischen Dissertation „Die Sprache des Parfums“. Im Jahr 2006 gewann er das Bremer Autorenstipendium.

http://www.peter-holz.net/


Bücher

Speaking of colors and odors

Sachbuch, 2007
John Benjamins Publishing Company, Amsterdam, ISBN: 978-90-272-3895-5
244 Seiten, €110,00

How to speak of colors and odors? In many cases, we have to think about an adequate description of a perceived odor or shade of color. Words are not fluently available.The contributions discuss color and odor perception and its linguistic representation from different disciplinary angles: from neurobiology, neuropsychology, psycholinguistics, cognitive linguistics and philosophy. They show that linguistic representation of colors and odors depends highly on cultures of communication. Experts are skilled in discerning finer differences between their sense impressions and have at their disposal a special language which non-experts do not master. The color and odor vocabulary is rare, if there is no cultural habit to communicate the very sense impression. In cases where individuals have to speak of their sensory experiences more precisely they often turn to metaphors. The contributions discuss the lack of inter-individual conventions of naming and describing odors – compared to the more expanded linguistic representation of colors.

Die Sprache des Parfums

Eine empirische Untersuchung zur Grammatik, Metaphorik und Poetizität des Parfumwerbetextes, 2005
Verlag Dr. Kovac, Hamburg, ISBN: 978-3830018285
310 Seiten, €88,00

Kann man den Duft eines Parfums mit Worten angemessen beschreiben? Die Parfumwerbung versucht dies zumindest und bringt dabei mitunter skurrile Sprachkreationen hervor wie „ein pulsierender, strahlender Duftakkord“ oder „ein männlich-sinnliches Finish“. Aber werden derartige Beschreibungen von den LeserInnen verstanden? Kann man sich bei der Lektüre vorstellen, wie ein derart beschriebenes Parfum riecht? Werden überhaupt Geruchsqualitäten beschrieben? Diesen und anderen Fragen um das komplizierte Verhältnis zwischen Sprache und Geruch geht der Germanist und Semiotiker Peter Holz in der vorliegenden empirisch-linguistischen Untersuchung nach. Er legt außerdem kognitionswissenschaftlich dar, warum unser Gehirn elementare Probleme hat Geruchsempfindungen kommunizierbar zu verbalisieren.