Jürg Beeler

Jürg Beeler, geboren am 9. Juni 1957 in Zürich, lebt heute als freier Schriftsteller in Zürich und Bremen. Er studierte Germanistik, Literaturkritik und Komparatistik an Universitäten in Genf, Zürich und Tübingen. Nach seinen Examen arbeitete er im Teilamt als Mittelschullehrer und war als Rezensent, sowie als Reise- und Kulturjournalist tätig. Es folgten längere Auslandsaufenthalte.

Preise und Auszeichnungen:

1987 Erwin-Jaeckle-Preis der Goethe-Stiftung in Basel
1987 Werkjahr des Solothurnischen Kuratoriums für Kulturförderung
1989 Werkjahr der Pro Helvetia
1993 Werkjahr der Stadt Zürich
1994 1.Förderpreis beim Lyrikpreis Meran
1997 Literaturpreis des Kantons Solothurn
1999 Werkjahr Kanton Zürich
2000 Werkjahr der Pro Helvetia
2002 Preis der Schweizerischen Schillerstiftung
2004 Artist in Residence, Künstlerhäuser Worpswede


Bücher

Der Mann, der Balzacs Romane schrieb

Roman, 2014
Dörlemann Verlag, ISBN: 9783038200055
208 Seiten, €14,99

Mit dem öffentlichen Rauchverbot verliert Jan Panowski sein Stammlokal, den Schwarzen Engel. Wenige Wochen später erfährt er vom Tod seines Zwillingsbruders, mit dem er keinen Kontakt mehr hatte. Jan Panowski beschließt, nicht zum Begräbnis nach Paris zu fahren, ohnehin verkehrt er lieber mit den Größen der Weltliteratur, allen voran mit Balzac. Doch der Verstorbene lässt ihm keine Ruhe. Weiterhin wird er mit seinem erfolgreichen und aus den Medien bekannten Bruder verwechselt.
Der Roman erzählt von der Rivalität eineiiger Zwillinge. Der Tod des einen weckt im anderen nicht nur Erinnerungen an Paris und die Liebe zu einer Ballettänzerin, sondern auch an eine Schuld, die sein Leben überschattet.

Solo für eine Kellnerin

Roman, 2008
Haymon Verlag, ISBN: 978-3852185514
184 Seiten, €17,90

Zwei Männer, Onkel und Neffe, erzählen von ihrer Liebe zur selben Frau. Der eine ist mit ihr verheiratet, der andere sitzt in ihrem Ferienhaus in der Toskana. Der Neffe, Tenorsaxophonist und Verführer, findet im Nachlass seiner Mutter 27 Briefe: Vergangenes holt ihn ein und läßt nicht nur seine Herkunft in völlig neuem Licht erscheinen, sondern spiegelt auch seine Beziehungen zu Frauen in beklemmender Weise wider.

Das Gewicht einer Nacht

Roman, 2004
Haymon Verlag, ISBN: 978-3852184579
140 Seiten, €15,90

So rasch wie möglich will der Ich-Erzähler, ehemaliger Reiseleiter und begnadeter Fabulierer, wieder aus Zürich weg. Doch die Folgen eines Unfalls halten diesen Wanderer zwischen Welten, Städten und Frauenherzen in seiner Heimatstadt fest. Er begegnet einer Frau, die er für Mira hält – die Frau, die zehn Jahre zuvor aus seinem Leben verschwunden ist. Was er vergessen wollte, bricht wieder auf, die Erinnerungen an die gemeinsamen Jahre in Amsterdam verfolgen ihn. War es wirklich Mira, oder doch nicht? Die Suche nach ihr wird zur Auseinandersetzung mit seinem vergangenen und gegenwärtigen Leben. Und wie die Sehnsucht nach Mira wächst auch die Angst, ihr wieder zu begegnen.

Die Liebe, sagt Stradivari

Roman, 2002
Haymon Verlag, ISBN: 978-3852183817
176 Seiten, €15,00

Woher kommt der unvergleichliche Klang von Antonio Stradivaris Geigen? Geigenbaumeister Simon Hofbauer glaubt seinem großen Vorbild endlich auf die Schliche gekommen zu sein. Er ist verheiratet mit der Malerin und Restauratorin Marta und liebt gleichzeitig die Cellistin Anne, wenig glücklich verheiratete Mutter zweier Kinder. Das ungleiche Quartett vervollständigt Simons Freund Paul, der an einem Buch über die Liebe schreibt. Als er sich in Anne verliebt, ahnt er nicht, dass sie die heimliche Geliebte seines Freundes ist. Kein Wunder, dass Simon viel durch Kopf und Herz fährt, als er seines Vaters Asche von der Rialtobrücke in den Canale Grande streut…