Frank Goosen

Goosen, Frank

Zu Gast im Kulturzentrum Lagerhaus 2017
Zu Gast im Kulturzentrum Lagerhaus 2016
Zu Gast im Schlachthof 2014
Zu Gast im Kulturzentrum Lagerhaus 2012
Zu Gast im Schlachthof 2011
Zu Gast in der Reihe LesBar 2006 im Jungen Theater

Foto: Hartmuth Schröder

Frank Goosen, geboren 1966 in Bochum, studierte Geschichte, Germanistik und Politik an der Ruhr-Universität. 1992 trat er erstmals mit Jochen Malmsheimer unter dem Namen Tresenlesen, einem kleinen Kneipen-Literaturkabarett, auf. 1994 wurde er Geschäftsführer des Bochumer Zimmertheaters „Ecce Homo“ und schrieb und inszenierte dort mehrere Stücke. Ende 1995 wurde Goosen Mitglied und Vorstand des „prinz regent theaters“ in Bochum.
Im Februar 2001 erschien im Eichborn Verlag sein erster Roman „Liegen lernen“, der 2003 u.a. mit Sophie Rois und Fritzi Haberlandt verfilmt wurde. Seit 2007 veröffentlicht er humoristische Kolumnen und Essays, u.a. im Kicker-Sportmagazin und in der Stadionzeitung des VfL Bochum, die zu jedem Heimspiel erscheint. Frank Goosen lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Bochum.

http://www.frankgoosen.de/


Bücher

Förster, mein Förster

Roman, 2016
Kiepenheuer & Witsch, ISBN: 978-3-462-04892-6
336 Seiten, €19,99

»Wenn man Licht sieht, kann man auch klingeln.«

Ein Mann kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag. Zwei Freunde, die sich seit vierzig Jahren kennen und streiten. Eine greise Saxofonspielerin mit Post aus der Vergangenheit, ein Hamster namens Edward Cullen und ein Trip ans Meer. Frank Goosens neuer Roman ist ein tragikomisches Lesevergnügen für alle, die einfach mal weg wollen: nach Iowa, ins Outback oder zumindest an die Ostsee.

Förster ist ein Schriftsteller, dem nichts mehr einfällt. Von seinem neuen Buch existiert schon seit Langem nur der erste Satz. Seine Freundin treibt sich derweil auf den Äußeren Hebriden herum. Sein Nachbar Dreffke trägt auch mit siebzig noch knappe Badehosen, aber was er hustet, sieht nicht gut aus. Fränge und Brocki, die Förster seit der Schulzeit kennt, geht es auch nicht besser. Der eine ist drauf und dran, seine Ehe an die Wand zu fahren, der andere scheitert an den Herausforderungen des modernen Lebens. Und dann ist da noch Finn, der wohlstandsverwahrloste Teenager. Sie alle müssen mal raus hier. Da trifft es sich gut, dass Försters verwirrte Nachbarin Frau Strobel, die betagte Saxofonistin, einen Brief aus der Vergangenheit erhält. In Fränges altem Bulli fahren sie alle sechs an die Ostsee, um dem Reunion-Konzert der Tanzkapelle Schmidt beizuwohnen. Vor allem aber, um sich – die eigene Vergangenheit im Gepäck – der Zukunft wie einer steifen Meeresbrise entgegenzustellen.

Zwischen absurder Komik und feiner Melancholie erweist sich Frank Goosen in diesem Roman erneut als brillanter Beobachter des Zwischenmenschlichen.

Raketenmänner

Roman, 2014
Kiepenheuer & Witsch, ISBN: 978-3-462-04620-5
240 Seiten, €18,99

Bist du der geworden, der du sein wolltest?

Frank Goosen erzählt in seinem neuen Buch von den Männern unserer Gegenwart. Von solchen, die ausbrechen wollen, und von jenen, die Halt suchen. Von Musik und alter Freundschaft. Von der Erinnerung an die erste große Liebe. Von Verlassenen und Suchenden, von Ängstlichen und Mutigen. Alle wären sie gern Raketenmänner und müssen sich doch mit sich selbst begnügen.
Frohnberg schließt vor einer wichtigen Konferenz Facebook-Freundschaft mit einer Katze und realisiert wenig später, wie viel man im Leben falsch machen kann. Sein Mitarbeiter Ritter ahnt, dass Frohnberg ihn entlassen wird, und gibt seinem Leben kurzerhand eine neue Wendung. Zwei alte Schulfreunde, die zusammen in einer Band waren: Der eine unbegabt und schüchtern, der andere stets im Mittelpunkt; jetzt reiben sie sich an verlorenen Träumen und dem Alter und halten trotzdem zueinander. Wenzel kauft einen heruntergekommenen Plattenladen und wünscht sich goldene Zeiten und ein Ziel. Overbeck will endlich Antworten von seiner ersten großen Liebe. Und Turbo Krupke, der alte Fußballplatzwart und beinahe FC-Bayern-Spieler, bekommt einen mysteriösen Anruf und macht seinen Frieden mit dem Tod. Sabbo hat seinen Vater erst ein Mal im Leben gesehen. Vierzig Jahre ist das her. Jetzt kommt er nach Deutschland, um Songs vom Album »Raketenmänner« neu aufzunehmen. Sie teilen einen besonderen Moment, der für ein ganzes Leben reichen muss.

Sommerfest

Roman, 2011
Kiepenheuer & Witsch, ISBN: 978-3-462-04386-0
320 Seiten, €19,99

Onkel Hermann, der seit dem Tod von Stefans Eltern in Bochum die Stellung hielt, ist gestorben, und Stefan muss zurück in die Heimat, um das kleine Bergarbeiterreihenhaus seiner Familie zu verkaufen. Zwei Tage, den Termin mit dem Makler hinter sich bringen, sich mit ein, zwei Leuten treffen, die es verdienen, und schnell wieder zurück nach München, ins wahre Leben. Rein, raus, keine Gefangenen. Das war der Plan. Doch schneller als man es für möglich hält, wird man in der Enge der Heimat zu Erinnerungen und Entscheidungen verurteilt.Just an diesem Wochenende wird die Sperrung der A40 im Ruhrgebiet zum kulturellen Happening, dessen Sog Stefan sich nicht entziehen kann. Und alle sind sie da, alle, mit denen er aufgewachsen ist: Toto, der Ver sager, Diggo, sein brutales Herrchen, Frank, der Statthalter, Karin, die Verwirrmaschine, Omma Luise, die Frau, die alles mitgemacht hat. Und Charlie. Sandkastenfreundin, nicht-leibliche Schwester, Jugendliebe. Keine Frau kennt Stefan so gut – und wegen keiner Frau ist er so viele Jahre einem Ort ferngeblieben.

Radio Heimat. Geschichten von zuhause

Geschichten, 2010
Eichborn Verlag, ISBN: 9783821860725
168 Seiten, €14,95

»Woanders is auch scheiße!«
Erfrischend ehrlich, wahrhaft komisch, entwaffnend sentimental – Frank Goosens geschichtensattes Hohelied auf das, was ihm und auch uns allen Heimat ist: die liebenswerte Haut, aus der wir nicht mehr können.

So viel Zeit

Roman, 2007
Eichborn Verlag, ISBN: 978-3821809205
347 Seiten, €19,95

So viel Zeit ist vergangen in So viel Zeit. Konni, Rainer, Ole und Bulle, die sich schon seit der Schulzeit kennen, sind in die Jahre gekommen. Sie hatten hehre Ideale, damals, auf der Abiturfeier im Sommer 1982. Sie wollten eine Band gründen und in New York auftreten. Das weiß der Leser, weil So viel Zeit mit einem Prolog über jene hoffnungsvolle Zeit beginnt, in der sich die vier unsterblich fühlen — allerdings nur, um diese Hoffnung gleich wieder zu zerstören. „Fünfundzwanzig Jahre später würde einer der vier verlassen auf einer Baustelle sitzen und der vermeintlichen Liebe seines Lebens nachtrauern“, heißt es in So viel Zeit; „der Zweite würde Vater von Zwillingen sein, aber keine Frau mehr haben, der Dritte in einem billigen Loch sechshundert Kilometer weiter östlich liegen, und der Vierte könnte nachts nicht mehr schlafen. Außerdem würden sie zu fünft sein, denn fünf war eine magische Zahl“.

Pink Moon

Roman, 2005
Eichborn Verlag, ISBN: 978-3821809199
304 Seiten, €19,90

Felix genießt sein Leben als stiller Teilhaber einer Bar – bis er eines Tages an einer Straßenecke einem Mann gegenübersteht, von dem er instinktiv weiß, dass es sein tot geglaubter, unbekannter Vater ist.

Mein Ich und sein Leben - Komische Geschichten

Roman, 2004
Eichborn Verlag, ISBN: 978-3821809212
223 Seiten, €18,90

Beim Sex auf der Halde gezeugt, eine Kindheit in den orangen Siebzigern und bleiernen Achtzigern, die Nöte der Pubertät und die Qualen zahlreicher Zweierbeziehungen: Frank Goosen umkreist mit unwiderstehlichem Witz sein Leben vor und nach der Geburt, auf und hinter der Bühne.Auf wunderbare Weise fügen sich diese Episoden zu einer neuen Geschichte zusammen – einer Geschichte über Freundschaften und Rivalitäten, den Ruhrpott und den Segen der Minibar.

Pokorny lacht

Roman, 2003
Eichborn Verlag, ISBN: 978-3821809182
224 Seiten, €19,90

Wer schon einmal in einem rosa Cadillac saß und über sein Leben sinnierte, weiss, wovon Frank Goosen schreibt. Pokorny, Sohn des Schrottplatzbesitzers, rettet sich nach dem Tod seiner Mutter in den Spaß und wird Komiker. Sein Freund Zacher, Sohn einer Trinkerin, richtet sich in einer nüchternen Welt ein, als Anwalt. Was sie verbindet und gleichzeitig trennt: die Liebe zu Ellen.