Malin Schwerdtfeger

Foto: Privat

Malin Schwerdtfeger wurde 1972 in Bremen geboren, studierte Judaistik und Islamwissenschaft in Berlin. Im Jahr 1998 gewann sie das Förderstipendium der Stadt Bremen, 2000 einen Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Im folgenden Jahr erschienen der Erzählband „Leichte Mädchen“ und der Roman „Café Saratoga“, der zu einem grossen Teil in Bremen spielt. 2004 folgte mit „Delphi“ der zweite Roman.

Malin Schwerdtfeger lebt als freie Autorin und Buchhändlerin in Berlin.


Bücher

Die Kürbiskönigin

Kinderbuch, 2008
Bloomsbury Verlag, ISBN: 978-3827053152
34 Seiten, €12,90

Zu einer Zeit, als die Menschen und die Geister noch zusammenlebten, da lebte auch ein Zauberer, dem stets ein blauer Schmetterling voranflog und der den Menschen unheimlich war, und es lebte ein König, der mit Leidenschaft Kürbisse züchtete. Einem Kürbis schenkte König Malko seine ganze Liebe und Fürsorge, groß wie ein Elefant sollte er werden. Doch eines Tages vernahm er ein lautes Klopfen aus dem Kürbis. Er versammelte den Hofstaat um sich, doch niemand wusste das Klopfen zu erklären, und so ließ er den gefürchteten Zauberer kommen … Mit großer Eleganz erzählt Malin Schwerdtfeger den japanischen Mythos neu und führt uns in eine Welt der Zauberer und Kürbisgeister, in eine Welt fernöstlicher Magie.

"Versuche, dein Leben zu machen"

Mit Margot Friedlander, 2008
Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3-87134-587-6
272 Seiten, €19,90

Als sich die 21-jährige Margot am Mittag des 20. Januar 1943 mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Ralph treffen will, um die Flucht vor der Gestapo aus Berlin vorzubereiten, erfährt sie, dass ihr Bruder kurz zuvor abgeholt wurde. Und auch die Mutter erscheint nicht – sie hinterlässt ihrer Tochter folgende Botschaft: «Ich gehe mit Ralph, wohin auch immer das sein mag. Versuche, dein Leben zu machen.»
Margot Friedlander emigrierte 1946 in die USA. Heute, sechzig Jahre später, erzählt sie gemeinsam mit der Schriftstellerin Malin Schwerdtfeger ihre Geschichte – eine dramatische Geschichte von Hoffnung und Verrat, von Zivilcourage inmitten des Terrors und vom unbedingten Willen zu überleben.

Delphi

Roman, 2004
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN: 978-3462034028
295 Seiten, €18,90

Alles beginnt in Delphi: Die verwackelten Bilder einer Amateurkamera zeigen einen Mann, der vor dem Apollontempel eine Rede hält. Zwei Kinder spielen zwischen den Ruinen der Orakelstätte. Es sind die Geschwister Linda und Robbie, die von der Mutter gefilmt werden, während ihr Vater, ein Archäologe, sie in die antike Sagenwelt einführt. Die beiden jüngeren Schwestern sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren, und doch sind sie schon mit dabei, denn eine von ihnen ist die Erzählerin.

Leichte Mädchen

Erzählungen, 2002
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN: 978-3462029963
139 Seiten, €7,90

Mama macht, von einer Fernreise zurückgekehrt, nur einen Zwischenstopp, um gleich wieder dem neuen Freund, einem tibetanischen Sherpa, nachzusteigen, während Papa zwischen Telearbeit, Thrombosespritze und abendlichem Milchglas im Bett, aus dem er sich nicht mehr erhebt, gleichsam zu wuchern beginnt. Und die Tochter fasst einen plötzlichen Entschluss… Die Mütter und Väter in Malin Schwerdtfegers Geschichten verhalten sich unberechenbar, anders, als ihre Kinder, die in ihnen einmal Garanten für Ordnung sahen, annehmen mussten.

Café Saratoga

Roman, 2001
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN: 978-3462030181
287 Seiten, €19,50

Malin Schwerdtfegers erster Roman erzählt vom Erwachsenwerden, von Liebe und Freundschaft, in einem neuen, wildpoetischen, unverwechselbaren Ton. Für die beiden Schwestern Sonja und Majka, zwei Mädchen in der Pubertät, ist die polnische Halbinsel Hel in ihren Sommerurlauben ein Ort der Abenteuer und Erweckungen, besonders das Café Saratoga, das ihr Vater von der steinalten Tante Apolonia übernimmt.