Hans-Hermann Mahnken

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Hans-Hermann Mahnken wurde 1955 in Bremen geboren. Nach unterschiedlichsten Tätigkeiten folgte die Ausbildung zum Krankenpfleger, ein späteres Studium der Psychologie und Pflegewissenschaft in Bremen und London beendete er als Dipl.-Pflegewirt. In Lyrik, Essays und Prosa bearbeitet er, was das Leben ihm zuträgt.

Auszeichnungen und Stipendien:

2017 Bremer Autorenstipendium

2013 Dorstener Lyrikpreis (4.Platz)

2004 Preisträger des Sangerhäuser Literaturpreises


Bücher

Kostbare Nichtigkeiten

Gedichte, 2015
Geest-Verlag, ISBN: 978-3-86685-494-9
67 Seiten, €11,00

Hans-Hermann Mahnken verdeutlicht uns die zeitliche Individualität des Moments, die Individualität des Erlebten, Gesehenen, Erfahrens in seiner ganzen Vergänglichkeit. Fast traditionell bietet er uns für diese Form des Erkennens eine ‚Herbstelegie‘ an. Die Jahreszeiten als ‚prächtiges, kurzes Maskenspiel‘, die verdeutlichen, dass ein identischer Gegenstand, etwa der Baum, je nach Jahreszeit verschiedenste Ansichten bietet. Nicht anders die Betrachtung eigentlich jeden menschlichen Moments von Glück, Trauer, Liebe, Freundschaft etc. – Alter, Lebensumstände, Grundeinstellungen, augenblickliche Verfasstheiten bilden die Grundlage des Erfassens, des Erstehens, des Fühlens einer Situation, einer Person, eines Gegenstandes, sind daher stets verschieden, different, widersprüchlich und vergänglich.
Es sind keine besonderen Situationen, die Hans-Hermann Mahnken erzählt, eher alltägliche, für jeden nachvollziehbare Situationen. Und immer wieder, in den unterschiedlichsten Ausprägungen diese Widersprüchlichkeit des Empfindens gemeinsam erlebter Momente. Ein ganz besonderer Band, der mit der Zärtlichkeit und der Empfindsamkeit seiner Worte in der Vielfältigkeit ihrer formalen Anordnung uns Wege aufzeigt, offen zu sein für die Sichtweise des Augenblicks durch uns und durch andere, offen zu sein, für den Austausch über diesen Augenblick.