Kai Artinger

Artinger, Kai

Prime Time Crime Time 2008

Kai Artinger, 1963 in Bremen geboren, ist promovierter Kunsthistoriker, Ausstellungskurator und Autor. Er und arbeitet in Hamburg. Publizierte zahlreiche Essays zur Kunst- und Kulturgeschichte; zusammen.

Kai Artinger veröffentlichte bereits zwei Krimis („Tod in Worpswede“, 2003; „Novembermorde, 2005). Sie erzählen genau wie „Die Sphinx von Amsterdam“ von Kommissar Lüder und der Bremer Kriminalpolizei in den Jahren 1933 bis 1946. Jeder Krimi dieser Trilogie ist in sich abgeschlossen.


Bücher

Jagd auf Westheims Sammlung

Kunstkrimi, 2014
VDG Weimar, ISBN: 978-3-89739-804-7
220 Seiten, €14,80

Die junge New Yorker Ethnologin Susan Bell ist tough. Nichts wirft sie so schnell aus der Bahn. Doch die Mauerstadt Berlin der 1970er-Jahre zeigt ihr schnell die Grenzen auf. Gleich nach ihrer Ankunft stößt sie auf eine Leiche, und ihr Großvater, Gustav Lüder, lässt sie im Regen stehen. Der alte Kommissar a. D. hat eigentlich mit dem Leben abgeschlossen. Er wartet auf das Ende. Mit dem Auftauchen seiner selbstbewussten Enkelin ist damit Schluss. Auf geheimnisvolle Weise ist sie verstrickt in eine Mord- und Kunstdiebstahlsserie, die die Stadt in Atem hält. Schließlich bringt sie Lüder und sich selbst in Lebensgefahr. Denn ohne es zu ahnen, hat Susan den Tod im Gepäck.

Artingers Krimi erzählt zugleich die Geschichte von Paul Westheim, dem berühmtesten Kunstkritiker in der Weimarer Republik. Als ein von den Nationalsozialisten bestgehasster Mann musste er sich nach Mexiko retten. Artingers Figur des Kommissars Lüder ist bereits aus dem erfolgreichen Krimi „Tod in Worpswede“ bekannt.

Das Museum

Roman, 2010
Kramer, ISBN: 978-3879563449
286 Seiten, €18,00

Die Handlung in diesem Kriminalroman ist in Berlin und vor allem in New York angesiedelt. Ein Erpresser droht 1952, einen Sprengsatz im Museum der New Yorker Frick Collection zu zünden. – Auf den Namensgeber des Museums, den Industriellen Henry Clay Frick, verübte der russische Anarchist Alexander Berkmann, Freund von Emma Goldman, im großen Homesteadstreik in Pittsburgh im Jahre 1892 ein Attentat, weil dort zehn Arbeiter erschossen worden waren. – Zur Erinnerung an die toten Arbeiter bedroht der Erpresser die Museumsleitung. Doch für diese sind seine Forderungen unannehmbar. Als der Erpresser erkennt, dass die Gegenseite ihn nicht ernst nimmt und auf Zeit spielt, entschließt er sich, seine Drohung wahrzumachen. Das Ultimatum läuft. Dann verschwindet der Museumsdirektor. – Dieser Kriminalroman ist für Krimi- und Thriller-Leser, New-York-Touristen, Museumsbesucher und Kulturinteressierte, Kunst- und Kulturhistoriker, die an der Arbeiter- und Anarchismusgeschichte der USA interessiert sind, ein Muss.

Paula Modersohn-Becker. Der andere Blick

Sachbuch, 2009
Mann (Gebr) Verlag, ISBN: 978-3-7861-2596-9
160 Seiten, €19,90

Bisher verdrängen Kunstwelt und Forschung mehrheitlich die ambivalente Rezeptionsgeschichte von Paula Modersohn-Beckers Werk. Das vorliegende Buch verhandelt die Wirkung ihres Œuvres erstmals kritisch.

Die Sphinx von Amsterdam

Kriminalroman 2007
Schardt Verlag, Oldenburg, ISBN: 978-3898413381
304 Seiten, €12,80

Amsterdam 1940. In der von den Deutschen besetzten Stadt kaufen diese hemmungslos den Kunstmarkt leer. Dabei ist eine Bremer Wirtschaftsdelegation unter Leitung des Bürgermeisters. Ihr Geschäft scheint erfolgreich – bis im Amsterdamer Hafen die brutal zugerichtete Leiche eines Kunsthändlers und in Bremen eine Fälschung für Unruhe sorgt.

Novembermorde

Bremen-Krimi, 2005
Aschenbeck, ISBN: 978-3932292965
237 Seiten, €12,80

Buß- und Bettag, 1945. Der Krieg ist vorbei, die Barbarei nicht vergessen. Ein abgelegener Hof bei Bremen wird geplündert, zwei Familien werden kaltblütig ermordet. Ein Massaker – das ein Mann überlebt. Schwer verletzt kann er fliehen. Er ist Kommissar Lüders wichtigster Zeuge der Blutnacht. Die Militärverwaltung drängt auf schnelle Aufklärung. Lüder präsentiert schon am nächsten Tag die Tatverdächtigen: eine Bande von Zwangsarbeitern. Der Fall scheint gelöst. Wäre da nicht der zweite Mordanschlag auf den Zeugen, der Lüder brutal in die Wirklichkeit zurück stößt.

Tod in Worpswede

Kriminalroman, 2003
Vdg-Verlag, ISBN: 978-3897393585
258 Seiten, €16,80

Worpswede 1934: Eine Leiche ohne Kopf wird in der Nähe des Künstlerdorfes im Moor gefunden. Die Kommissare Lüder und Piel ermitteln vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Umbrüche im Künstlerdorf, wo abstrakte wie „heimatverbundene“ Maler, künftige Emigranten und aufstrebende Kulturpolitiker in enger, konfliktträchtiger Nachbarschaft leben.