Max Goldt

Zu Gast im Theater am Leibnizplatz 2018

Max Goldt, geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Er bildete zusammen mit Gerd Pasemann das Musikduo Foyer des Arts, in welchem er eigene Texte deklamierte. Max Goldt hat zusammen mit Katz sechs Comicbände herausgebracht. Er bereist nicht selten den deutschen Sprachraum als Vortragender eigener Texte. 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 1999 der Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire, 2008 erhielt er den Kleist-Preis und den Hugo-Ball-Preis.

http://katzundgoldt.de


Bücher

Die Chefin verzichtet

Textsammlung, 2012
Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3-87134-751-1
160 Seiten, €17,95

In Jülich kam es am vergangenen Wochenende zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen älteren Frauen. Das Kernkraftwerk sei aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, teilten die Behörden mit. Entschuldigung, wie lautete noch mal Ihre Frage? Ja, ich bin gerade etwas geistesabwesend. Das liegt unter anderem daran, daß Sie so ein langweiliger Gesprächspartner sind. Ich neige in solchen Fällen dazu, Meldungen aus dem Lokalteil vorzulesen.

Gattin aus Holzabfällen

Bilderbuch mit Text, 2010
Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3871346958
128 Seiten, €18,95

Freunde und Verehrer des Dichters sagen, Max Gold habe die Bildlegende zur Kunstform erhoben. Ist das die reine Wahrheit oder nur holes Promotionsgeklingel? Anhand von Max Golds erstem Bilderbuch lässt sich diese Frage einigermaßen leicht beantworten. Man gebe dem Mann zumindest eine Chance!

Texte aus den in die Vergriffenheit entlassenen Büchern "Quitten" und "Kugeln"

Prosa, 2009
Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3-499-25207-5
272 Seiten, €8,99

33 Prosatexte aus den frühen neunziger Jahren, darunter:
– Üble Beläge
-Ich beeindruckte durch ein seltenes KZ
-Okay Mutter, ich nehme die Mittagsmaschine
-Hyppytyyny huomiseksi
-Dank Bügelhilfe fühlt man sich wie ein geisteskranker König
-Die Mittwochsmemmen
-Ein Flugzeug voller Nashi-Birnen,ein Jesus voller Amseln
-Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau
und
-Der Unterschied zwischen Wäwäwäwäwä und Wäwäwäwäwäwäwä

QQ

Essays, 2008
Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3499247620
155 Seiten, €8,95

QQ ist einer von diesen freischwebend-assoziativen Titeln, zumindest auf den ersten Blick. Laut Auskunft seines Trägers steht er als Kürzel für „quiet quality“, einem Schlagwort aus den USA „für alles, was nicht schreit und spritzt“. Der zweite Blick offenbart also bereits, wie klug der Titel ist. Denn in den 21 Essays, die allesamt auf Erstveröffentlichungen in Titanic aus den Jahren 2005 und 2006 basieren, schreit und spritzt es an keiner Stelle, ganz im Gegenteil…

Vom Zauber des seitlich daran Vorbeigehens

Prosa und Szenen, 2006
Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3499242540
176 Seiten, €7,95

Was würde wohl die Nachwelt über den inzwischen 46-jährigen, begnadeten Titanic-Kolumnisten Max Goldt so Tolles denken, wenn er stürbe? Natürlich kann man das nicht wissen, aber für die Beantwortung von derlei skurrilen Fragen haben wir ja einen, der sie besser als jeder andere beantworten kann: Max Goldt selbst natürlich.

Die Radiotrinkerin

Textsammlung, 2005
Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3499236853
176 Seiten, €7,95

44 satirische Miniaturen, Prosastücke, Monologe, fiktive Reportagen und Interviews.

Der Krapfen auf dem Sims

Essays, 2001
Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3-8286-0156-7
176 Seiten, €8,95

„Was denn für ein Wappen?“ rief nun Akihito. „Weiß ich doch nicht, was Sie da für ein Wappen draufhaben wollen“, erwiderte die Zofe, der auch Regensburger Zucht das Frechsein nicht hatte austreiben können. Der Kaiser ging daher in die Bibliothek und wälzte im Scheine des Kienspans heraldische Lexika. Was er schließlich auswählte, war das Wappen der Stadt Berlin, nicht, weil ihn mit Berlin irgend etwas verband, sondern weil ihn die unnatürliche Art, wie der Berliner Wappenbär dasteht, angenehm an die unnatürliche Art erinnerte, wie manche japanische Frauen gehen.