Hermann Vinke

Zu Gast in der Zentralbibliothek Bremen 2016

Foto: Rüdiger Lubricht, Ravensburger Buchverlag

Hermann Vinke wurde 1940 in Rhede/Emsland geboren. Bevor er von 1971 bis 1975 an der Universität Hamburg Geschichte und Soziologie studierte, arbeitete er als Redakteur für verschiedene Tageszeitungen. Er arbeitete bis 1981 als Redakteur beim NDR in Hamburg und war anschließend fünf Jahre als ARD-Korrespondent in Tokio tätig. Die nächste Station seiner beruflichen Laufbahn war Washington, wo er vier Jahre lang arbeitete. 1990 kam er zurück nach Deutschland und war bis 1992 Leiter des ARD-Studios Ostdeutschland in Berlin. Von 1992 bis 2000 war er Hörfunkdirektor bei Radio Bremen. Danach arbeitete er wieder als Korrespondent für Mittel- und Osteuropa.
Neben seiner Arbeit als Journalist ist Hermann Vinke auch als Autor zahlreicher Bücher bekannt. Sein erstes Buch, die Biografie von Carl von Ossietzky, erschien 1978. 1980 folgte Das kurze Leben der Sophie Scholl. Hermann Vinke ist einer der wichtigsten deutschen Autoren von Jugendsachbüchern. Hermann Vinke lebt heute als freier Autor in Bremen.

Auszeichnungen
2008 Kinder- und Jugendbuchpreis „Luchs“ (DIE ZEIT, Radio Bremen) für „Die DDR“
1981 Deutscher Jugendsachbuchpreis für „Das kurze Leben der Sophie Scholl“


Bücher

"Ich sehe immer den Menschen vor mir"

Biographie, 2015
Arche Literatur Verlag, ISBN: 978-3-7160-2714-1
352 Seiten, €22,99

Untertitel: Das Leben des deutschen Offiziers Wilm Hosenfeld.

»Ich versuche jeden zu retten, der zu retten ist«, schrieb der deutsche Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld im Jahr 1944 an seine Ehefrau Annemarie. Einer, der ihm sein Leben verdankte, war der polnische Pianist Wladyslaw Szpilman. Doch es waren weit mehr Menschen im besetzten Warschau, die aufgrund des mutigen Einsatzes von Wilm Hosenfeld überlebten. Sein eigenes Leben hingegen endete tragisch: Sieben Jahre nach Kriegsende starb er in sowjetischer Gefangenschaft. Seine Familie sah er nie wieder. Für diese erste Biographie über Wilm Hosenfeld wertete Hermann Vinke zahreiche Briefe sowie dessen Warschauer Tagebuch aus. Er sprach mit Szpilmans Witwe, die, hoch betagt, noch immer in Warschau lebt. Es ist die zu Unrecht fast vergessene Lebensgeschichte eines Mannes, der zunächst ein überzeugter Nazi war und schließlich tief bewegt und erschüttert von Leid und Elend die Menschlichkeit über Eid und Befehle stellte.

Wunden, die nie ganz verheilten

Sachbuch, 2010
Ravensburger Buchverlag, ISBN: 9783473552108
192 Seiten, €19,95

Hermann Vinke porträtiert Verfolgte und Ausgegrenzte, KZ-Überlebende, Soldaten, Widerstandskämpfer und Flüchtlinge. In Interviews und Reportagen lässt er sie selbst zu Wort kommen.

Die Bundesrepublik

Sachbuch, 2009
Ravensburger Buchverlag, ISBN: 9783473552283
224 Seiten, €19,95

Hermann Vinke schlägt mit seinem dritten Buch ein neues Kapitel der deutschen Geschichte auf: Kenntnisreich und fundiert erzählt er die Geschichte der Bundesrepublik von ihrer Gründung bis zur Gegenwart. Hermann Vinke erschließt die Geschichte unseres Staates nicht nur über eine Fülle wichtiger Fakten und Bilder – er nähert sich ihr auch mit zahlreichen Porträts von Menschen, die auf die politische und geistige Entwicklung des Staates Einfluss genommen haben.

Die DDR

Sachbuch, 2008
Ravensburger Buchverlag, ISBN: 978-3-473-55116-3
256 Seiten, €19,95

Was wissen wir heute – nach fast zwanzig Jahren – wirklich über die DDR? Über den Staat, der in einer friedlichen Revolution zu Ende ging? Welcher Weg führte in die Diktatur, wie wurden die sozialistischen Ideale durch die SED verraten und welche Ursachen gab es für das Scheitern des Systems?“Die DDR“ von Hermann Vinke zeigt ein differenziertes Bild des Arbeiter- und Bauernstaates.

Das Dritte Reich

Sachbuch, 2005
Otto Maier Buchverlag, Ravensburg, ISBN: 9783473358571
224 Seiten, €19,95

Diese umfassende Dokumentation des Dritten Reichs und des zweiten Weltkriegs für junge Leute leistet einen unverzichtbaren Beitrag, die Ursachen, Wirkungen, Zusammenhänge und Folgen des Dritten Reichs zu verstehen.

Das kurze Leben der Sophie Scholl

Sachbuch, 1980
Otto Maier Buchverlag, Ravensburg, ISBN: 978-3-473-58011-8
224 Seiten, €5,95

Am 22. Februar 1943 wurde die 21-jährige Sophie Scholl hingerichtet. Sie war Mitglied der „Weißen Rose“, einer Studentengruppe, die mit Flugblättern zum Widerstand gegen Hitler aufgerufen hatte. Hermann Vinke beschreibt ihr Leben in Form von Dokumenten, Zeugenaussagen, Briefen und Fotos.