Kirsten Fuchs

Foto: Paul Bokowski

Zu Gast bei poetry on the road 2017

Kirsten Fuchs, 1977 in Karl-Marx-Stadt geboren, ist vermutlich die bekannteste und beliebteste Autorin der Berliner Lesebühnenszene. 2003 gewann sie den renommierten Literaturwettbewerb Open Mike, seither hat sie einen festen Platz in der jüngeren deutschen Literatur. 2005 erschien ihr vielgelobter Debütroman «Die Titanic und Herr Berg», 2008 der Roman «Heile, heile». «Mädchenmeute» wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2016 ausgezeichnet.

http://www.kirsten-fuchs.de/


Bücher

Mädchenmeute

Roman, 2016
rororo rotfuchs, ISBN: 978-3-499-21758-6
464 Seiten, €9,99

«Unsere Eltern denken, dass wir im Camp sind. Niemand vermisst uns in den nächsten zwei Wochen. Wir können machen, was wir wollen! Was wir wollen… Überlegt doch mal! Einfach alles. So frei sind wir nie wieder. Nie wieder in unserem Leben.» Das schlug bei mir ein wie eine Bombe. Freiheit – da gab es so viele Lieder drüber. So was wie Freiheit war für so was wie Tiere. Hatte ich bis dahin immer gedacht. Es hatte nichts mit mir zu tun. Aber auf einmal war ich also frei. Genau in diesem Moment! Es roch auch alles ganz frei. Nach freier Nacht, freiem Mond, freiem Gras und freiem Himmel. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2016.

Heile, heile

Roman, 2009
rororo, ISBN: 978-3-499-24736-1
320 Seiten, €8,95

Rebekka ist in einer Orientierungsphase. Die junge Reiseverkehrskauffrau knabbert an der Trennung von Adrian. Dass sie selbst den Anlass dazu gegeben hat, weil sie ihn betrog, davon will sie nichts mehr wissen. Sie sucht Rat in der Gruppe «Männerentzug»: lauter Frauen, die vor allem eins lernen wollen – auf eigenen Beinen stehen, unabhängig werden. Was Rebekka außerdem noch lernt: sich nicht so wichtig zu nehmen angesichts wichtigerer Probleme, wie dem Sterben ihrer Freundin Jette.

Zieh dir das mal an!

Essays, 2006
rororo, ISBN: 978-3-499-24256-4
128 Seiten, €7,90

Kirsten Fuchs schreibt über Kleider. Nicht über Gucci und Prada. Eher über enge Rhombenpullunder, XXXL-Kapuzen, Punk-Schlüpfer, Prollhosen. Aber natürlich geht es um mehr, wenn sie unterhaltsam vorführt, wie der Quelle-Katalog auf die Psyche einer Bürgerin der DDR wirkte, wie Hartz an die Wäsche gehen kann und wie einen das Schicksal der Lieblingshose Vergänglichkeit lehrt.