Imke Müller-Hellmann

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Imke Müller-Hellmann, geboren 1975 in Aachen, lebt seit 1996 in Bremen. Sie schreibt Kurzgeschichten und arbeitet als Deutschlehrerin, Reiseleiterin und „Jobcoach“ für Menschen mit Behinderung. Teilnahme am Autorinnenforum 2007. Autorenstipendium des Landes Bremen 2008. MDR-Literaturwettbewerb-Anthologie 2010. 2. Platz Uslarer Literaturpreis 2010. Anthologie des 10. Harder Literaturpreises 2012. Stipendium des Bremer Literaturkontors 2012. Text des Monats Januar 2013 im Züricher Literaturhaus und Shortlist zum Erostepost-Literaturpreis 2013.

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Veröffentlichungen in Zeitschriften und Athologien (Auswahl):

„Paul“ in: Entwürfe Nr. 73 – Jugendstil
Zeitschrift für Literatur, März 2013
Herausgeber: Verein „entwürfe für literatur“, Zürich
12.- €
Kompetente Essays, literarische Debatten und Diskussionen, Lyrik und Prosa aus aller Welt fördern den Austausch auf nationaler wie internationaler Ebene. Mit der Veröffentlichung des Textes „Paul“ von Imke Müller-Hermann. Mehr lesen

„Das Gewicht einer jungen Frau
Text des Monats des Literaturhauses Zürich Mehr lesen

„Schlechte Wegstrecke“ in: Trau keinem über 30. Die besten Kurzgeschichten des 10. Harder Literaturwettbewerbs.
ISBN: 978-3-85298-183-3, 15,80 €
Die 15 in diesem Band vertretenen Geschichten haben sich gegen große Konkurrenz aus allen deutschsprachigen Länern durchgesetzt. Sprachliche Qualität, sowie eine fantasievolle, unterhaltsame und literarisch anspruchsvolle Umsetzung des Themas waren Voraussetzungen für die Prämierung beziehungsweise Auswahl der Texte. Eine anregende Lektüre von der ersten bis zur letzten Seite ist damit garantiert. Mehr lesen

„Eigentlich“ in: Entwürfe Nr. 69 – Blüten
Zeitschrift für Literatur, Januar 2012
Herausgeber: Verein „entwürfe für literatur“, Zürich
12.- €
Kompetente Essays, literarische Debatten und Diskussionen, Lyrik und Prosa aus aller Welt fördern den Austausch auf nationaler wie internationaler Ebene. Mit der Veröffentlichung des Textes „Eigentlich“ von Imke Müller-Hermann. Mehr lesen

Am Erker Nr. 61 – Über Grenzen
Zeitschrift für Literatur, Juni 2011
Daedalus Verlag, Münster, 160 S.
ISBN 978-3-89126-561-1, 9.- €
Texte u.a. von Matthias Kehle, Gisela Trahms, Imke Müller-Hellmann, Suzann-Viola Renninger, Essay von Martin Brinkmann über ‚Matthias‘ BAADER Holst, Interview mit Jenny Erpenbeck… Zum Text

Macondo Edition Nr. 24 – Schurken
Die Lust am Lesen, März 2011
Verlag im Laerfeld, Bochum
ISBN: 978-3933794-24-6, 7,50 €
Mit Texten von Tino Hanekamp, Markus Orths, Clare Wigfall, Stefan Petermann, Brigitte Schär, Imke Müller-Hellmann u.v.a. Mit Fotos von Michael Fiukowski, Martin Wilk, Vernon Trent, Carmen Renn, Marc Peschke u.v.a.

MDR-Literaturwettbewerb 2010. Die besten Geschichten
Literaturwettbewerb-Anthologie, 2010
Rotbuch Verlag, 160 S.
ISBN 978-3-86789-094-6, 9,95€
Jedes Jahr lädt der MDR junge, spät berufene und arrivierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu seinem Literaturwettbewerb ein. Dieser richtet sich an alle, die bereits erste Veröffentlichungen zu verzeichnen haben, und fördert dabei mit viel Gespür für neue Stimmen in der deutschsprachigen Literatur ungeahnte Schätze ans Licht. So gingen auch Clemens Meyer, Thomas Pletzinger und Henner Kotte als Sieger aus dem Wettbewerb hervor. Die Anthologie präsentiert die fünfundzwanzig besten Kurzgeschichten des 15. MDR-Literaturwettbewerbs, darunter auch die drei Bestplatzierten Irma Krauß (Platz 3), Florian Wacker (Platz 2) und Leif Randt (Platz 1). Die namhafte Jury unter ihrem Sprecher Clemens Meyer hat am Abend des 3. Mai 2010 im Literaturhaus Leipzig ihre drei Kurzgeschichten in einem live übertragenen, öffentlichen Wettlesen als die besten gekürt und das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro verteilt. Nachzulesen sind nun nicht nur die diese drei Siegergeschichten, sondern auch die der übrigen vier Finalteilnehmer sowie noch etliche andere in der Anthologie »MDR-Literaturwettbewerb 2010. Mit dabei: Imke Müller-Hellmann.

Macondo Edition 22 – Aufbruch
Magazin, Dezember 2009
Verlag im Laerfeld, Bochum, 112 S.
ISBN 978-3933794222, 7,50€
Macondo ist ein Magazin für und über Literatur und Fotografie. Macondo erscheint seit 1998 halbjährlich zu einem Themen-schwerpunkt in einer Auflage von 3000 Exemplaren mit ca. 100 Seiten im DIN A4-Format und wird über den Buchhandel und Abonnementversand vertrieben. Seit 2001 ist Macondo deutschland-weit im Bahnhofsbuchhandel vertreten. Zielsetzung von Macondo ist die Verbreitung junger und unbekannter deutschsprachiger Literatur sowie die Vermittlung eines Überblicks über den aktuellen Buchmarkt. Neben Kurzgeschichten, Gedichten, Romanauszügen und Fotos bieten wir einen umfangreichen Serviceteil für literatur-interessierte Leser. Rezensionen, nicht nur von Neuerscheinungen, sollen Wegweiser durch das wachsende Labyrinth des Buchmarktes sein. Entgegen der auch hier stark zunehmenden Kurzlebigkeit wollen wir insbesondere in der Rubrik „Herzensbücher“ Titel vorstellen, die (noch) nicht zum etablierten Literaturkanon gehören, uns aber als Lieblingsbücher ans Herz gewachsen sind. Gerade für ein halbjährlich erscheinendes Magazin erscheint es uns unangebracht, einer Aktualität hinterherzuhecheln, die dem Medium „Buch“ überhaupt nicht gerecht werden kann. Hinzu kommen weitere Specials wie Interviews oder Portraits. Die Rubriken „Bücher unter Strom“ und „Grenzgänge“ tragen dem wachsenden Einzug elektronischer Medien in den Literaturmarkt Rechnung und stellen interessante Bildbände vor. In etwas geringerem Umfang findet sich auch Musikkritik jenseits des Massengeschmacks. Mit dabei: Imke Müller-Hellmann.

„Namen in Ostfriesland“ in: Am Erker Nr. 54 – Geschichten aus der Provinz
Zeitschrift für Literatur, November 2007
Daedalus Verlag, Münster, 167 S.
ISBN 978-3-89126-554-3, 9 €
„Nach wie vor führt Am Erker, mit dem Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet, „begeisterte und gebrochene Enthusiasten des Trotzdem zusammen“, wie Stammautor Andreas Heckmann es ausdrückte. Die Kolumne „Fischwickel“, ein satirischer Rundumschlag auf den Literaturbetrieb, verspricht jedes Mal einen Hochgenuss.“ Katrin Hillgruber, Frankfurter Rundschau, 9.2.2009

http://www.imkemuellerhellmann.de/


Bücher

Leute machen Kleider

Sachbuch 2017
Osburg Verlag, ISBN: 978-3-95510-141-1
250 Seiten, €20,00

Eine Reise durch die globale Textilindustrie

Ein ganz alltäglicher Morgen: Aufstehen, ins Bad gehen, sich ankleiden. Doch was wäre, wenn aus dem Schrank die Menschen klettern würden, die unsere Kleidung hergestellt haben? Was würden sie von ihrer Arbeit und von ihrem Leben erzählen? Imke Müller-Hellmann nimmt ihre Lieblingskleidungsstücke und fährt los: Bangladesch, Vietnam, Portugal, Schwäbische Alb, Thüringen, China … Sie lernt die Näherin ihrer Fleecejacke kennen, den Textilveredler von Slip Claudia und die Spinnerin des Garns ihrer Wandersocken. Sie interviewt Firmenchefs in deutschen Luxushotels und Manager auf staubigen, bengalischen Pisten, fährt an chinesischen Betriebstoren vor und bedankt sich bei den verblüfften Angestellten für ihre Lieblingsjacke. Wovon träumt eine Wanderarbeiterin in China, die 10 bis 12 Stunden am Tag unter Neonlicht näht? Was erhofft sich ein Näher in Bangladesch von seiner Zukunft? Was eine Schuhmacherin in Portugal? Doch bis sie die Menschen besuchen und kennenlernen kann, braucht es Beharrlichkeit. Die Autorin ringt mit den Firmen ihrer Kleidungsmarken um die Herausgabe der Zulieferernamen und bittet Gewerkschaften um Hilfe bei der Suche nach den Menschen, die ihre Kleidung fertigten. Leute machen Kleider ist eine Reise durch die globale Textilproduktion, voller sehr persönlicher Begegnungen. Leute machen Kleider sind überraschende Einblicke in eine weltweit vernetzte, gigantische Industrie. Ein Buch, das vor allem von den Menschen erzählt, die so weit weg zu sein scheinen, es aber eigentlich nicht sind – tragen wir ihre Arbeit doch auf unserer Haut.

Verschwunden in Deutschland

Lebensgeschichten von KZ-Opfern. Auf Spurensuche durch Europa, 2014
Osburg Verlag, ISBN: 9783955100605
180 Seiten, €19,99

Engerhafe, ein Flecken in Ostfriesland, 1944: Das Konzentrationslager der Nationalsozialisten liegt mitten im Dorf, ein abgelegenes Außenlager des KZ Neuengamme, errichtet für 62 Tage zum Bau des Friesenwalls. 2000 Gefangene, ausgesetzt der Kälte, dem Hunger und dem Prügeln der Wächter. 68 Polen, 47 Niederländer, 21 Letten, 17 Franzosen, 9 Russen, 8 Litauer, 5 Deutsche, 4 Esten, 3 Belgier, 2 Italiener, 1 Slowene,1 Spanier, 1 Tscheche und 1 Däne sterben.

Engerhafe heute: Ein Stein auf dem Friedhof erinnert an die 188 Ermordeten. »Wer ist hier begraben?«, fragt Imke Müller-Hellmann ihre Großmutter, die 1944 27 Jahre alt war und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Lager lebte. »Die Großmutter schwieg und konnte sich den Namen nicht zuwenden«, sagt Müller-Hellmann, »aber ich kann es. «Elf Familien der KZ-Opfer macht sie ausfindig. Sie reist zu ihnen nach Frankreich, Polen,in die Niederlande, nach Dänemark, Spanien, Lettland und Slowenien. Dort hört sie von Widerstandsgruppen und Partisanen, vom Spanischen Bürgerkrieg und vom Warschauer Aufstand, vom Schweigen in den Familien und dem Leid der Hinterbliebenen. Sie schreibt das Gehörte auf und gibt den Toten damit ihre Geschichten zurück.

Veranstaltungen

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Imke Müller-Hellmann liest „Leute machen Kleider – Eine Reise durch dei globale Textilindustrie“

Ein ganz alltäglicher Morgen: Aufstehen, ins Bad gehen, sich ankleiden. Doch was wäre, wenn aus dem Schrank die Menschen klettern würden, die unsere Kleidung hergestellt haben? Was würden sie von ihrer Arbeit und von ihrem Leben erzählen? Imke Müller-Hellmann nimmt ihre Lieblingskleidungsstücke und fährt los: Bangladesch, Vietnam, Portugal, Schwäbische Alb, Thüringen, China … Leute machen Kleider gibt überraschende Einblicke in eine weltweit vernetzte, gigantische Industrie. Ein Buch, das vor allem von den Menschen erzählt, die so weit weg zu sein scheinen, es aber eigentlich nicht sind – tragen wir ihre Arbeit doch auf unserer Haut.

Imke Müller-Hellmann ist 1975 in Aachen geboren und lebt in Bremen. 2014 erschien „Verschwunden in Deutschland – Lebensgeschichten von KZ-Opfern“. Für „Leute machen Kleider“ war sie Stipendiatin des Grenzgänger-Stipendiums der Robert-Bosch-Stiftung und des Literarischen Colloquiums Berlin.

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Eine Veranstaltung des Logbuchladens in Walle
www.logbuchladen.de
Eintritt: 10.- €

Veranstaltungsdetails

Datum und Uhrzeit
Daten: 01.06.2018
19:30

Ort
Buchhandlung Logbuch

Kategorie(n)