Elke Marion Weiß

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Migrantin, aus dem Süden der Republik, dem sog. „Ländle“, in den Norden Deutschlands verschlagen, wo sie seit über dreißig Jahren gut und gerne lebt. Enthusiastische Hundebesitzerin.
Elke Marion Weiß schreibt vorwiegend in deutscher, manchmal aber auch in englischer Sprache, und zwar Lyrik, Kurzprosa und Romane. Literaturwissenschaftlerin, studierte in Heidelberg, Tübingen und Konstanz. Promovierte bei Wolfgang Iser.
Elke Marion Weiß war 14 Jahre an der Universität Bremen als Lehrbeauftragte für englische und amerikanische Literatur tätig. In dieser Zeit entstand ihr Buch über den amerikanischen Bestseller-Autor John Irving. Seit 2001 literarisch tätig.
Mitglied des Bremer Literaturkontors, des Literaturhauses Bremen, der Gruppe „Wortlaut“, außerdem im Bremer Autorentreff engagiert.


Bücher

Kopflos im Park

Roman, 2016
Edition Falkenberg, ISBN: 9783954941070
344 Seiten, €16,90

Zwei harte Brocken für den Bremer Kriminalkommissar Bodo Strehler: Ein Mord im idyllischen Bürgerpark und ein Fall tödlichen Cybermobbings halten ihn in Atem. Er bekommt es mit einem undurchsichtigen Zwillingspaar zu tun – und mit einer exzentrischen Autorengruppe, die sich selbst zerfleischt. Habgier, Rache, Neid? Mit Hilfe seiner krimibesessenen Ehefrau Inge gelangt er in Bremens literarische Szene und ins Auge eines Shitstorm. Gelingt es ihm auch, das Rätsel um den abgetrennten Schädel zu lüften?

Grüne Limonen. Eine Farbenlehre

Gedichte, 2016
Sujet Verlag, Bremen, ISBN: 978-3-944201-88-7
90 Seiten, €14,80

In ihrem neuen Lyrikband verknüpft Elke Marion Weiß Farben in allen Schattierungen mit Elementen aus den verschiedensten Lebensbereichen, aus Malerei, Literatur und Mythologie. Dabei spürt sie der oft widersprüchlichen Symbolik der Farben nach. Aber auch der verführerische Reiz von Düften und Gewürzen wird in diesem Buch thematisch und in ‚Geschichten’ um mythologische oder literarische Gestalten gewoben. Ebenso finden sich Gedichte über Liebe, Verlust und Tod.

Ein interessanter Aspekt dieses Buches ist die Verbindung von Lyrik und Malerei und deren Genese: Zu etlichen dieser Gedichte entwarf die Künstlerin Heide Marie Voigt während einer Lesung Bilder, die im vorliegenden Band enthalten sind.

Die ungewisse Reise nach Samarkand

Kriminalroman, 2012
Gmeiner Verlag, Meßkirch, ISBN: 978-3-8392-1289-9
274 Seiten, €9,90

Ein spurlos verschwundener Mann und zwei Leichen bringen die Bremer Schriftstellerin Paula in Verdacht. Der Verschwundene war ihr verflossener Liebhaber. Allerdings scheint es bisher so, als ob sie sich damit begnüge, ihre Wut in literarischer Form abzuarbeiten: Sie beginnt einen Roman, in dem ein treuloser Lover von der verschmähten Frau ermordet wird. Hauptkommissar Strehler heftet sich an ihre Fersen und versucht Beweise zusammenzutragen – zunächst ohne Erfolg. Doch er gibt nicht auf…

Triangel

Roman, 2012
Gmeiner Verlag, Meßkirch, ISBN: 978-3-8392-1246-2
371 Seiten, €11,90

Erzählt wird die Geschichte eines „bösen Mädchens“, das unbekümmert und rücksichtslos und manchmal auch mit kriminellen Mitteln egoistische Ziele verfolgt. Beziehungsunfähigkeit, Geldgier, und kriminelle Machenschaften – eingekleidet in das scheinbar harmlose Mäntelchen der Frauenfreundschaft – das sind die Themen dieses außergewöhnlichen Krimis, der von der verblüffenden kriminellen Energie und Skrupellosigkeit seiner „Heldin“ lebt.

In einem Dorf in Südbaden leben Malerin Emily und die gerade verwitwete Josette, zwei Freundinnen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Zufällig lernen die beiden Felix Fraunfelder kennen, der durch illegale Geschäfte ins Visier der Polizei geraten ist. Emily, die unter akutem Geldmangel leidet, kommt diese Notlage gerade recht und sie beschließt, ihm Unterschlupf zu gewähren – natürlich gegen angemessene Bezahlung. Doch das Vorhaben gestaltet sich schwierig und als alles aufzufliegen droht, geschieht Unglaubliches …

John Irving und die Kunst des Fabulierens

Analyse, 2002
Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main, ISBN: 978-3631388891
252 Seiten, €62,95

Die Arbeit behandelt vier Romane des 1942 geborenen Amerikaners John Irving: The World According to Garp, The Hotel New Hampshire, The Cider House Rules und A Prayer for Owen Meany. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, inwieweit die Erzählkunst Irvings der Tradition des Fabulierens verpflichtet ist und welche innovatorischen Elemente aufzufinden sind, die spezifisch zeitgenössisches Fabulieren hervorbringen. Dabei wird insbesondere Irvings tragikomische literarische Welterfassung untersucht. Die Erörterung der daraus resultierenden Rezeptionsvielfalt erfolgt im Rückgriff auf Aspekte wirkungsästhetischer Theoriebildung.