Imran Ayata

Foto: Harry Weber

Zu Gast auf der globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur 2017

Imran Ayata, geboren 1969 in Ulm, ist ein deutscher Autor, DJ und Fußballliebhaber. Er studierte Politologie in Frankfurt am Main, war Redakteur der Zeitschrift Die Beute.
Ayata ist Gesellschafter einer Agentur für Kampagnen. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Der Mitbegründer von Kanak Attak ist auch bekannt für die von ihm und Bülent Kullukcu zusammengestellte CD-Kompilation „Songs of Gastarbeiter Vol. 1“.


Bücher

Ruhm und Ruin. Roman in elf Geschichten

Roman, 2016
Verbrecher Verlag, ISBN: 9783957321251
200 Seiten, €19,90

Fußball ist das Leben – für Spieler, Schiedsrichter, gescheiterte Jahrhunderttalente, aktive Ehrenamtliche im Verein und einen ganzen Stadtteil. Im Zentrum des Romans steht ein türkischer, ehemals ziemlich erfolgreicher Kiezklub. Er verkörpert die Hoffnung (oder gar Utopie) der Migranten auf ein besseres Leben in einer urdeutschen Domain: dem Vereinswesen. Doch zwischen politischen Ansprüchen, dem Profifußball und den Ambitionen Einzelner werden viele Hoffnungen und Träume zerstört. Elf Menschen erzählen ihre Geschichte: vom Aufstieg und Niedergang des Vereins, von dessen Instrumentalisierung durch Politik und DFB, Rassismus auf dem Spielfeld, internen Machtkämpfen, scheinbar generösen Förderern, aber auch von Sehnsüchten und Ängsten, Fremdheit und Vorurteilen, Familie und Freundschaft. Eine Innenansicht aus dem Mikrokosmos Verein – pointiert und mitreißend geschrieben. Der Roman basiert auf dem Theaterstück „Liga der Verdammten“, das Imran Ayata zusammen mit dem Regisseur Neco Çelik 2013 im Berliner Ballhaus Naunynstraße auf die Bühne brachte.

Hürriyet Love Express

Stories, 2016
Kiepenheuer & Witsch, ISBN: 978-3-462-40025-0
208 Seiten, €12,99

Polaroids vom Leben junger Kanakster in Deutschland – gerade eben aufgenommen. Imran Ayata erzählt vom Hier und Jetzt. Dabei schickt er schillernde Typen, verkrachte Existenzen, Taugenichtse und Hasardeure in die Welt und schaut, was geschieht. Seine Helden machen sich zum Trottel für die Liebe und wollen doch eigentlich nur coole Jungs sein. Sie hoffen auf etwas Ruhe in einem Leben, das sie ständig davonzutragen droht, und stürzen doch kopfüber in den nächsten Rausch. Wie Brause in einem Wasserglas löst er Coolness in Melancholie und Moral in Lächerlichkeit auf.

Mein Name ist Revolution

Roman, 2011
Verbrecher Verlag, ISBN: 9783957321169
318 Seiten, €12,00

Das neue Deutschland hat viele Namen – einer davon ist Devrim. „Mein Name ist Revolution“ ist ein politisches Buch und ein Liebesroman: die Geschichte von Devrim (deutsch: Revolution), dessen kommunistische Eltern in den 1970er-Jahren nach Deutschland kommen und über Nacht mit einem Lottogewinn reich werden. Imran Ayata erzählt frei von Folklore und mit Witz, in einer klaren Sprache und Tonlage, die es in der sogenannten Migrantenliteratur so noch nicht gab. Hinter der Fassade eines sich cool gebenden Berlins verbergen sich Geschichten und Welten, die manchem vertraut, vielen aber völlig unbekannt sind.